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Von Balzac über Mann bis heute Die Top-Ten der Wirtschafts-Literatur – Teil 2

Balzac und Mann Quelle: Marcel Stahn

Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher. Investieren Sie Ihre Zeit in langfristige Werte. Weitere Handreichungen für unternehmerische Menschen.

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6. Honoré de Balzac – Die menschliche Komödie (1842)

Balzacs La Comédie humaine umfasst rund 90 Romane, Geschichten, Erzählungen. Lesen Sie sie. Alle. Es gibt keine bessere Netflix-Serie, schon gar nicht in Buchform. Alles, was die Produzenten von The Wire und The Sopranos, von Fargo und Narcos, von Homeland und Breaking Bad ersonnen haben, findet sich bei Balzac nicht nur vorgebildet, sondern gleichsam ex ante vereint: Was für ein monumentales Sittengemälde der französischen Gesellschaft im frühen 19. Jahrhundert! Was für eine monströse literarische Historienmalerei, voller Themen, Personen und Handlungen, die zeit- und buchübergreifend in Erscheinung treten, voller Köpfe und Karrieren, Begegnungen und Affären, ohne Anfang und ohne Ende, alles mal kunstvoll verdichtet, mal essayistisch reflektiert, mal journalistisch lässig hingeworfen: das ganze Leben und Streben und Sterben des Menschen anhand von 2000 Figuren, grandios verwebt, verzahnt, verästelt und vertändelt: La Comédie humaine.

Aus wirtschaftsliterarischer Sicht besonders interessant ist natürlich die Figur des Baron Frédéric de Nucingen, ein listiger Bankier und Finanzier, bei dem die Fäden der „menschlichen Komödie“ nicht zufällig immer wieder zusammenlaufen: Nucingen hat in 38 Büchern seinen Auftritt und dabei jederzeit verstanden, dass „Geld erst dann eine Macht ist, wenn es in unbegrenzten Mengen vorhanden ist“. Der begnadete Spekulant will natürlich nicht reich werden, sondern reicher, nur darum geht es: „Er beneidete insgeheim die Brüder Rothschild. Er besaß fünf Millionen, er wollte zehn besitzen! Mit zehn Millionen hätte er es verstanden, dreißig zu gewinnen, mit fünf aber würde er es nur auf fünfzehn bringen.“

Nucingen behandelt die Menschen daher wie Schachfiguren und bespielt die reale Wirtschaftswelt wie einen Roulette-Tisch. Er erfindet immer neue Blasen, Luftnummern, Liquidationen, Leerverkäufe: „Der große Mann gedachte, das Geld seiner Gläubiger zu behalten und sie mit künstlich in die Höhe getriebenen Papieren abzufinden. An der Börse wird ein derartiger Einfall natürlich nicht so klar bezeichnet. (Die große Kunst) besteht darin, den großen Kindern für einen Louisdor eine kleine Pastete zu verabreichen…“ Kurzum: Alles, was Sie über Börsenspekulation und Terminhandel, IPOs und Finanzierungsrunden wissen müssen – bei Balzac steht’s geschrieben.

Womit anfangen? Unmöglich zu sagen. Nach den ersten 100 Seiten von „Das Bankhaus Nucingen“, „Verlorene Illusionen“, „Eugénie Grandet“, „Vater Goriot“ oder „Glanz und Elend der Kurtisanen“ wollen Sie in diesem Werk nichts mehr finden, sondern nur noch verloren gehen.

Und stoßen dabei irgendwann auf „César Birotteau“: ein Fabrikant, der die Lehre des Eigennutzes so sehr verinnerlicht hat, dass er die Rechtmäßigkeit seines Wohlstands und den Anstand seiner kaufmännischen Existenz gar nicht mehr hinterfragen kann – obwohl er seine Kundschaft täuscht und mit spekulativen Grundstücksgeschäften in den Ruin treibt. Balzac hatte immer Zweifel, seine Leser ausgerechnet „an der Gestalt eines recht dummen und mittelmäßigen Händlers interessieren zu können“.

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    Und doch gelingt es ihm – auf denkbar raffinierte Weise. Denn Birotteaus Selbst- und Geld-Interesse konvergieren auf Kosten einer redlichen Ich-Ausbildung, aber sie statten ihn doch zugleich mit einem „Selbst-Wert-Gefühl“ aus, das sich eben nicht nur am Besitz seiner Unternehmungen, sondern auch an der Solidität seiner bürgerlichen Existenz bemisst: Sein Selbstverhältnis wächst mit seinem Vermögen; seine Verhaltenssicherheit gewinnt mit der Ausbildung einer zufrieden eingepassten, nun ja: Persönlichkeit. „Auf seinen Lippen spielte das Lächeln des Wohlwollens, das Kaufleute aufsetzen, wenn man ihren Laden betritt“, so Balzac über seinen Birotteau: „Aber dieses kommerzielle Lächeln war das Abbild seiner inneren Zufriedenheit und beschrieb den Zustand seiner sanften Seele.“

    Unternehmer und Manager sind vielleicht nicht so interessant wie Literaten, Maler, Komponisten, Politiker, Bankiers – aber sie sorgen mit ihrer herausragend bürgerlichen Mittelmäßigkeit dafür, dass der Laden läuft.

    7. Émile Zola – Germinal (1885)

    Alle Welt redet heute vom „Ende des fossilen Zeitalters“. Mit Zola kann man an seinen Anfang zurückkehren – und mit dem „Germinal“ gleichsam in die Kohlegruben und Bergwerke von damals kriechen; so naturalistisch und lebensnah bekommt man die unmenschlichen Verhältnisse im Maschinenraum des CO2-basierten Fortschritts nirgends sonst vor Augen geführt. Sicher, da wären noch Victor Hugo, Charles Dickens, nur zum Beispiel. Aber Zola hat den vielleicht schärfsten, bösesten, breitesten Blick auf die Klassenkonflikte der damaligen Zeit. Und natürlich sind die 600 Seiten „Germinal“ deutlich unterhaltsamer als die 800 Seiten Thomas Piketty, die man stattdessen lesen müsste, um dem kapitalistischen Zentralproblem der „Ungleichheit“ auf den Grund zu kommen.

    In der vielleicht schönsten Szene des „Germinal“, der hauptsächlich rund um die Grüfte und Gräber der schuftenden Arbeiterklasse (und sozialistisch gestimmten Agiteure) spielt, wird auf der anderen Seite der binären Klassengesellschaft ein gewisser Grégoire eingeführt, „bekleidet mit einer weiten Barchentjacke, trotz seiner 60 Jahre noch rosig, unter seinem schneeweißen, lockigen Haar ein offenes, ehrliches, gutmütiges Gesicht“. Dieser Grégoire ist ein zufriedener Rentier, Erbe und Anteilseigner des Bergwerkes, der „im atemberaubenden Aufschwung“ der Gründerzeit „von der so zaghaft und ängstlich gemachten Einlage seines Urgroßvaters“ profitiert.

    Natürlich ist Grégoire von „tiefer Dankbarkeit für eine Geldanlage“ erfüllt, „die die Familie seit einem Jahrhundert ohne ihr Zutun ernährte, in ihrem breiten Faulenzerbett wiegte und an ihrer Feinschmeckertafel mästete“, schreibt Zola: Selbst in der Wirtschaftskrise lachte Gregoire immer noch, „bedauerte nichts“, in tiefem Glauben an sichere Rendite und gesegnet mit fast schon religiöser Zuversicht: Der „Kurs würde schon wieder steigen, das war so sicher wie das Amen in der Kirche“.

    Lässt sich das zentrale Forschungsergebnis von Piketty aus dem Jahre 2014 anschaulicher darstellen als in den Worten Zolas aus dem Jahre 1885? In den saturierten Volkswirtschaften des Westens, so Piketty, die seit vier Jahrzehnten dem Schwellenland-Tempo entwachsen sind, steigen die Vermögen schneller als die Arbeitseinkommen – weshalb sich die Wohlstandslücke zwischen Reich und Arm nicht nur vergrößert, sondern unschließbar ist. Mit dem Ergebnis, dass wir es heute mit einer neuen Klassengesellschaft zu tun haben, die in eine (kleine) Besitzklasse der Vermögenden, Rentiers und Erben einerseits und in eine (große) Erwerbsklasse der arbeitenden Leistungserbringer andererseits zerfällt. Manche Dinge ändern sich tatsächlich nicht – finden allenfalls auf einem höheren Niveau statt.

    Sie haben nach dem „Germinal“ noch nicht genug von Zola? Lesen Sie „Das Geld“, den wohl besten Spekulationsroman auf dem Markt: Alles was Sie über das Pro und Contra börsennotierter Zukunftswetten wissen müssen – hier finden Sie es. Der Rest (Sekundenhandel, Kreditderivate etc.) ist Technologie. Vor allem aber: Lernen Sie den Franzosen von einer andere Seite kennen – als klugen Kapitalismuskritiker, der genau weiß, dass nicht „zu viel Geld“ das größte Problem auf dieser Welt ist, sondern immer nur „zu wenig Geld“ – dass die Entwicklung von Wissenschaft und wirtschaftlichem Wachstum sich wechselseitig bedingen und dass ausgerechnet das kalte Kapital der Börsenmakler der „Humus“ ist, „aus dem die Menschheit von morgen hervorsprießt“.

    8. Thomas Mann – Buddenbrooks (1901)

    Fassen wir uns recht kurz an dieser Stelle. Und überlassen Wolfgang Grupp, äh: Johann Buddenbrook das Wort, der seinem Nachfahren Thomas am 2. August 1846 einen Brief schreibt und sich dabei seinerseits auf den Vater und das tradierte Geschäftsverständnis des Familienunternehmens bezieht: „Sey mit Lust bey den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bey Nacht ruhig schlafen können.“ Und weiter: „Diesen Grundsatz gedenke ich heilig zu halten bis an mein Lebensende, obgleich man ja hie und da in Zweifel geraten kann angesichts von Leuten, die ohne solche Prinzipien scheinbar besser fahren… Gottes Segen mit Dir, mein Sohn! Arbeite, bete und spare!“

    Die Buddenbrooks. Die Bibel des Familienunternehmens. Das Hausbuch des Mittelständlers. Die Zentralschrift des ehrbaren Kaufmanns. Etwas aus der Mode gekommen in den vergangenen 40 Jahren, weil die Welt voll ist von den „Strunck & Hagenströms“, die „ohne solche Prinzipien scheinbar besser fahren“. Die keine Firmen mehr langsam aufbauen, sondern flugs gründen wollen. Keine Werte schaffen, sondern schöpfen. Die keine Gewinne mehr erzielen, nurmehr Umsätze maximieren wollen – um ihr Unternehmen nicht etwa zu vererben, sondern möglichst schnell zu verkaufen.

    Aber: Jetzt schlagen die Buddenbrooks zurück – und zwar mit ganz viel „Purpose“! Thomas Mann hätte sich mutmaßlich der Magen herumgedreht, hätte man darüber informiert, dass eine solche Hohlformel neuerdings in der Wirtschaftswelt zirkuliert. Und Thomas Buddenbrook, der natürlich noch wusste, dass „the business of business“ auch eine gewisse gesellschaftliche und politische „busyness“ impliziert, also die allabendliche, zeitaufwändige Sorge um Mitarbeiter, Kunden und das Gemeinwohl? Er würde wohl nur den Kopf schütteln über die Bezos’ und Cooks und Samwers, über ihre hochfliegenden Pläne und Mondfahrtprojekte: „Wußtest Du nicht, dass man auch in einer kleinen Stadt ein großer Mann sein kann? Dass man ein Cäsar sein kann an einem mäßigen Handelsplatz an der Ostsee?“

    Sie wollen sich die Edelpraline der europäischen Wirtschafts-Literatur noch aufsparen? Verständlich. Verzehren Sie meinetwegen vorher Friedrich Wilhelm Hackländers „Handel und Wandel“ (1850) und Gustav Freytags „Soll und Haben“ (1855). Denn wenn Sie die Buddenbrooks einmal gelesen haben, werden Sie für das Fast Food der Kaufmannsliteratur nichts mehr übrig haben.

    9. Robert Walser – Im Büro (1900 - 1932)

    Welcher Büro- und Angestelltenroman? Hmm. Es gibt so viele treffliche Einblicke in die Comptoirs der Geschäftsleute und in die Tristesse des Alltags von Kopisten, in die Mühlen der Bürokratie, in linierte Abläufe der gegebenen Ordnung – und natürlich in die kafkaeske, uniformierte Gehorsamkeit der dienstbar Subalternen. 

    In Georg Weerths „Humoristischen Skizzen aus dem deutschen Handelsleben“ (1848) etwa wundert sich ein Lehrling über die neue Zahlengläubigkeit der Gesellschaft in Person seines Chefs, des Herrn Preiss, der die frühe Lektüre des „Amsterdamer Börsen- und Handelsberichts“ wie eine „Morgenandacht“ zelebriert: „Andere Leute lesen zuerst die Nachrichten; ich lese zuerst die Kurse, in denen Weltgeschichte ausgedrückt wird, in runden Zahlen und Brüchen, deutlich und verständlich für alle.“

    In Zeiten übergriffiger Chefredakteure hat natürlich Herman Melvilles „Bartleby, der Schreiber“ (1853) wieder Konjunktur – man wünscht sich mehr Menschen, die fremde Avancen und eigene Karrerieansprüche mit einem gemütsruhigen „I would prefer not to“ quittieren.

    Seinen Ursprung hat das Genre vermutlich in Nikolai Gogols Novelle „Der Mantel“ (1842), dessen Erwerb das fantastisch ereignislos-selbstzufriedene Beamtenleben von Akakij Akakijewitsch durcheinanderbringt.

    Aber Robert Walser ist vielleicht der größte Stilist unter allen, der feinsinnigste Seismograph des „Bleistiftgebiets“ – keiner kündet mit kühlerer Noblesse von der vielen vertanen Zeit zu fremden Diensten, vom ungelebten Leben der abhängig Beschäftigten: „Ein einziges Mal in seinem stillen, sanften Dulderleben rebellierte er, begehrte er auf und stellte er sich, wie man sagt, auf die Hinterfüße“, heißt es in „Der arme Mann“, und weiter: „Er trat wegen einer erlittenen Ungerechtigkeit, die ihm zu bunt und zu dick war, vor seinen gestrengen und erhabenen Herrn Direktor und forderte seine Entlassung, welche ihm allsogleich gegeben wurde.“

    Die vielen schönen, lakonisch-lapidaren Walser-Epigramme in diesem Sammelbändchen könne ganze Angestellten-Romane ersetzen – auch wenn Sie etwa Martin Kessels „Herrn Brechers Fiasko“ oder Gabriele Tergits „Käsebier“ aus den frühen Dreißigerjahren nicht verpassen sollten, in der die Routinen des Berufslebens und die Sensationen der Journaille, die Ödnis auch des akademischen Berufsalltags und das Rauschen der Großstadt sich einen Trivialitätswettlauf liefern: „Zwei Brüder waren banale Leute, ein Rechtsanwalt und ein Arzt, die reich heirateten, für den Fortschritt waren und nie einen Satz sagten, den nicht auch jeder andere ihrer Generation hätte gesagt haben können.“

    Schnell noch ein, zwei schöne Walser-Sätze? Et voila: „Wer eine Existenz hat, darf sich gemütlich Bockbierabende erlauben… Der gute Monatslohn macht mit Schwung und Selbstbewusstsein Maskenbälle mit… Wem das saure tägliche Brot nur so auf den Monatssalärtisch fällt, der muss sich verpflichtet fühlen, nach und nach zur kontraktlich regelmäßigen Maschine zu werden. Im Ernst: dies ist erste und letzte Aufgabe.“

    10. Kathrin Röggla – wir schlafen nicht (2004)

    Zum Abschluss das definitive Buch des 21. Jahrhunderts, die Königin der Wirtschafts-Literatur unserer Zeit? Noch nicht geschrieben. Krönung vertagt. Oder aber ich hab was verpasst.

    Klar: Dave Eggers’ „Circle“ (2014), eine Dystopie über die entmündigende Macht der Tech-Konzerne, das Ende der Aufklärung – wir alle sind nur noch algorithmisch genasführte Gehorsamszwerge… Aber erstens war darauf Frank Schirrmacher („Ego“) schon ein Jahr zuvor gekommen – und zweitens sind recht frische Sachbücher zum Thema wie die von Joseph Vogl („Kapital und Ressentiment“/2021) oder Philipp Staab („Digitaler Kapitalismus“/2019) halt – frischer.

    Rainald Goetz’ „Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft“ (2012) vielleicht? Vergnügliche vier Stunden über den Typ Middelhoff-Manager. Ein Finanzkrisen-Roman vielleicht über die koksenden, gierigen „Masters of the Universe“? Greifen Sie lieber zum „Wirecard-Skandal“ meiner KollegInnen Melanie Bergermann und Volker ter Haseborg.

    Und greifen Sie unbedingt zu Jonas Lüscher und seinem essayistisch-philosophisch aufs Schönste verunglückten Roman „Kraft“ aus dem Jahr 2017 – vielleicht das bisher Beste, was das 21. Jahrhundert zu bieten hat.



    Und darum geht es: Ein Tübinger Rhetorikprofessor wird zu einem Wettbewerb ins Silicon Valley eingeladen, um in einer Art Ted-Konferenz eine neue Antwort auf das alte Theodizee-Problem zu finden: Leibniz hat im 17. Jahrhundert mit der Theodizee die Vorstellung verbunden, dass die Gerechtigkeit Gottes trotz aller offensichtlichen Übel in der Welt gerechtfertigt werden kann. Im Rückgriff darauf hat Joseph Vogl in „Das Gespenst des Kapitals“ (2010) den schönen Begriff der Oikodizee etabliert – verbunden mit der Vorstellung, dass die Liberalen seit dem 18. Jahrhundert die Gerechtigkeit des Kapitalismus trotz aller offensichtlichen Übel in der Welt quasi naturgesetzlich und heilsökonomisch, also mit Adam Smiths’ „unsichtbarer Hand“ verteidigen.

    Und Jonas Lüschers Richard Kraft? Nun, der erinnert sich im Silicon Valley seiner jungen Tage in der Thatcher- und Reagan-Zeit, also in der Hochzeit der Oikodizee – und ersinnt mit Blick auf den Machbarkeitswahn und den „Solutionismus“ der Tech-Jünger an der Westküste der USA die Vorstellung einer Technodizee der Zukunft: Kraft stellt seinen Aufsatz unter die herrliche  Überschrift: „Optimismus für ein junges Jahrtausend. Weshalb alles, was ist, gut ist, und weshalb wir es dennoch verbessern können.“ Ob ihm das zum Erfolg gereicht? Lesen Sie selbst!

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    Und lesen Sie Kathrin Röggla – und sei es nur, um zu erfahren, warum Sie all' die hier zitierte Wirtschafts-Literatur lesen müssen: Rögglas großes Thema ist die Selbstgefangenschaft (gerade der Wirtschaftselite) in ihrem Jargon, das Optimierungsgeschwätz und Key-Performance-Geschwafel, dass unsere Hirne erweicht, Konferenz für Konferenz, Tag für Tag. Greifen Sie zu „wir schlafen nicht“, um rhetorisch zugerichteten Unternehmensberatern, Account-Managern, Online-Redakteuren zu begegnen, die in verfremdeten Interviews mit entfremdeter Stimme über sich selbst und ihr Tun sprechen – ein Tun, das ihnen fremd bleiben muss, weil sie es sprachlich nicht erfasst bekommen. Und warum nicht? Sie lesen zu wenig!

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