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Talentmanagement Eine Frage des Talents

Unternehmen buhlen um die besten Talente. Wer die hellsten Köpfe für sich gewinnt, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil - glauben zumindest viele Arbeitgeber. Aber was macht ein Talent aus?

Keine Frage, Talente waren schon immer rar. Doch besonders in den vergangenen Jahren sind sie auch zu einem Wettbewerbsfaktor geworden. Der Engpass an guten Nachwuchskräften ist dabei die größte Herausforderung für Personaler. Doch was genau macht eigentlich ein Talent aus? Quelle: Fotolia

Dass zu viel Ehrgeiz bisweilen schadet, musste William schon mit 13 Jahren feststellen. Im Schulkurs hatte er einen Stundenplan programmiert, doch dabei stürzte das Computerterminal ab. William kassierte einen Tadel, entmutigen ließ er sich nicht. Ein Jahr später gründete William eine Firma, die Software für Verkehrszählungen verkaufte. Schon im ersten Geschäftsjahr nahm er damit 20.000 Dollar ein. Heute ist William "Bill" Gates einer der reichsten Männer der Welt.

Mit diesen Events locken Unternehmen Studenten
Job Ad PartnerDie Berliner Agentur für Personalmarketing verteilt zum Valentinstag Eintrittskarten für ein Vorstellungsgespräch. Zwölf Stellen bietet das Unternehmen an. Wem die Mitarbeiter von Job Ad Partner auf der Straße eine Valentinskarte in die Hand drücken, kann diese entweder selbst ausfüllen oder sie weiterverschenken. Auf der Rückseite stehen sieben Stellenangebote zur Auswahl – vom Verkäufer über den Kundenberater bis hin zum Außendienstmitarbeiter. Nun können sich Interessierte unter dem Stichwort Valentinstag und Angabe der gewünschten Position bei der Agentur melden. Das Vorstellungsgespräch ist in diesem Fall garantiert. Quelle: Presse
Auf hohe See geht es seit September 2012 mit der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers. Auf bisher vier Segeltörns unter anderem in der Nordsee und im Atlantik konnten Studenten gemeinsam mit PwC-Mitarbeitern ein Abenteuer erleben und das Unternehmen kennen lernen. Ab September stehen drei weitere Törns im Mittelmeer an: Rund um Mallorca, Ibiza und Sardinien. Quelle: Presse
HenkelÜber Barcelona, Amsterdam und Warschau führten die bisherigen Stationen der "Henkel Innovation Challenge", bevor es dieses Jahr im März nach Shanghai ging. Schon zum sechsten Jahr in Folge sind beim Wettbewerb des Chemiekonzerns Henkel internationale Studenten mit Konzepten für fiktive Zukunftsprodukte gegeneinander angetreten. Zuletzt waren es in China Zweier-Teams aus 18 Ländern. Mit dem diesjährigen Sieg der deutschen Teilnehmer wird das internationale Finale 2014 in der Düsseldorfer Zentrale stattfinden. Ab Herbst können sich Interessierte hier bewerben. Quelle: PR
Peek&CloppenburgWährend der Beachvolleyball-Europameisterschaft im August 2013 am österreichischen Wörtehrsee, richtet das Modehaus Peek&Cloppenburg (P&C) eine " Karriere-lounge" auf einem Boot ein. Dabei können Studenten und Absolventen zwei Tage lang das Unternehmen und seine Mitarbeiter kennen lernen, sowie den Wörthersee und das Sportevent genießen. Außerdem hat P&C passend zum Anlass mit Nik Berger einen Beachvolleyball-Europameister von 2003 eingeladen, um einen Vortrag über Leistung und Herausforderungen im Sport zu halten. Quelle: dpa
McKinseyWie die Arbeit einer Unternehmensberatung aussieht, hat McKinsey Studenten und Doktoranden im August in Barcelona vermittelt. Dorthin lud die Beratungsgesellschaft für einen viertägigen Workshop ein. Die Teilnehmer sollten eine Strategie für eine Krankenkasse entwickeln, dazu Klienten- und Experteninterviews führen und am Ende eine Jury von ihren Lösungskonzepten überzeugen.
BoschSpeziell an Frauen richtet sich im Juli 2013 der Bewerbungsevent " Meet Bosch" im Residenzschloss Ludwigsburg. Hierbei geht nicht allein ums bloße Kennenlernen von Unternehmen und Studentin, sondern auch um ganz konkrete Stellen im Junior Managers Program von Bosch. Zwei Tage lang können die Teilnehmerinnen die Bosch-Personaler im Schloss von sich überzeugen. Quelle: dpa
Ernst & YoungAuf der Suche nach zukünftigen Steuerexperten ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young mit ihrem Studentenwettbewerb " Young Tax Professional of the year". Wer die Hürden der schriftlichen Bewerbung, des 100-minütigen Online-Tests und des nationalen Fallstudien-Wettstreits in Düsseldorf gemeistert hat, kann sich Ende August mit den besten Teilnehmern aus 26 Ländern in Kopenhagen messen. Wer dort die Fallstudien und Fachfragen einer Jury am besten löst, kann eine 30-tägige Weltreise mit Besuchen von Ernst & Young in London, Washington oder Hongkong antreten. Quelle: dapd

David Christian Bongartz begann seine Karriere ebenfalls im Alter von 13. Der gebürtige Aachener spielte damals seine ersten CDs ein und erhielt einen Plattenvertrag. Mit 19 verschwand er zwar einige Jahre von der Bühne, über kleine Auftritte spielte er sich zurück. Heute ist David Garrett einer der erfolgreichsten Geiger Deutschlands.

Auch David Seth Kotkin war schon früh erfolgreich. Der Elfjährige besserte sich sein Taschengeld einst mit Auftritten als "Davino, der Zauberjunge" auf. Heute kennt ihn die Welt unter seinem Künstlernamen David Copperfield.

Geschäftsmann hier, Musiker da, Entertainer dort. So unterschiedlich die Geschichten von Gates, Garrett und Copperfield auch sind, eines haben sie gemeinsam: Alle zeigten ihr Potenzial bereits in jungen Jahren. Vor allem deshalb, weil sie viel Talent hatten.

So muss ein Anschreiben aussehen

Ursprünglich stammt der Begriff vom griechischen Wort "talanton" ab, was so viel heißt wie "Waage" oder "Gewicht". Im Neuen Testament ist die Rede von einem "anvertrauten Gut". Talent ist eine Gabe, die man entweder hat oder eben nicht. Aber stimmt das überhaupt?

Keine Frage, echte Talente sind rar, immer schon. Doch erst in den vergangenen Jahren sind sie auch zu einem Wettbewerbsfaktor geworden, befeuert durch den viel zitierten demographischen Wandel. Der Engpass an guten Nachwuchskräften ist die größte Herausforderung für Personaler, ergab vor wenigen Monaten eine Umfrage der Studnitz Management Consultants unter 160 Personalverantwortlichen.

Vielleicht liegt es ohnehin in der Natur des Menschen, dass er Dinge gerne vorhersagen würde. Umso faszinierender ist die Frage, was außergewöhnliche Talente ausmacht. Lassen sich die zukünftigen Leistungen eines Menschen prognostizieren? Gibt es gar messbare Eigenschaften oder Erfolgsindikatoren?

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