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Serie Wirtschaftswelten 2025 Die Digitalisierung verändert das Profil von Managern

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Abläufe in Software übersetzt

„Digitalisierung ist keine Frage der Informationstechnologie, sie betrifft alle Bereiche“, sagt Walter Hagemeier, Geschäftsführer beim Beratungsunternehmen Accenture. „Alle Tätigkeiten, die einem festlegbaren und festgelegten Ablaufschema folgen, können letztendlich in Software übersetzt und automatisiert erledigt werden.“

Man muss wohl nicht so weit gehen wie die auf Pharmaunternehmen spezialisierte Investmentfirma Deep Knowledge Ventures: Die Hongkong-Chinesen haben vor einiger Zeit Vital in ihren Vorstand aufgenommen. Das ist ein Algorithmus, der mit darüber entscheidet, in welche Unternehmen die Geldgeber investieren.

Sicher aber ist: Der Top-Manager der Zukunft muss den Nimbus des allwissenden Anführers an die Technik abgeben. „Die Heldenpose hat ausgedient“, sagt Michael Ensser, Deutschland-Chef von der Personalberatung Egon Zehnder. „Wer sich von der Intelligenz der Algorithmen abheben und glaubhaft Orientierung geben will, muss auch Meinungen zulassen, die das eigene Weltbild auf den Kopf stellen.“

Klar ist: „Die Methoden des klassischen Managements mit ihren Hierarchien, Anreizsystemen und Planungsorgien liefern nicht nur keine Antwort. Sie sind ein überholtes Abbild zukunftsfeindlicher Strukturen“, sagt Roman Friedrich, Partner der Beratung Strategy&. „Es geht um die richtige Balance zwischen innerer Ordnung und kreativer Unordnung – weg von der klassischen Ab-Teilung hin zur Zusammenarbeit über innere und äußere Grenzen hinweg.“

Permanente Veränderung

Wie sich etwa virtuelle Teams organisieren und ihre Mitglieder reibungslos untereinander kommunizieren, die künftig eher über den ganzen Globus verteilt sind, als Tür an Tür in der Zentrale in Düsseldorf-Holthausen ihr Dasein am Schreibtisch zu fristen, hat Stephan Füsti-Molnár in Harvard gelernt: Als Geschäftsführer für das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft in Deutschland gehört der 51-Jährige zum obersten Nachwuchskräftezirkel von Henkel. Im vergangenen Jahr hat er in einem einwöchigen Seminar an der US-Eliteuniversität mit anderen Führungskräften unter anderem diskutiert, was Führung in Zeiten des digitalen Wandels heißt.

Was er von dort mitgenommen hat? „Dass wir uns einem extrem volatilen wirtschaftlichen Umfeld stetig anpassen müssen. Die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklung enorm und erhöht die Notwendigkeit für permanente Veränderung.“

Die nächsten Schritte seines „digital game plan“: bessere digitale Infrastruktur für den Außendienst, stärkerer Fokus auf digitales Marketing und E-Commerce, besseres datenbasiertes Warenmanagement im Austausch mit Handel und Kunden.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Krankenpfleger Ein Roboter CARE-O-bot, der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt wurde, versorgt eine Bewohnerin eines Pflegeheims mit einem Getränk (undatiert). Auch dieser Roboter unterstützt ältere Menschen im häuslichen Umfeld und das Pflegepersonal in Pflegeeinrichtungen. Quelle: dpa
Der KochBremer Forscher präsentierten 2013 den Roboter „PR2“, der Popcorn machen und Pfannkuchen wenden kann. Das nötige Vorwissen habe sich dieser unter anderem aus dem Internet geholt, sagte Professor Michael Beetz von der Universität Bremen. Sein Team arbeitet zusammen mit sieben europäischen Partnern in einem auf vier Jahre angelegten Projekt an lernfähigen Robotern. Ziel sei es, diese neue Form der Programmierung zunächst bei Robotern anzuwenden, die alte und pflegebedürftige Menschen bei einfachen Aufgaben unterstützen. Diese könnten in den nächsten zehn Jahren einsatzbereit sein. Quelle: dpa
Der BarkeeperDer Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure". Quelle: dpa
KuschelrobbeDer weiße Sozialroboter namens Paro soll Demenzkranken Zuwendung schenken. Das mit Sensoren vollgestopfte Kuscheltier reagiert auf Berührung, Licht und Bewegung. Es soll für Demenzkranke Zuwendung simulieren - und ist deswegen vor allem nach einer Messepräsentation 2011 heftig umstritten gewesen. Tritt an die Stelle des Zivildienstleistenden oder der Pflegekraft nun der Sozialroboter? 5000 Euro kostet die schnurrende Pelzattrappe. Quelle: dpa
Putzhilfe mit gutem OrientierungssinnInzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze. Im Handel gibt es den Navibot ab etwa 320 Euro. Quelle: Presse
Freundlicher KrankenpflegerDieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester. Quelle: Presse
HaarpflegerDieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz. Quelle: Presse

Bei Carl Zeiss in Oberkochen versucht man das digitale Denken unter anderem über eine Plattform zu schärfen, auf der Daten aller Unternehmensbereiche und Software für alle Mitarbeiter zugänglich sind. Das Ziel: möglichst viele neue Ideen möglichst schnell auf den Markt zu bringen. Etwa eine Virtual-Reality-Brille, die das Unternehmen vor Kurzem entwickelt hat – auf Anregung einer Gruppe junger Kollegen, die ihre Idee direkt dem Finanzvorstand präsentierten. Sie überzeugten ihn, für das Projekt einen eigenen Etat zur Verfügung zu stellen. Innerhalb kürzester Zeit war ein neues Produkt entwickelt.

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