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Ranking Vorsprung durch Image bei den beliebtesten Arbeitgebern 2008

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Ein weiterer Erfolgsfaktor der Buchprüfer: Sie bieten Sicherheit. Auch dieses Thema ist dem Nachwuchs wichtiger als früher. Drei von vier Jungmanagern haben Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, so die PwC-Studie. Seit Jahren aber fallen die Beratungen positiv durch hohe Weiterbildungsetats und Einstellungen auf. PwC etwa sucht selbst dieses und nächstes Jahr jeweils 1500 Leute; Ernst & Young ähnlich viele; KPMG rund 1000 und Deloitte jeweils rund 700.

Hinzu kommt die internationale Perspektive: Mehr als 25 Prozent der Nachwuchsmanager planen eine Karriere außerhalb Deutschlands. Unternehmen wie Ernst & Young locken mit gezielten Auslandseinsätzen: Drei bis zwölf Monate können Mitarbeiter in eins der zahlreichen Auslandsbüros wechseln.

Für herausragende Absolventen bieten sich nahezu perfekte Bedingungen. Die Anzahl offener Stellen steigt seit dem Jahr 2003 mit einer Ausnahme im Jahr 2004 kontinuierlich an. Der Stellenindex der Zeitarbeitsfirma Adecco listet im ersten Quartal dieses Jahres rund 65.000 Stellen für Akademiker — mehr als doppelt so viele wie 2003. Gesucht werden Betriebswirte (für Finanzen und Vertrieb), Informatiker (für Softwareentwicklung und IT-Organisation) sowie Ingenieure aller Art (für Konstruktion, Produktion und technischen Service).

Das Image seines Arbeitgebers im Ausland war auch Dennis Kappei wichtig. Der 25-Jährige studierte zwei Jahre Biochemie in Leipzig und wechselte anschließend an die École Normale Supérieure in Paris, um weitere zwei Jahre den Schwerpunkt auf Molekularbiologie und Genetik zu setzen. Nach dem Abschluss bekam er ein nahezu unschlagbares Angebot aus den USA. An der renommierten Rockefeller University in New York hätte er promovieren können. Doch Kappei lehnte ab.

Stattdessen bekam das Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik (MPI) in Dresden seinen Zuschlag: Zum einen dauere die Promotion beim MPI in der Regel nur drei Jahre und zehn Monate. „In den USA hätte ich dafür länger gebraucht“, sagt Kappei. Zum anderen konnte er mit seinem favorisierten Forschungsthema „sofort loslegen“. In New York hätte er Rotationen durch verschiedene Labore machen müssen und frühestens im zweiten Jahr mit seinem Promotionsthema beginnen können.

Manchmal zeigen sich die Deutschen eben doch pragmatischer.

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