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Studie zum Markenimage Diesen Marken vertrauen die Deutschen

Exklusiv
Seite 2/3

Nicht alle deutschen Marken kamen gut weg

Allerdings haben nicht alle Marken die causa VW so unbeschadet überstanden, wie die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen. So ist mit der negativen Berichterstattung über Volkswagen im vergangenen Jahr das Vertrauen in die Marke gnadenlos abgesackt. Nur noch 30 Prozent geben an, Volkswagen für eine vertrauenswürdige Marke zu halten. Das sind 20 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2014.
VW wird den Imageschaden als Marke zwar überstehen, wie Munzinger sagt. Allerdings dauert so etwas seine Zeit. „Um einen Imageschaden wett zu machen, genügt es nicht, nur den Fehler zu beheben. Man braucht einen Kulturwechsel, den man auch nach außen kommuniziert. Denn die alte Unternehmenskultur bei Volkswagen hat dies ja erst ermöglicht“, sagt Jessica Peppel-Schulz, CEO der Agentur für digitales Marketing, UDG United Digital Group.


Volkswagen hat abgefärbt

Das gilt nun allerdings auch für die anderen Automobilhersteller, denn VW hat abgefärbt, wie Munzinger sagt. "Die anderen Autobauer müssen durch dieses Imagetief jetzt einfach durch, es herrscht derzeit ein Generalverdacht gegen die gesamte Branche." So gaben jeweils nur noch 45 Prozent an, BMW beziehungsweise Mercedes für vertrauenswürdige Marken zu halten. Damit landet BMW auf Platz 22 und Mercedes auf Platz 23 und belegen die Spitzenplätz unter allen deutschen Autobauern. Audi landet mit 39 Prozent auf Platz 35, Opel mit 36 Prozent auf Platz 42 und VW mit 30 Prozent auf Platz 53.

Diesen Marken vertrauen die Deutschen

Bei der Markenwahrnehmung der Konzerne sieht es noch finsterer aus: 37 Prozent nehmen Mercedes als Marke positiv wahr – damit schneidet Mercedes noch am besten ab. Platz 31 geht an die Stuttgarter. Audi verliert im Vergleich zum Vorjahr 15 Prozentpunkte – als VW-Tochter kein Wunder – und belegt Platz 39. Aber auch BMW verliert in der Wahrnehmung und belegt mit 28 Prozent Platz 47, Opel folgt auf Platz 48 und VW auf Platz 89 - noch schlechter steht nur die Bildzeitung in der Wahrnehmung da.

Gute Strategie, gute Wahrnehmung

Andere deutsche Marken, die mit der Branche nichts zu tun haben, stehen dagegen keine Image-Probleme. So erfreut sich dm, der Deutschen liebste Drogerie, weiter wachsender Begeisterung. Konkret ging es innerhalb eines Jahres um 15 Vertrauensprozentpunkte nach oben. Das liege auch an der guten Digitalstrategie, erklärt Peppel-Schulz das Phänomen dm. „Einer Marke muss es heute gelingen, dem Kunden auch einen digitalen Mehrwert zu bieten. dm ist ein gutes Beispiel: sowohl die digitale Plattform als auch der point of sale sind toll verzahnt.“



Dadurch ist die Drogeriekette bei Männern wie Frauen gleichermaßen beliebt, die Unterschiede im Markenvertrauen sind auch bei den verschiedenen Altersklassen gering. dm-drogerie markt ist bei beiden Geschlechtern jeden Alters top. Auf Platz zwei liegt bei Männern der Haushaltsgeräte-Hersteller Miele, bei Frauen mit Rossmann ein weiterer Drogerieartikelhändler.

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