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Studie von Ernst & Young Gute Aufsichtsräte werden knapp

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TÜV-Zertifizierte Aufsichtsräte

Mehr als drei Viertel der befragten Aufsichtsratsbüros schicken ihren Kontrolleuren die nötigen Unterlagen für ihren Job zehn bis 14 Tage vorher. Trotzdem schaffen es viele Aufsichtsräte nicht, die Unterlage vorher komplett zu lesen. 41 Prozent von ihnen bekommen sie noch per Post zugeschickt. Per E-Mail verschicken 36 Prozent diese vertraulichen Unterlagen – ungeachtet der Spionage-Risiken. „Solch ein Sicherheitsrisiko einzugehen, ist unnötig. Zumal die Informationen nicht geschützt sind vor unbefugten Veränderungen oder der Einsicht durch Dritte“, sagt Orth.

Deutschlands beste CEOs
Platz 20: Brian Sullivan Quelle: dpa
Platz 19: Wolfgang Reitzle Quelle: dapd
Platz 18: Stefan Wolf
Platz 17: Martin Winterkorn Quelle: dpa
Platz 16: Ulrich Wallin Quelle: dapd
Platz 15: Reto Francioni Quelle: Reuters
Platz 14: Wolfgang Grenke Quelle: Pressebild

Immer mehr Aufsichtsräte erkennen ihre eigenen Grenzen und nutzen die Expertise von anderen: 68 Prozent von ihnen bedienen sich der Prüfberichte des Abschlussprüfers. 77 Prozent führen regelmäßig Gespräche mit ihm oder treffen ihn gar. 23 Prozent der Aufsichtsräte glauben, dass sich dieser Austausch mit Fachleuten verstärken wird. Knapp jedes fünfte befragte Unternehmen überprüft mit externen Dienstleistern die Qualität der Aufsichtsratsarbeit.

Das Problem unqualifizierter Aufsichtsräte hat die TÜV Süd Akademie nun zum Geschäftsmodell erkoren. Sie will Aufsichtsräte zertifizieren. Ein entsprechendes Zertifizierungsprogramm „Zertifiziertes Mitglied im Aufsichtsrat/Beirat“ sei entwickelt und lege besonderen Wert auf den Wissenstransfer zwischen den einzelnen Fachgebieten. Das helfe zukünftigen Mandatsträgern, ihren Job zu meistern. Der Anlass für das Unterstützungsprogramm für die Top-Leute der Wirtschaft: „Viele Aufsichtsräte sind zu einseitig qualifiziert für ihr umfassenden Kontrollaufgaben“, sagt TÜV-Süd-Geschäftsführer Kai Probst.

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Allzu komplex seien die Aufgaben geworden - und nicht zu vergessen sei die volle persönliche Haftung der Kontrolleure für Fehlentscheidungen. Ganz abgesehen davon „sollten Aufsichtsräte interdisziplinär denken und die richtigen Fragen stellen können“, so Probst. Er wundert sich, dass es trotz der hohen Anforderungen nicht längst einheitliche Standards für diese Position gibt.

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