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Unbeliebte Bilanz Die zehn größten Fehler bei Geschäftsberichten

Kaum jemand liest gerne Geschäftsberichte - und daran sind die Unternehmen auch selbst schuld. Eine neue Studie zeigt die häufigsten Fehler.

Keine Berichte verschickenDie Mühe lohnt sich doch: 90 Prozent der Analysten, Privat- und Profianleger sowie Finanzjournalisten, die die Berliner Agentur wirDesign befragt hat, nutzen Geschäftsberichte als Basis für ihre Empfehlungen oder Kaufentscheidungen.
Viele bunte ImageseitenDen mit hohem Geld- und Zeitaufwand gestalteten Imageteil bewerten die Nutzer als eher unwichtig. „Es fehlen darin kapitalmarktorientierte Botschaften, die Inhalte wirken beliebig“, sagt wirDesign-Vorstandschef Norbert Gabrysch.
Bleiwüste im ZahlenteilAm meisten interessieren die Leser von Geschäftsberichten der Lage- und der Wirtschaftsbericht und besonders der Prognose-, Chancen- und Risikobericht inklusive Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. Gerade dieser Teil ist aber oft eine lieblos und leserunfreundlich gestaltete Textwüste, so die Studie.
Wenig GrafikenFast alle Studienteilnehmer legen großen Wert auf Infografiken. Sie sehen die grafische Umsetzung komplexer Inhalte und zentraler Zahlen als große Bereicherung.
Print-Berichte 1:1 online stellenOnline-Berichte konnten sich bisher nicht durchsetzen: Nur zwölf Prozent der Befragten nutzen sie. Laut Studie liegt das daran, dass sie in den seltensten Fällen zusätzlichen Mehrwert bieten. So fehlen etwa weiterführende Inhalte wie Links oder Tonbeiträge. Ein Online-Geschäftsbericht sollte als Baukasten-System aufgebaut sein, in dem jeder Nutzer die Fakten aus den Schubladen zieht, die er sucht.
Fehlende InformationenZu kurz kommen den Befragten vor allem der Vergleich mit Wettbewerbern und die Gegenüberstellung von Prognosen und der tatsächlichen Geschäftsentwicklung.
Auflage der gedruckten Geschäftsberichte senken, um Kosten zu sparenÜberraschend im Digitalzeitalter: 64 Prozent der Nutzer bevorzugen die Printversion. Grund ist der gute Gesamtüberblick sowie die Möglichkeit, Textpassagen zu markieren und Notizen zu machen.
Keine PDF-Version anbietenImmerhin knapp ein Viertel nutzt am liebsten ein PDF zum Herunterladen, besonders bei den Anlageprofis ist diese Version beliebt. Zwar ist das Markieren und Kommentieren aufwendiger. Aber ein PDF ist immer und überall verfügbar, bietet eine Stichwort-Suchfunktion und erscheint in der Regel vor der Druckausgabe.
Schweigen zur StrategieMehr Raum wünschen sich alle Befragten für Informationen über die Unternehmensstrategie sowie Chancen und Risiken.
Üppige Corporate-Governance-BerichteTexte, in denen es um die Werte, Leitsätze und Grundlage der Unternehmensführung geht, stufen die Nutzer als eher unwichtig ein. Quelle: dpa
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