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WOB-Index 32 Unternehmen ohne Frau im Vorstand

Im neuen Ranking über die Zahl der Frauen in Aufsichtsräten stehen Henkel, Deutsche Post und MunichRe am besten da.

In den Aufsichtsräten der Dax-Unternehmen steigt der Frauenanteil langsam, weibliche Vorstände sind weiterhin kaum zu finden. Quelle: Fotolia

Zwar steigt langsam aber sicher die Zahl von Frauen in den Aufsichtsräten - aber in den entscheidenden Ausschüssen sitzen sie dennoch nicht. Zum Beispiel in den wichtigen Nominierungs- und Präsidialausschüssen müssten Frauen ebenfalls vertreten sein.

Insoweit sehen die Zahlen auf dem Papier besser aus, als die Lage tatsächlich ist. In den Vorständen ist die Zahl sogar leicht rückläufig, meldet Fidar, die Organisation für Frauen in den Aufsichtsräten. Sie hat erneut im sogenannten Women-on-Board-Index 100 die Unternehmen nach der Anzahl der Frauen in den Top-Etagen gerankt. Dafür wurden 101 börsennotierte und voll mitbestimmte Unternehmen untersucht, die von der gesetzlich geforderten 30-Prozent-Quote im Aufsichtsrat betroffen sind.

Die beste Figur geben dabei Henkel (43,7 Prozent), die Deutsche Post, Munich Re (beide je 40 Prozent), Hella und Infineon (je 37,5 Prozent) ab (siehe Kurztextgalerie), die schlechteste Fresenius und Porsche. Beide haben keine einzige Frau im Aufsichtsrat.

Women-on-Bord-Index 100: Frauen in den Aufsichtsräten

Bei den Vorständen sieht es für Frauen immer noch schlecht aus: Unter den untersuchten Unternehmen sind gar 32 frauenfreie Vorstände.

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Auch für die Zukunft sieht es trübe aus: Nur ein Prozent der - börsennotierten und voll mitbestimmten - Unternehmen legen sich fest und vermelden eine eigene Zielgröße, welchen Frauenanteil sie im eigenen Vorstand erreichen wollen. Für die Aufsichtsräte sieht es besser aus: Da haben sich 60 Prozent der Unternehmen auf Zielgrößen festgelegt, an denen sie sich messen lassen wollen.

Zumindest habe die Debatte über das Gesetz und der öffentliche Druck bewirkt, dass die Unternehmen sich um das Thema Frauen in Führungsetagen kümmern, so Bundesministerin Manuela Schwesig.

Wenn die Unternehmen ab 2016 bei Neubesetzungen im Aufsichtsrat 30 Prozent erreichen sollen, müssen sie Gas geben: Derzeit liegt der Schnitt bei 22 Prozent.

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