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Talentmanagement Talent ist nichts für Kennzahlfetischisten

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Der individuelle Mensch muss im Mittelpunkt stehen

Deutschlands beste CEOs
Platz 20: Brian Sullivan Quelle: dpa
Platz 19: Wolfgang Reitzle Quelle: dapd
Platz 18: Stefan Wolf
Platz 17: Martin Winterkorn Quelle: dpa
Platz 16: Ulrich Wallin Quelle: dapd
Platz 15: Reto Francioni Quelle: Reuters
Platz 14: Wolfgang Grenke Quelle: Pressebild

Und deswegen werden die Besten in einem Unternehmen bald davonlaufen, wenn sie merken, dass sie gemanagt werden wie leblose Produktionsmittel. Die Begabungen von Angestellten für das Unternehmen nutzbar zu machen, ist nicht so sehr eine Frage des Managements, sondern der Kultur. Oder, wie Alfred Quenzler im Gespräch mit der WiWo sagte: "Viele kommen wegen der Marke und gehen nach einigen Jahren wegen der Führungskultur."

Der individuelle Mensch - was sonst? - muss im Mittelpunkt stehen, wenn es Unternehmen wirklich ernst damit meinen, leistungsfähige und –willige Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Und vor allem deren Kreativität und Arbeitsfreude erhalten wollen. Die Wünsche, die solche "Talente" haben, sind immer individuelle, ob es nun um die Arbeitszeiten, den Arbeitsplatz, Kinderbetreuung oder Sabbaticals geht.

Erfolgreiche Unternehmen nehmen ihre Talente als Menschen wahr

Nur Firmen, in denen die vom Wirtschaftssoziologen Holger Rust beklagte "Kultur der kennzahlorientierten Fetischisten"  ausstirbt, in denen also Mitarbeiter nicht mehr als "Human Ressources" oder "Humankapital" verdinglicht, sondern man sie als Individuen und Menschen ernst nimmt, werden im Wettbewerb um die Besten erfolgreich sein. Vertrauen, Empathie, Wertschätzung und nicht zuletzt ein Klima der Freiheit im Umgang zwischen Vorgesetzten und Untergebenen sollte an die Stelle der Herrschaft der Controler treten, die unter der Fahne des Talentmanagements meinen, Menschen mit Hilfe von Kennzahlen führen zu können.

Management



Dem Ideal einer am Menschen und dessen Begabungen interessierten Organisation kommt man näher, wenn Vorgesetzte und Mitarbeiter immer wieder gemeinsam anhand der Unternehmensziele vereinbaren, wie sich der Mitarbeiter weiterbilden kann. So kann vielleicht seine subjektive Begabung in Einklang mit den Interessen des Unternehmens kommen. Aber zu managen gibt es da nichts.

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