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Netzwerke Deutsche verschwenden Zeit

Fachkräfte investieren täglich mehr als eine halbe Stunde für ihr berufliches Fortkommen. Weniger täte es auch, behauptet das Business-Netzwerk LinkedIn.

Das Business-Netzwerk LinkedIn hat nach eigenen Angaben weltweit 161 Millionen Mitglieder. Quelle: REUTERS

Die Deutschen verwenden tendenziell zu viel Zeit auf die Planung ihres beruflichen Fortkommens. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori im Auftrag des OnlineNetzwerks LinkedIn unter weltweit mehr als 3.200 Fach- und Führungskräften, 400 davon in Deutschland. 69 Prozent der befragten deutschen Fach- und Führungskräfte glauben, sie müssten zwischen einer halben und einer ganzen Stunde täglich investieren.

Dieser Aufwand sei deutlich übertreiben, wie LinkedIn anhand seiner Erfahrungen mit den 161 Millionen Mitgliedern des Businessnetzwerks wissen will. Weniger als neun Minuten im täglichen Durchschnitt seien in den meisten Berufen nötig, um sich fortzubilden, Wissen einzusetzen und ein Netzwerk aufzubauen, und dadurch voranzukommen. Dank digitaler Hilfsmittel sei dies heute einfacher und weniger zeitaufwendig als im vordigitalen Zeitalter.

Deutscher Sonderweg

Die Deutschen sind, so zeigt die Studie, außergewöhnlich, was ihre Arbeitseinstellung angeht. Interessen und möchten sich in ihrem Beruf selbst verwirklichen. "Es geht ihnen nicht darum eine Karriere um ihrer selbst willen voranzutreiben, sondern vielmehr darum, die eigenen Interessen und Vorlieben in jedem Lebensbereich zu verfolgen“, sagt Alexander Zipp, LinkedIn Marketing Manager für die deutschsprachigen Länder.

So vernetzen Sie sich richtig
Spielfiguren sind durch bunte Fäden zu einem Netz verbunden Quelle: Fotolia
Eine Frau betreibt über ihren Laptop eine Recherche Quelle: Fotolia
Dartpfeil steckt in einer Dartscheibe Quelle: Fotolia
zwei Aufzüge Quelle: Fotolia
Zwei Personen stehen sich an einem Tisch gegenüber Quelle: Fotolia
Eine Frau hält die Hand ans Ohr Quelle: Fotolia
Zwei Frauen lassen sich rückwärts in die Arme von einem Partner fallen Quelle: Fotolia

Die deutschen Arbeitnehmer haben eine genaue Vorstellung davon, wie sie ihr Berufsleben selbst gestalten: Sie wollen Aufgaben möglichst effektiv erledigen (76 Prozent) und sich Expertenwissen aneignen (45 Prozent). Kontaktpflege hingegen belegt nur den dritten („Persönliche Netzwerke mit Kollegen“ 31 Prozent) beziehungsweise vierten Platz („Netzwerke mit fremden Personen aus derselben Branche“ 25 Prozent) bei den Prioritäten.

In Arbeit
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Nach Meinung der Befragten ist ein gutes Netzwerk nicht in allen Berufen gleich bedeutsam. Die Befragten glauben, dass vor allem Angestellte in Marketing und PR (29 Prozent), in der Politik (26 Prozent) und in Banken und an der Börse (17 Prozent) von einem guten Netzwerk profitieren. Die Untersuchung belegt darüber hinaus deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Exakt die Hälfte aller Befragten denkt, Männer bringen mehr Zeit für die Förderung des Werdegangs auf. Lediglich 20 Prozent glauben, Frauen verbrächten mehr zeit damit und 30 Prozent sehen keinen Geschlechterunterschied beim Netzwerken.

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