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Paul McCartney wird 70 Der Mann der vergoldeten Töne

Paul McCartney ist eine Ikone der Pop-Musik. Gemeinsam mit John Lennon machte er die Beatles zur erfolgreichsten Band aller Zeiten. Doch McCartney ist nicht nur Vollblutmusiker - er ist auch Multimillionär.

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Ex-Beatle, Multimillionär und Vollblutmusiker: Sir Paul McCartney wird 70 Jahre alt. Quelle: Reuters

Sir Paul McCartney wird 70 Jahre alt. Der Bassist galt gemeinsam mit John Lennon als der Vordenker der Beatles. Die Fab Four waren eine Goldader - musikalisch wie finanziell. Nach deren Ende emanzipierte sich McCartney von der erfolgreichsten Musikformation aller Zeiten und landete solo einige Erfolge. Heute gehört der Goldjunge des britischen Pop zu den reichsten Menschen des Inselreichs.

Die Beschreibungen des Musik-Multimillionärs sind zahlreich: Mädchenschwarm und Partyhengst, Vegetarier und Drogenkonsument, Familienvater und Buchautor, Tierschützer und Ritter Ihrer Majestät. 70 Jahre Paul McCartney zeigen ein abwechslungsreiches Leben voller Musik und vor allem großen Erfolg und zahlreicher Superlative: Eine der meistverkauften Songs der Welt („Yesterday“), die bekannteste Band der Welt und die wohl teuerste Scheidung Großbritanniens (von Heather Mills).

Die goldene Ära der Beatles

Alles begann am 6. Juli 1957 in Liverpool. Damals traf Paul McCartney einen gewissen John Lennon. Als sich die beiden Jungs unterhielten, kamen sie auf die Musik zu sprechen. McCartney stieg bei Lennons Schülerband „The Quarry Men“ ein. „Er sah aus wie Elvis, ich mochte ihn“, sagte John Lennon einmal rückblickend. Beide hatten früh ihre Mütter verloren - das verband.

Lennon und McCartney blieben bis 1970 ein kongeniales Komponisten- und Songwriter-Duo. Gemeinsam mit George Harrison und Ringo Starr produzierten die Beatles Superhits am Fließband und prägten eine ganze Generation Die Beatles waren die Formation ihrer Zeit und die Liste ihrer Rekorde ist endlos.

Ohrwürmer forever: Paul McCartneys große Hits

Nach Angaben ihrer Plattenfirma EMI sollen sie eine Milliarde Platten verkauft haben. McCartneys Stück „Yesterday“ - mit dessen Melodie er angeblich eines Tages aufwachte - ist bis heute einer der populärsten Hits aller Zeiten.

Doch die Rivalität unter den Fab Four war groß. Über die Geschäfte, in die sich zunehmend Lennons Ehefrau Yoko Ono einmischte, gerieten sie in Streit - und lösten sich 1970 auf. „Es war grundsätzlich eine geschäftliche Angelegenheit“, sagte McCartney später. „Es war sehr schmerzhaft.“

Erfolg und Misserfolg nach den Beatles

Die Beatles bei einer Pressekonferenz im Februar 1964: George Harrison, Paul McCartney, John Lennon und Ringo Starr. Quelle: REUTERS

Als es mit den Fab Four vorbei war, startete der ehrgeizige und arbeitswütige McCartney umgehend seine Solo-Karriere: Von den Fans vergöttert, von der Kritik verrissen.

Zunächst blieb der große Erfolg aber aus: Für den erfolgsverwöhnten McCartney begann eine schwierige Zeit. Viel Whisky, viele Drogen und noch mehr Depressionen gefährdeten seinen musikalischen Erfolg. „Ich war oft zu betrunken, um Songs zu schreiben“, gab McCartney erst jüngst zu. Dieser Zeit in Schottland widmete er 1977 die Ode „Mull of Kintyre“ - der Name der Halbinsel, auf die er sich damals zurückgezogen hatte.

Dafür gab es zeitgleich den privaten Jackpot: Der Ex-Beatle hatte inzwischen in der New Yorker Fotografin Linda Eastman die Liebe seines Lebens gefunden und sie geheiratet. Mit ihr hat er die Kinder James, Mary und Stella, die es heute als Modedesignerin selbst zu internationalem Ruhm geschafft hat. Seine Frau brachte ihn schließlich wieder zur Musik zurück – und damit auch ins Geschäft.

Doppelt so viel wie das Vermögen der Queen

Inzwischen von der Queen zum Ritter geschlagen, heiratete er 2002 das Model Heather Mills - und begann wenige Jahre später einen Rosenkrieg mit ihr. McCartney musste ihr umgerechnet 32 Millionen Euro Abfindung zahlen. Diese gilt als eine der höchsten Abfindungen, die jemals für eine Scheidung in Großbritannien gezahlt wurde.

Aber auch das hat dem Reichtum des musikalischen Goldjungen keinen Abriss getan: Die Reichen-Liste der „Sunday Times“ gab sein Vermögen und das seiner im vergangenen Jahr geehelichten dritten Gattin und Geschäftsfrau Nancy Shevell mit 665 Millionen Pfund an.

Erfolg



Das ist in etwa drei Mal soviel wie bei seinen Musikkollegen Elton John und Mick Jagger. Oder mehr als doppelt soviel wie das Vermögen der Queen. Und die Kasse klingelt auch mit 70 unaufhörlich weiter - Paul ist gefragt wie eh und eh. Er trat sowohl beim Thronjubiläum der Queen auf und wird bei der Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele in London am 27. Juli den Schlussakkord setzen. „Ich bin so gut wie ehe und je“, sagte Sir Paul vor kurzem in der australischen Talkshow „Sunday Night“. Ans Aufhören denkt er nicht im Traum. „Ich liebe es so sehr.

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