WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Motivation Entdecken Sie den Spaß an der Arbeit

Der Feierabend erscheint vielen von uns als der beste Teil des Tages. Für den Job muss man sich motivieren. Wer jedoch clever ist, macht die Arbeit zum Genuss.

Echte Begeisterung ist immer besser als Selbstmotivation. Quelle: Fotolia

Es gibt einen sehr verräterischen Begriff, der unsere Haltung gegenüber der Arbeit entlarvt: Work-Life-Balance. Damit wird eine Zweiteilung unserer Existenz suggeriert. Scheinbar besitzen wir nur außerhalb der Arbeit ein Leben. Diese Überzeugung erfordert ständige Selbstmotivierung für den Job und erscheint den meisten so selbstverständlich, dass kaum jemand sie in Frage stellt.

Arbeit macht glücklicher als Freizeit

Tatsächlich besitzt die Arbeit ein größeres Glückspotenzial als die Freizeit. Es wird nur zu wenig genutzt. Arbeit kann glücklich machen, weil sie:

  • Aktivität erfordert und das Gehirn beschäftigt hält
  • den Tag strukturiert
  • Lernmöglichkeiten bereitstellt
  • für Herausforderungen und Erfolgserlebnisse sorgt
  • Sinn schafft
  • bereichernde Kontakte bietet

Arbeit hat das Potenzial, unsere Bedürfnisse auf sämtlichen Ebenen zu befriedigen: physisch, emotional/sozial, mental und spirituell. Wir müssen nur wissen, wie wir dieses Potenzial ausschöpfen können.

Zur Person

Motivation bedeutet „ich will etwas tun“. Wo uns die Motivation zur Arbeit fehlt, da wird dann eben die Selbstmotivierung erforderlich. Das bedeutet, dass wir unseren inneren Widerstand brechen und die Unlustgefühle niederringen müssen, um das zu tun, was uns notwendig und vernünftig erscheint. Es ist eine Art von Selbstvergewaltigung, die da stattfindet. So etwas macht keine Freude und man handelt sich damit handfeste Probleme ein.
Denn wenn wir uns zur Arbeit zwingen, geht das nicht ohne hohen Energieaufwand. Es wird Glukose verbraucht, genau wie bei der Anspannung eines Muskels. Die Kraft, die uns durch die Selbstmotivierung verloren geht, kann der Arbeit nicht zugutekommen. Selbstmotivierung ist also alles andere als leistungsfördernd.

Echte Arbeitsfreude statt mantraartiger Selbstmotivation - so geht's

Außerdem bekommt man schlechte Laune, wenn man dauernd mit Dingen beschäftigt ist, zu denen man keine Neigung verspürt. Schlechte Laune schwächt das Immunsystem. Obendrein macht Übellaunigkeit grantig. Man verhält sich anderen gegenüber weniger freundlich und entgegenkommend, was leicht zu Konflikten führt.

Das Glück hat stets die Qualität des Trotzdem. Das gilt auch für die Arbeit. Die Kunst besteht darin, an einem gewöhnlichen Arbeitstag viele glückliche Momente zu erleben, obwohl manches dagegenspricht. Wer clever ist, nutzt deshalb bewusst das Glückspotenzial der Arbeit. Arbeitsfreude macht uns leistungsfähiger, gesünder und netter. Gleichzeitig fühlen wir uns rundum besser. Freude bedeutet: „Ich genieße, was ich tue.“ Das hat eine völlig andere Qualität als Motivation.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%