Urlaubszeit Im Sommer brechen die Umsätze ein

Viele Büros und Fabriken sind nur noch spärlich besetzt. Was gut für die Mitarbeiter ist, schadet jedoch oft dem Geschäft. 90 Prozent der Manager befürchten Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Das lässt sich verhindern.

Sonnenaufgang am Mittelmeer Quelle: dpa

Jetzt beginnt für viele die schönste Zeit im Jahr: Die Koffer sind gepackt, das Auto beladen, der Sommerurlaub kann kommen. Diese wohlverdienten Auszeiten haben allerdings Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten der Unternehmen. Laut einer Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Half rechnen 90 Prozent der CFOs in den Sommermonaten mit negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen. 33 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen geht davon aus, dass Aufträge langsamer bearbeitet werden als sonst, weil schlicht ein Teil der Belegschaft fehlt.

Auch die Führungskräfte liegen am Strand, weshalb sich 29 Prozent Sorgen um die Mitarbeiterführung machen. 23 Prozent rechnen außerdem mit Produktionsverlusten. Dass der Urlaub allen Mitarbeitern zusteht und schließlich auch dem Erhalt der Arbeitskraft dient, ist unstrittig.

Tipps für den stressfreien Urlaub

Aber: "Manche Unternehmen können es sich nicht leisten, wichtige Projekte während der Urlaubszeit zu stoppen", wie Sven Hennige, Senior Managing Director Central Europe & The Netherlands bei Robert Half, sagt. Um den Produktivitätsverlust so gering wie möglich zu halten, empfiehlt er deshalb, temporäre Mitarbeiter einzustellen. "Das sorgt für eine geringere Arbeitsbelastung der Daheimgebliebenen und ermöglicht es ihnen, die Produktivität aufrecht zu erhalten, um Projekte rechtzeitig abzuschließen." Das empfiehlt auch Upwork, ein Marktplatz für Online-Arbeit. Eine Studie des Unternehmens hat nämlich ergeben, dass es sonst nicht nur zu Produktionsausfällen kommt, sondern die verbliebenen Kollegen auch noch massig Überstunden aufbauen.

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Etwa acht Überstunden pro Woche fallen demnach an, wenn Mitarbeiter die Urlaubsvertretung für ihre Kollegen übernehmen müssen. Die Hälfte verzichtet sogar auf die Mittagspause, um die Mehrarbeit bewältigen zu können. Die Experten von Robert Half raten deshalb dazu, für eine Vertretung im Team zu sorgen. Eine Lösung wären beispielsweise Zeitarbeitskräfte oder Freelancer. Und bevor ein Mitarbeiter in den Urlaub geht, sollte er alle Deadlines und Termine für diesen Zeitraum klären. Mit einer guten Vorbereitung und klaren Vereinbarungen kann die (zusätzliche) Arbeitsbelastung besser gemeistert werden.

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