WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Superreiche Bill Gates könnte bald wieder der Reichste sein

Bald könnte es an der Spitze der Rangliste der reichsten Menschen der Welt einen Wechsel geben. Der Grund: Der 73-jährige Mexikaner Carlos Slim hat in einer Woche fünf Milliarden Euro verloren.

Saudischer Prinz verklagt "Forbes"
Prinz Walid bin Talal von Saudi Arabien, Milliardär und Mitglied der saudischen Herrscherfamilie, ist pikiert, weil er auf der "Forbes"-Liste der Superreichen nur auf Platz 26 gelandet ist. Sein Vermögen sei von dem US-Wirtschaftsmagazin zu niedrig bewertet worden, empörte sich der Prinz. "Forbes" hatte sein Vermögen mit 20 Milliarden US-Dollar angegeben. Jetzt hat die Geschichte ein juristisches Nachspiel: bin Talal klagt laut der Zeitung "Guardian" vor einem Londoner Gericht gegen "Forbes" wegen "Geringschätzung". Sein Vermögen sei fast zehn Milliarden US-Dollar größer, beharrt der Prinz. Er hält die Unterbewertung demnach für Absicht und wirft dem Magazin eine grundsätzliche Parteilichkeit gegen saudi-arabische Geschäftsleute vor. Prinz Walid bin Talal hat über seine Firma Kingdom Holding Unternehmensbeteiligungen in aller Welt. Er schwelgt gerne in Luxus und hat sich erst kürzlich einen nach seinem Geschmack ausgestatteten Airbus A380 als Privatflugzeug gekauft. Quelle: dpa
Platz 18Der Unternehmer Karl Albrecht gründete mit seinem Bruder Theo des Aldi-Handelsimperium. Der 93-Jährige hat laut Forbes ein Vermögen in Höhe von 26 Milliarden Dollar. Er ist der einzige Deutsche unter der Top-20-Reichsten der Welt. Quelle: dpa
Platz 10Luxusartikel ist das Metier von Bernard Arnault, dem Chef des Konzerns LVMH, Moet Hennessy Louis Vuitton. Damit häuft er mittlerweile ein Vermögen in Höhe von 29 Milliarden US-Dollar an. Als die französische Regierung 2012 die Reichensteuer einführte, setzte sich Arnault nach Belgien ab - und beantragte dort die Staatsbürgerschaft. Quelle: dapd
Platz 9Sie ist die einzige Frau unter den zehn reichsten Menschen der Welt. Liliane Bettencourt verdiente mit ihrem L'Oreal -Imperium bis heute 30 Milliarden US-Dollar. Quelle: AP
Platz 8Er ist Asiens reichster Mann. Li Ka-Shing aus Hong Kong verdiente mit seinem Investment-Imperium Cheung Kong, Hutchison Whampoa and Husky Energy im vergangenen Jahr zusätzliche 5,5 Billionen US-Dollar. Mittlerweile gehören im 31 Milliarden US-Dollar. Quelle: REUTERS
Platz 7 und 6Die Brüder Koch belegen den 7. und 6. Platz der Forbes Reichen-Liste. Der 72-jährige David (im Bild) verdiente im vergangenem Jahr 34 Milliarden US-Dollar. Er und sein 77-jährigen Bruder Charles (34 Milliarden US-Dollar Vermögen) führen den Mischkonzern Koch Industries an, der in den Bereichen Rohstoffe (Erdöl und Erdgas) und Nahrungsmittel aktiv ist. David setzte sich während des US-Wahlkampfes für die Abwahl des amtierenden US-Präsidenten Barack Obama ein. Quelle: REUTERS
Platz 5Der Oracle Chef, Larry Ellison, kaufte im vergangenen Jahr 98 Prozent der Hawaii-Insel Lanai - inklusive zwei Hotelressorts und einem Hausbauprojekt. Immobilien waren Ellisons Lieblingsobjekt im Jahr 2012. Der Return kann sich sehen lassen - mittlerweile ist er der drittreichste Mann der Vereinigten Staaten. Ellison hält ein Vermögen in Höhe von 43 Milliarden US-Dollar. Quelle: AP/dpa

Microsoft-Gründer Bill Gates steht kurz davor, sich nach mehreren Jahren den Titel des reichsten Menschen der Welt zurückzuholen. Der derzeitige Spitzenreiter, der mexikanische Unternehmer Carlos Slim, verlor zuletzt schnell an Gewicht, weil der Aktienkurs seiner Telekom-Firma América Móvil absackte. In Mexiko ist ein neues Wettbewerbsgesetz in Arbeit, das zur Zerschlagung von Slims Imperium führen könnte. Nach Berechnungen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg von Freitag trennen die beiden Multimilliardäre „nur noch“ 184 Millionen Dollar. Das geschätzte Vermögen des 73-jährigen Slim sei allein in dieser Woche um rund fünf Milliarden Dollar geschmolzen.

Noch in der vor zehn Tagen veröffentlichten Rangliste des Magazins „Forbes“ lag Slim mit 73 Milliarden Dollar klar vor Gates mit 67 Milliarden. Seit „Forbes“ vor einem Monat die Momentaufnahme für seine Rangliste gemacht hatte, verlor die Aktie mehr als 15 Prozent ihres Werts. Das neue Antimonopol-Gesetz, das in den kommenden Wochen verabschiedet werden soll, könnte América Móvil direkt treffen: Der Konzern hat im Mobilfunk-Geschäft einen Marktanteil von 70 Prozent und sogar 80 Prozent bei Festnetz-Leitungen. Das Unternehmen ist aber auch in anderen Ländern Lateinamerikas stark und hat insgesamt gut 260 Millionen Kunden.

Jetzt liegen Slim und Gates laut Bloomberg und „Forbes“ bei etwas über 67 Milliarden Dollar. Dabei sieht das Magazin zwar anders als Bloomberg noch einen etwas größeren Abstand von 500 Millionen. Er könnte jedoch schnell aufgezehrt sein, wenn die Kursverluste in diesem Tempo weitergehen. Gates (57) hatte den Spitzenplatz in der Milliardärs-Rangliste von „Forbes“ 2010 auch als Folge seiner Wohltätigkeits-Aktivitäten eingebüßt.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%