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Amerikaner bunkern Scheine und Münzen Bargeld ist noch lange kein Auslaufmodell

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Dollar-Scheine sind der Liebling der Kriminellen

Zunächst – auch wenn illegale Transaktionen mit virtuellen Währungen wie Bitcoin einiges an medialen Staub aufwirbeln – bleibt der wahre Freund des Kriminellen der Greenback. Eine einfache Aktentasche fasst locker Hundert-Dollar-Scheine im Wert von einer Million Dollar.

Ironischerweise unternimmt die US-Bundesdruckerei große Anstrengungen, um Fälschern immer eine Nasenlänge voraus zu sein; Hundert-Dollar-Scheine etwa stattet sie mit immer raffinierteren Sicherheitsmerkmalen aus. So können Drogenbosse sicher sein, dass ihr Geld reiner ist als das Heroin, das sie verkaufen.

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Auch im Ausland sind hohe Dollar-Summen im Umlauf. Neben dollarisierten Volkswirtschaften wie Argentinien, Kuba, Panama oder El Salvador, wo der US-Dollar (teils als offizielle) Zweitwährung fungiert, nutzen die Menschen in Ländern wie dem Irak, Libanon, Bermuda und Zimbabwe den Dollar als Handelswährung, weil die dortigen Regierungen die eigene Währung zerstört haben. Laut einer Fed-Studie von 2012 über Dollar-Bestände im Ausland steigt die Nachfrage nach US-Dollar bei Finanzmarktturbulenzen stets stark.

Unruhen auf den Märkten nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 führten in ganz Osteuropa zu einer Flucht in den US-Dollar, die erst nach der Jahrtausendwende abebbte. Nach der Finanzkrise von 2008 war der Greenback vor allem in den Schwellenländern die Fluchtwährung Nummer eins.

Ein Großteil des Bargelds aber hat die USA nie verlassen. Er kommt zwar nicht für kriminelle Zwecke zum Einsatz, fließt aber an den Steuerbehörden vorbei: Die US-Schattenwirtschaft wird in einer Studie des Urban Institute von 2011 auf bis zu zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts geschätzt. Sie dürfte stark gewachsen sein: Erstens sind die Erwerbsunfähigkeitsrenten von Menschen unter 60 stark gestiegen; es ist nicht anzunehmen, dass alle US-Früh- und Teilzeitrentner gar nicht mehr arbeiten, nur werden sie es wahrscheinlich schwarz tun, sonst gefährdeten sie ihre Rentenzahlungen.

Dasselbe gilt für die stark gestiegene Zahl der Sozialhilfeempfänger. Von Sozialhilfe allein kann in den USA, zumindest in Großstädten, kaum jemand leben. Eine Unterstellung, gewiss.

Gesichert jedenfalls ist eine Erkenntnis: Ein Auslaufmodell ist Bargeld noch lange nicht, es wird uns noch einige Zeit begleiten. Es sei denn, die Politik versucht, es zu verbieten.

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