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Serie Tickets zur Macht V Mächtige Frauen unter sich

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Generation CEO: Sprung nach oben

Die mächtigsten Frauen in deutschen Aufsichtsräten
Renate KocherDie Geschäftsführerin des Meinungsforschungsinstituts Allensbach (IfD) ist eine der einflussreichsten Aufsichtsrätinnen in Deutschland. Renate Kocher ist Mitglied in den Kontrollgremien von Allianz, BMW und Infineon. Doch nicht nur bei Dax-Konzernen ist sie präsent. Die 60-Jährige wacht auch über Bosch und Nestlé Deutschland und ist Mitglied der Verwaltungsräte von Aldi Süd und HSBC Trinkaus. Quelle: dapd
Ann-Kristin AchleitnerDie Wirtschaftsprofessorin ist Multi-Aufsichtsrätin und vergleichsweise jung. Die 47-Jährige rückt in den Aufsichtsrat des Rückversicherers Munich Re. Für den neuen Job hat sie ein Verwaltungsratsmandat bei der Schweizer Bank Vontobel aufgegben. Auch beim Dax-Konzern Linde wacht Achleitner über das Management, im Aufsichtsratsgremium des Handelskonzerns Metro ist sie vertreten. Seit 2012 ist sie auch Mitglied der Regierungskommission für gute Unternehmensführung, die unter anderem Regeln für die Vergütung von Managern vorschlägt. Achleitners Mann Paul ist ebenfalls professioneller Aufseher, unter anderem als Aufsichtsratschef der Deutschen Bank. Statt Deutschland AG, heißt es bei dem Paar: Deutschland WG. Quelle: dpa
Nicola Leibinger-KammüllerDie Managerin ist 53 Jahre alt und führt den Maschinenbauer und Laserspezialisten Trumpf. Gleichzeitig nimmt sie aber auch Aufsichtsratsmandate wahr. Wie Achleitner wachst sie über zwei Dax-Konzerne: Lufthansa und Siemens. Beim Axel-Springer-Verlag ist sie ebenfalls im Aufsichtsgremium. Quelle: dapd
Sari BaldaufDie großen Konzerne schauen bei der Suche nach Aufsichtsratsmitgliedern zunehmend auch ins Ausland. Schließlich machen sie im Schnitt mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der Landesgrenzen. Von dem Trend zur Internationalisierung profitiert etwa Sari Baldauf, ehemalige Chefin von Nokia Networks. Die 57-Jährige ist Aufsichtsrätin beim Autokonzern Daimler und seit vergangenem Jahr bei der Deutschen Telekom. Quelle: Presse
Annika FalkengrenZu den wichtigsten Ausländerinnen in deutschen Kontrollgremien zählt Annika Falkengren, die schwedische Bankerin, die in den Gremien von Münchner Rück und Volkswagen sitzt. Quelle: REUTERS
Ursula PiëchZu den Grandes Dames in deutschen Aufsichtsräten zählt Ursula Piëch. Seit 2012 ergänzt sie als Aufsichtsrätin bei Volkswagen und als testamentarisch festgelegte Nachfolgerin von Ferdinand Piëch in den Privatstiftungen und hat damit große Macht über den gewinnträchtigsten deutschen Konzern: VW.  Quelle: dpa
Liz MohnAls Aufsichtsrätin von Bertelsmann und Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH wacht Liz Mohn über den größten deutschen Medienkonzern. Quelle: dpa

Ihr Name ist Programm: Hauke Stars ist ganz oben angekommen. Die IT-Expertin ist seit Dezember 2012 nicht nur die erste Frau im Vorstand der Deutschen Börse - sondern auch das erste Dax-Vorstandsmitglied der Generation CEO. Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk aus hoch qualifizierten Frauen, das ausgerechnet ein Mann gegründet hat: Heiner Thorborg, einer der renommiertesten Headhunter Deutschlands. "Frauen in Führungspositionen zu bringen ist für Unternehmen schon aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll", sagt Thorborg. Deshalb schuf er eine Plattform, auf der sich talentierte und aufstiegswillige Frauen präsentieren und vernetzen können.

Alle sind zwischen 33 und 43 Jahren alt und bereits in Führungspositionen angekommen, trotzdem haben sie noch Potenzial nach oben. Zwei Drittel von ihnen haben außerdem Kinder. Über Generation CEO haben sie die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Mit Erfolg: Jede vierte der derzeit 119 Generation-CEO-Frauen sitzt in einem Vorstand, Aufsichts- oder Verwaltungsrat.

Zu den bekanntesten gehören neben Börse-Vorstandsmitglied Stars etwa Tanja Tamara Dreilich, Chefin des Softwareherstellers Nemetschek; Christine Graeff, Generaldirektorin für Kommunikation bei der Europäischen Zentralbank; Eun-Kyung Park, Geschäftsführerin von ProSiebenSat.1 Digital; Julia Jäkel, Co-Chefin des Verlagshauses Gruner + Jahr, oder Ines Kolmsee, Chefin des Stahl-Zulieferers SKW Stahl-Metallurgie. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Einmal im Jahr treffen sich die Managerinnen in Berlin und organisieren auch regionale Treffen. Das Netzwerk wächst jährlich um 20 neue Managerinnen. Wer will, kann sich selbst bewerben, über die Aufnahme entscheidet allein Netzwerkgründer Thorborg. Er hält es in Sachen Frauen gern mit Barack Obama: "Der sicherste Weg zum Erfolg", so das Credo des US-Präsidenten, "ist es, sich mit brillanten Frauen zu umgeben."

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