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Serie Wirtschaftswelten 2025 Die Digitalisierung verändert das Profil von Managern

Seite 2/5

Druck auf Führungskräfte

Eine Bedrohung für Hunderttausende Top-Jobs? Martin Sonnenschein, Europachef des Beratungsunternehmens A.T. Kearney, nennt das lieber „eine große Chance“.

Warum? Weil Führungskräfte dank Big Data Freiräume bekommen, ihre Energie nicht in die zeitraubende Interpretation seitenlanger Excelcharts, sondern in die Beantwortung essenzieller Fragen zu stecken: Was ist künftig die Kernkompetenz meines Unternehmens? Wofür ist der Kunde bereit zu zahlen? Wie sieht die Wertschöpfung aus, und wie ist sie künftig organisiert – wie bisher als Kette oder doch eher als Netzwerk? Wie stelle ich sicher, dass das Unternehmen anpassungsfähig und innovativ bleibt? Wie finde ich Mitarbeiter für diese neue Art der Zusammenarbeit, und wie binde ich sie langfristig ans Unternehmen? Welche Rolle spielen Führungskräfte bis hin zum Vorstand – oder werden solche Funktionen bald überflüssig?

Bei welchen Entscheidungen Vorstände und Aufsichtsräte nicht für Unternehmensschäden haften müssen

Zumindest, da sind sich Wissenschaftler und Berater einig, werden sich ihre Rollen verschieben: Weil Finanzvorstände künftig auf wesentlich mehr Informationen zugreifen und diese automatisiert in Echtzeit analysieren lassen können, könnten sie zum obersten Datenmanager ihres Unternehmens avancieren. Sie hätten so deutlich mehr strategische Verantwortung als bisher. Marketingvorstände würden zum Customer Experience Officer des Unternehmens, die koordinieren, worauf es künftig noch mehr ankommt als bisher: die Kommunikation mit dem Kunden sicherzustellen, zu jedem Zeitpunkt, an und von jedem Ort der Welt, in Echtzeit über alle digitalen Kanäle hinweg. Und das in enger Kooperation mit dem Chief Operating Officer, der die Wünsche der Kunden bestmöglich in Echtzeit umsetzt. Weil er dank intelligenter, automatisierter Steuerung auch über große räumliche Distanz sehr kurzfristig auf deren Änderungswünsche eingehen kann.

"Mut und Voraussicht"

Wer sich dagegen heute als frisch gekürter Digitalvorstand an der Spitze der Bewegung wähnt, könnte seinen Job in einigen Jahren wieder los sein. Als „temporäre Erscheinung der derzeitigen digitalen Transformation“ beschreibt etwa Michael Baur, Deutschland-Chef des Beratungsunternehmens Alix Partners, die Position des Digitalvorstands. „Digitale Kompetenz darf nicht bei einer Person an der Spitze konzentriert sein. Wollen Unternehmen wettbewerbsfähig sein, müssen alle Führungskräfte das Potenzial der Digitalisierung umsetzen.“

Wer auch immer künftig dann den Hut auf hat, um ein Unternehmen mit „Mut und Voraussicht ins Ungewisse zu führen“, wie Tesla-Gründer Elon Musk es ausdrückt – klar ist: Die Digitalisierung erhöht den Druck auf die Führungskräfte, was 77 Prozent der Manager bestätigen, die das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter jüngst befragt hat.

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