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Angelina Jolie "Ich werde immer politischer"

Angelina Jolie spricht im Interview über ihren Einsatz für Flüchtlinge, das Leben zwischen Krisengebieten und Hollywood und die Auswirkungen auf ihre Arbeit als Regisseurin.

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Angelina Jolie bei Regiearbeiten zu ihrem Film Unbroken Quelle: dpa

WirtschaftsWoche: Frau Jolie, Sie haben einen Oscar gewonnen, helfen als Sondergesandte des UNO-Flüchtlingskommissars Bedürftigen und machen sich zudem als Regisseurin einen Namen, aber viele Menschen verbinden mit Ihnen nur den Namen „Brangelina“...

Angelina Jolie: Was eine Obsession ist, die ich nicht nachvollziehen kann. Ich halte mich nicht für so interessant. Abgesehen davon mag ich diesen Namen auch nicht. Ich gebe zu, dass ich kein gewöhnliches Leben führe, aber ich bin dennoch eine ganz normale Person.

Sie sprachen davon, dass Sie die Schauspielerei an den Nagel hängen würden. Versuchen Sie dieser Welt von Show und Schein zu entkommen?

Ich werde nicht ganz damit aufhören, aber es zurückschrauben. Seit sechs Jahren entwickle ich ein Projekt, das sich mit Cleopatra auseinandersetzt. Das zum Beispiel würde ich sehr gerne noch als Schauspielerin durchziehen. Aber meine Liebe gehört der Regie – sie bereitet mir viel größere Befriedigung als die Schauspielerei. Und diese Karriere möchte ich fortsetzen.

Zur Person

Gerüchte besagen, Sie liebäugelten mit einer politischen Laufbahn.

Die treffen nicht zu. Genauer gesagt, ich suche nicht aktiv nach einem politischen Amt. Andererseits – vor fünf Jahren wusste ich nicht, dass ich je Regie führen würde. Als ich zur UN kam, hatte ich keine weitreichenden Pläne. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich 2014 mit dem früheren britischen Außenminister ein Protokoll zur strafrechtlichen Verfolgung von sexueller Gewalt in Krisengebieten aufsetzen würde. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich kann nicht beurteilen, wie sich mein Leben weiterentwickeln wird. Ich bleibe jedenfalls offen. Und wie jeder Mensch werde ich mit zunehmendem Alter politischer, weil ich mehr von der Welt weiß. Und wenn ich eine Chance sehe, bestimmte Ziele auf politischem Weg zu erreichen, dann würde ich sie nicht ungenutzt lassen. Aber ich bewerbe mich bis auf Weiteres nicht für politische Ämter.

Die erfolgreichsten Filme 2014
Platz 10: "22 Jump Street"Die 80er-Jahre-Fernsehserie "21 Jump Street" wurde verfilmt und startete am 31. Juli 2014 in den deutschen Kinos. Channing Tatum (im Bild) und Jonah Hill spielten die Hauptrollen der beiden Polizisten Schmidt und Jenko, die undercover einem Drogendealer auf die Schliche kommen sollen. 1,5 Millionen Besucher wollten die Neuauflage sehen. Das Ranking beruht auf den vom Verband der Filmverleiher erhobenen Besucherzahlen zu erstaufgeführten Filmen in rund 1600 Spielstätten in Deutschland von 1. Januar bis 19. November 2014 Quelle: REUTERS
Platz 9: "Lucy"Scarlett Johansson und Morgan Freeman lockten mit dem französischen Action-Streifen "Lucy" 1,6 Millionen Besucher in die Kinosäle. Johansson spielt die Studentin Lucy, die von ihrem Freund gebeten wird, einen mysteriösen Koffer zu übergeben - doch der Deal geht schief, Lucy wird gefangen genommen. Nun soll sie eine neue Droge nach Europa schmuggeln, die gegen ihren Willen in ihren Bauch implantiert wird. Doch Lucy wird zusammengeschlagen,wodurch die Superdroge freigesetzt und die junge Frau nach und nach in eine übermenschliche Kämpferin verwandelt, die es mit ihren Peinigern aufnimmt. In Deutschland startete der Film von Regisseur Luc Besson am 14. August. Quelle: AP
Platz 8: "Bad Neighbors"1,7 Millionen Besucher wollten sehen, wie der spießige Familienvater Seth Rogen (im Bild) und seine Film-Frau Rose Byrne sich mit einer partywütigen, dauersaufenden Studentenverbindung als neue Nachbarn herumschlagen. Die Slapstick-Komödie des Regisseurs Nicholas Stoller ging am 8. Mai an den Start. Quelle: dpa
Platz 7: "Rio 2"Die Fortsetzung des Animationsfilms "Rio" wollten 2014 1,75 Millionen Besucher sehen. Die Aras Blu und Jewel, die sich im ersten Teil verliebt haben, leben nun mit ihrem Nachwuchs in Rio de Janeiro - auch Brasilien und die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 spielen eine Rolle. Am 3. April startete der Familienfilm in den deutschen Lichtspielhäusern. Quelle: Screenshot
Platz 6: "Guardians of the Galaxy"Zoe Saldana, der animierte Waschbär Rocket Racoon, Chris Pratt, der animierte Charakter Groot und Dave Bautista in einer Szene von "Guardians of the Galaxy." Das Science-Fiction-Epos ist eine Verfilmung des gleichnamigen Marvel-Comics. James Gunn führte Regie, der Film startete am 28. August in Deutschland. Quelle: AP
Platz 5: "Vaterfreuden"Die romantische Komödie von und mit Matthias Schweighöfer basiert auf dem Buch "Frettsack" von Murmel Clausen. 2,3 Millionen Besucher wollten sehen, wie Schweighöfer den Single Felix spielt, der von einem bissigen Frettchen entmannt wird und trotzdem noch die große Liebe findet. Quelle: Screenshot
Platz 4: "The Wolf of Wall Street"Leonardo DiCaprio lockte als geldgieriger, skrupelloser Börsenhai Jordan Belfort 2,4 Millionen Besucher in die Kinos. Der Streifen von Martin Scorcese lief in Deutschland am 16. Januar 2014 an. Quelle: AP

Stattdessen dürfen Sie sich mit der Politik Hollywoods auseinandersetzen, das weiterhin von Männern dominiert wird – vor allem in der Regie. Wie können Sie sich hier behaupten?

Ich war selbst ein wenig erstaunt, als ich herausfand, wie wenige Regisseurinnen es gibt. Aber die Zahl wird wachsen, denn es ist jetzt an der Zeit, dass mehr und mehr Frauen die Chance bekommen, ihre Arbeit zu zeigen. Als ich mit der Regie anfing, war ich mir auch nicht bewusst, dass eine „Regisseurin“ immer noch etwas Besonderes ist. Ich gehe an meinen Job nicht mit einer weiblichen Perspektive heran.

"Niemand sollte sich aus Schuldgefühl für Menschen einsetzen"

Sie suchen sich sperrige Themen aus – „Unbroken“ ist die Überlebensgeschichte des amerikanischen Soldaten Louis Zamperini, der im japanischen Gefangenenlager gefoltert wurde. Zuvor drehten sie ein blutiges Drama im jugoslawischen Bürgerkrieg, das kommerziell nicht reüssieren konnte.

Mein primäres Ziel ist nicht der kommerzielle Erfolg – auch wenn das meine Geldgeber gerne anders sehen würden. Aber ich will, dass ein Film für das Publikum zugänglich ist. Ein 15-Jähriger, der sich „Unbroken“ ansieht, braucht unterhaltsame Elemente, die die schwierigeren Teile des Films für ihn verdaulich machen. Ich wollte diese Geschichte verfilmen, weil ich in den Fußstapfen dieses außergewöhnlichen Mannes gehen wollte. Wobei ich nie gedacht hatte, dass man mir ein Projekt dieser Größenordnung anvertraut. Und mein Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“ entstand aus Zufall. Ich habe nach meinen Reisen durch die Krisengebiete der Welt für mich selber eine Geschichte über das Thema geschrieben, wie der Krieg zwischenmenschliche Beziehungen verdreht und entstellt. Wenn Brad sie nicht gelesen und vorgeschlagen hätte, dass ich sie verfilmen sollte, wäre ich wohl nie Regisseurin geworden.

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Auch mit „Unbroken“ erzählen Sie eine Kriegsgeschichte. Kommt die Affinität zu solchen Themen von Ihren Erfahrungen als UN-Botschafterin?

Die haben sicher damit zu tun. Ich bin seit rund 15 Jahren unterwegs und den unterschiedlichsten Menschen begegnet – Kriegsopfern, Flüchtlingen, die 15, 20 Jahre in Camps leben –, auch in Gebieten, wo sich die internationale Gemeinschaft nicht einschaltet. Und mit meinen Filmen versuche ich die Zuschauer auch für diese Themen zu sensibilisieren. „Unbroken“ dreht sich um die Wichtigkeit des Verzeihens. Louis Zamperini kehrte nach dem Krieg zurück und schüttelte seinen Gefängniswärtern die Hände, er besuchte Opfer von Hiroshima, er fühlte sich mit den Japanern verbunden. Er wusste, dass auf beiden Seiten Zivilisten starben. Deshalb zeige ich im Film auch die Bombardierung Tokios.

Wie kam es dazu, dass Sie sich auf dieses Thema einließen?

2001 drehte ich in England und verfolgte den Bürgerkrieg in Sierra Leone in den Fernsehnachrichten. Nach meiner Rückkehr in die USA konnte ich jedoch nur noch wenige Informationen dazu finden, also kontaktierte ich das UN-Flüchtlingshilfswerk und fragte, ob ich nicht dorthin reisen und ihren Mitarbeitern über die Schulter schauen konnte. Und die Eindrücke dort veränderten mein Leben. Ich sah ein Flüchtlingscamp mit 500.000 Bewohnern, ich sah Menschen, denen man die Gliedmaßen abgehackt hatte, Menschen, die weinten, weil sie kein Essen für ihre Kinder hatten. Als ich zurückkam, wusste ich, dass ich mit meinem bisherigen Leben nicht mehr so weitermachen konnte. Im Vergleich dazu waren meine eigenen Sorgen so lächerlich.

Diese Länder beherbergen die meisten Flüchtlinge
Platz 10: IrakFlüchtlinge: 246.300 Teil der Gesamtbevölkerung: 0,85  Prozent*   *Der Flüchtlingsanteil an der Gesamtbevölkerung in diesem und den folgenden Bildern entstammt eigenen Berechnungen. Quelle: AP
Platz 9: USAFlüchtlinge: 263.600 Teil der Gesamtbevölkerung: 0,0008  Prozent Quelle: dpa
Platz 8: ChinaFlüchtlinge: 301.000 Teil der Gesamtbevölkerung: 0,0002  Prozent Quelle: dpa
Platz 7: ÄthiopienFlüchtlinge: 433.900 Teil der Gesamtbevölkerung: 0,45  Prozent Quelle: obs
Platz 6: TschadFlüchtlinge: 434.500 Teil der Gesamtbevölkerung: 4 Prozent Quelle: dpa/dpaweb
Platz 5: KeniaFlüchtlinge: 534.900 Teil der Gesamtbevölkerung: 1,4 Prozent Quelle: REUTERS
Platz 4: TürkeiFlüchtlinge: 609.900 Teil der Gesamtbevölkerung: 0,8 Prozent Quelle: REUTERS

Wollen Sie mit Ihrem Engagement auch Ihr Gewissen besänftigen? Immerhin leben Sie weiterhin in einer Luxusblase.

Nein. Niemand sollte sich für diese Menschen einsetzen, weil er sich schuldig fühlt. Das würde bedeuten, dass man sie bemitleidet. Und keiner auf der Welt möchte bemitleidet werden.

Wie viel menschliches Leid haben Sie selbst erfahren?

Nichts, was sich mit dem vergleichen ließe, was all diese Menschen erlitten haben. Die schlimmste Erfahrung war es, als ich 2007 meine Mutter an den Krebs verlor. Aber ich spüre eine enge Verbindung zu traumatisierten Menschen. Ich habe Kinder in den Armen gehalten, die von Bombenangriffen im Schockzustand waren, ich habe viele Nächte mit Flüchtlingen verbracht, die mir ihre Lebensgeschichte erzählten, ich habe etliche Frauen gesprochen, die vergewaltigt wurden. Ich weiß also bis zu einem gewissen Grad, was diese Erfahrungen bedeuten – so dankbar ich dafür bin, dass ich sie selbst nicht durchmachen musste.

"Wir sind keine Hollywood-Familie"

Gerieten Sie auf Ihren Reisen je selbst in Gefahr?

Es gab einige Episoden, die gefährlich hätten werden können. Als ich damals auf dem Höhepunkt des dortigen Bürgerkriegs in Sierra Leone war, siedelte ich mit einer UN-Mitarbeiterin Hunderte von Frauen in ein anderes Camp um. Unser Begleitfahrzeug hatte eine Panne, wir waren also ganz allein – nach Einbruch der Dunkelheit. Und wir mussten einen Checkpoint passieren, der von einer Schar Jungs mit Maschinenpistolen bewacht wurde. Ein andermal war ich in Pakistan, und einige Männer kamen zu meinem Zimmer und wollten, dass ich hinausgehe und ihnen meinen Pass gebe. Ich war gewarnt worden, dass sie ihn zerreißen wollten, also blieb ich drin und hörte, wie sie gegen die Tür hämmerten. Da fühlst du dich schon sehr verletzlich.

Diese 20 Promis prägen unser Leben
Platz 20: Kanye WestManche lieben ihn, manche hassen ihn - aber kaum einer kommt an Kanye West vorbei. Seine diesjährige Yeezus-Tour, benannt nach dem gleichnamigen Album, spülte zweistellige Millionenbeträge in die Kasse des Sängers. Für Schlagzeilen in der Presse sorgte seine Heirat mit dem TV-Sternchen Kim Kardashian. Quelle: REUTERS
Platz 19: Lady GagaFür die Pop-Sängerin läuft es in diesem Jahr gar nicht gut. Ihr drittes Album „Artpop” entpuppte sich als Flop. Und auch gesundheitlich ging es bergab, die 28-Jährige verletzte sich die Hüfte. Trotz Pannen, Pech und der sinkenden Einnahmen, hat Lady Gaga es dennoch geschafft, zu den einflussreichsten Promis in diesem Jahr zu gehören. Quelle: dpa
Platz 18: Taylor SwiftSie ist gerade einmal 24 Jahre alt und hat es dennoch bereits zum fünften Mal in die Top-100 der Forbes-Liste geschafft. Die Sängerin Taylor Swift gehört sicherlich zu den bestverdienenden US-Teenie- Idolen. 64 Millionen US-Dollar hat sie bislang verdient, unter anderem mit Werbekampagnen für Diät-Cola und die Schuhmarke „Keds”. Quelle: dpa
Platz 17: Miley CyrusIn den vergangenen Monaten hatte die ehemals als „Hannah Montana” bekannte Sängerin alles dafür getan, ihr Kinderimage loszuwerden: Ihre Videos sind düster, ihre Auftritte dürften viele Eltern schockieren. Für Cyrus bedeuten die Skandale jedoch Bares. Ihr neustes Album „Bangerz” erreichte Platin-Status. Zum ersten Mal seit vier Jahren kehrt Cyrus' Name erneut auf die Forbes-Liste. Quelle: dpa
Platz 16: Roger FedererEr ist wohl einer der am besten verdienenden Sportler weltweit. Allein das Preisgeld in Höhe von 81 Millionen Dollar, das ihm die vielen gewonnenen Turniere einbrachten, ist rekordträchtig. Dazu zahlen Roger Federers Sponsoren dem Tennisprofi bis zu 40 Millionen jährlich. Zu den Partnern, mit denen er Werbeverträge hat, gehören Marken wie Rolex, Credit Suisse und der Edelchampagner-Produzent Moet & Chandon. Quelle: dpa
Platz 15: Kobe BryantAuch der Basketball-Profi Kobe Bryant hat es geschafft, sein Talent zu vergolden. Mit einem Gehalt von 30,5 Millionen Dollar für die Saison 2013/2014 hat er acht Millionen mehr verdient als jeder andere Spieler der NBA. Dabei hat Bryant die meiste Zeit wegen einer Knieverletzung auf der Bank gesessen. Lediglich bei sechs Spielen durfte er Körbe werfen. Die haben sich allerdings wohl so gelohnt, dass sein Kontrakt im November auf zwei Jahre verlängert wurde. Quelle: AP
Platz 14: Bruno MarsDer 28-jährige Popstar spielte auf seiner vergangenen Tour an 118 Terminen. Sogar in der legendären Super-Bowl-Halbzeit hatte er einen Auftritt auf der Bühne, der ihm einen großen Erfolg bescherte: Der Umsatz seines aktuellen Albums „Unorthodox Jukebox“ stieg immens und schoss auf Doppel-Platin hoch. Quelle: dpa

Sie sind der Öffentlichkeit auch durch Ihre sechs Kinder ein Begriff. Verschonen Sie die mit solchen Themen?

Meine Adoptivkinder kommen alle aus Konfliktstaaten, sie kennen also durchaus die Problematik aus eigener Erfahrung. Wir kauften für meinen Sohn Maddox ein Haus in Kambodscha, das wir erst von 48 Minen freiräumen mussten, und auf dem Grundstück befand sich noch ein Bunker. Kambodscha wiederum kämpfte im Krieg gegen Vietnam – die Heimat seines Bruders. Meine Kinder informieren sich auch über meine UN-Trips, sie haben ihre Schulprojekte, bei denen sie sich mit sozialen Fragestellungen beschäftigen. Wir reisen mit ihnen ständig, wir leben nicht nur in einer Welt. Wir sind keine Hollywood-Familie.

Die Konflikte auf der Welt reißen nicht ab, die Flüchtlingsströme nehmen zu. Frustriert Sie das in Ihrem Engagement?

Natürlich ist die globale Situation sehr enttäuschend. Das will ich nicht bestreiten. Aber ich glaube zumindest, dass es uns gelungen ist, die Öffentlichkeit für die Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren. Das sind die verletzlichsten Menschen auf Erden, und nach wie vor erfahren sie nicht die Hilfe und den Respekt, die sie verdienen. Wobei sich ihre Situation nicht einfach durch Hilfslieferungen lösen lässt. Es muss auch darum gehen, ein funktionsfähiges Rechtssystem zu schaffen, in dem Menschenrechtsverletzungen gesühnt werden. Und deshalb bin ich sehr stolz, dass inzwischen 135 Staaten das Protokoll gegen sexuelle Gewalt in Konflikten unterzeichnet haben. Letztlich gebe ich die Hoffnung nicht auf. Wenn wir das tun würden, dann wäre alles verloren.

In Arbeit
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Angesichts solch gravierender Themen könnte Ihnen Ihre neue Karriere als Regisseurin doch eigentlich egal sein.

Nein, dazu bedeutet sie mir viel zu viel. Sie bedeutet mir so viel, dass ich mich beim Ausfüllen von Visa-Anträgen nicht mal traue, bei meinem Beruf „Regisseur“ einzutragen. Ich bin da viel zu schüchtern. Bei Reisen in Krisengebiete kann ich ganz ruhig bleiben. Aber jetzt, wo mein neuer Film herauskommt, bin ich völlig unsicher: Habe ich einen guten Job gemacht oder nicht?

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