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Twitter Jetzt gehen Manager Nummer sechs und sieben

Die "Ratten" verlassen das sinkende Kurznachrichtenschiff: Schon wieder kehren Spitzenmanager Twitter den Rücken. Seit Januar erlebt das Unternehmen einen regelrechten Führungskräfte-Exodus.

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Twitter verliert den nächsten Spitzen-Manager. Quelle: REUTERS

Dem Kurznachrichtendienst Twitter geht es nicht gut: Die Nutzerzahlen steigen kaum, die Zahlen sind tiefrot, die Aktie ist im Keller. Erst im Oktober entließ das Unternehmen 350 oder gut neun Prozent seiner Mitarbeiter weltweit. Es gibt Gerüchte, wonach das Unternehmen sein Berliner Büro dichtmachen und einen Großteil der deutschen Mitarbeiter entlassen will.

Hinzu kommt, dass der Kurznachrichtendienst keinen Käufer fand. Sowohl die Google-Mutter Alphabet als auch Apple, Microsoft, Walt Disney oder der SAP -Rivale Salesforce haben abgewunken. Niemand will Twitter. Das schlägt sicher nicht nur bei den Aktionären, sondern auch unternehmensintern auf die Stimmung.

Jedenfalls spitzt sich die bisherige Führungskrise bei Twitter weiter zu: Nun teilte auch noch Technologiechef Adam Messinger mit, das Unternehmen zu verlassen. Er war seit März 2013 im Amt und seit fünf Jahren bei dem Konzern aus San Francisco. Twitters Vize-Präsident für Produktmanagement, Josh McFarland, will ebenfalls wechseln.

Sieben Manager in einem Jahr

Sie sind nicht die ersten: Erst im November hatte Adam Bain, rechte Hand von CEO Jack Dorsey, bekannt gegeben, dass er seinen Hut nehmen würde. Im Januar gingen schon Medien-Direktorin Katie Jacobs Stanton, Produktchef Kevin Weil sowie die Leiter der Technik- und der Personalabteilung, Alex Roetter und Brian Schipper.

Zahlen und Fakten zu Twitter

Chef Dorsey will das Steuer mit einem konsequenteren Fokus auf News und Video herumreißen. Der Livestreaming-Dienst Periscope soll direkt in die hauseigenen Mobil-Apps integriert werden. Bisher war für Periscope eine separate App notwendig. Die Twitter-Apps bekommen dafür einen neuen „Live“-Button. Ob das die Nutzerzahlen steigert und die verbliebenen Manager an das Unternehmen bindet, sei dahingestellt.

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