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Angelina Jolie "Ich werde immer politischer"

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"Wir sind keine Hollywood-Familie"

Gerieten Sie auf Ihren Reisen je selbst in Gefahr?

Es gab einige Episoden, die gefährlich hätten werden können. Als ich damals auf dem Höhepunkt des dortigen Bürgerkriegs in Sierra Leone war, siedelte ich mit einer UN-Mitarbeiterin Hunderte von Frauen in ein anderes Camp um. Unser Begleitfahrzeug hatte eine Panne, wir waren also ganz allein – nach Einbruch der Dunkelheit. Und wir mussten einen Checkpoint passieren, der von einer Schar Jungs mit Maschinenpistolen bewacht wurde. Ein andermal war ich in Pakistan, und einige Männer kamen zu meinem Zimmer und wollten, dass ich hinausgehe und ihnen meinen Pass gebe. Ich war gewarnt worden, dass sie ihn zerreißen wollten, also blieb ich drin und hörte, wie sie gegen die Tür hämmerten. Da fühlst du dich schon sehr verletzlich.

Diese 20 Promis prägen unser Leben
Platz 20: Kanye WestManche lieben ihn, manche hassen ihn - aber kaum einer kommt an Kanye West vorbei. Seine diesjährige Yeezus-Tour, benannt nach dem gleichnamigen Album, spülte zweistellige Millionenbeträge in die Kasse des Sängers. Für Schlagzeilen in der Presse sorgte seine Heirat mit dem TV-Sternchen Kim Kardashian. Quelle: REUTERS
Platz 19: Lady GagaFür die Pop-Sängerin läuft es in diesem Jahr gar nicht gut. Ihr drittes Album „Artpop” entpuppte sich als Flop. Und auch gesundheitlich ging es bergab, die 28-Jährige verletzte sich die Hüfte. Trotz Pannen, Pech und der sinkenden Einnahmen, hat Lady Gaga es dennoch geschafft, zu den einflussreichsten Promis in diesem Jahr zu gehören. Quelle: dpa
Platz 18: Taylor SwiftSie ist gerade einmal 24 Jahre alt und hat es dennoch bereits zum fünften Mal in die Top-100 der Forbes-Liste geschafft. Die Sängerin Taylor Swift gehört sicherlich zu den bestverdienenden US-Teenie- Idolen. 64 Millionen US-Dollar hat sie bislang verdient, unter anderem mit Werbekampagnen für Diät-Cola und die Schuhmarke „Keds”. Quelle: dpa
Platz 17: Miley CyrusIn den vergangenen Monaten hatte die ehemals als „Hannah Montana” bekannte Sängerin alles dafür getan, ihr Kinderimage loszuwerden: Ihre Videos sind düster, ihre Auftritte dürften viele Eltern schockieren. Für Cyrus bedeuten die Skandale jedoch Bares. Ihr neustes Album „Bangerz” erreichte Platin-Status. Zum ersten Mal seit vier Jahren kehrt Cyrus' Name erneut auf die Forbes-Liste. Quelle: dpa
Platz 16: Roger FedererEr ist wohl einer der am besten verdienenden Sportler weltweit. Allein das Preisgeld in Höhe von 81 Millionen Dollar, das ihm die vielen gewonnenen Turniere einbrachten, ist rekordträchtig. Dazu zahlen Roger Federers Sponsoren dem Tennisprofi bis zu 40 Millionen jährlich. Zu den Partnern, mit denen er Werbeverträge hat, gehören Marken wie Rolex, Credit Suisse und der Edelchampagner-Produzent Moet & Chandon. Quelle: dpa
Platz 15: Kobe BryantAuch der Basketball-Profi Kobe Bryant hat es geschafft, sein Talent zu vergolden. Mit einem Gehalt von 30,5 Millionen Dollar für die Saison 2013/2014 hat er acht Millionen mehr verdient als jeder andere Spieler der NBA. Dabei hat Bryant die meiste Zeit wegen einer Knieverletzung auf der Bank gesessen. Lediglich bei sechs Spielen durfte er Körbe werfen. Die haben sich allerdings wohl so gelohnt, dass sein Kontrakt im November auf zwei Jahre verlängert wurde. Quelle: AP
Platz 14: Bruno MarsDer 28-jährige Popstar spielte auf seiner vergangenen Tour an 118 Terminen. Sogar in der legendären Super-Bowl-Halbzeit hatte er einen Auftritt auf der Bühne, der ihm einen großen Erfolg bescherte: Der Umsatz seines aktuellen Albums „Unorthodox Jukebox“ stieg immens und schoss auf Doppel-Platin hoch. Quelle: dpa

Sie sind der Öffentlichkeit auch durch Ihre sechs Kinder ein Begriff. Verschonen Sie die mit solchen Themen?

Meine Adoptivkinder kommen alle aus Konfliktstaaten, sie kennen also durchaus die Problematik aus eigener Erfahrung. Wir kauften für meinen Sohn Maddox ein Haus in Kambodscha, das wir erst von 48 Minen freiräumen mussten, und auf dem Grundstück befand sich noch ein Bunker. Kambodscha wiederum kämpfte im Krieg gegen Vietnam – die Heimat seines Bruders. Meine Kinder informieren sich auch über meine UN-Trips, sie haben ihre Schulprojekte, bei denen sie sich mit sozialen Fragestellungen beschäftigen. Wir reisen mit ihnen ständig, wir leben nicht nur in einer Welt. Wir sind keine Hollywood-Familie.

Die Konflikte auf der Welt reißen nicht ab, die Flüchtlingsströme nehmen zu. Frustriert Sie das in Ihrem Engagement?

Natürlich ist die globale Situation sehr enttäuschend. Das will ich nicht bestreiten. Aber ich glaube zumindest, dass es uns gelungen ist, die Öffentlichkeit für die Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren. Das sind die verletzlichsten Menschen auf Erden, und nach wie vor erfahren sie nicht die Hilfe und den Respekt, die sie verdienen. Wobei sich ihre Situation nicht einfach durch Hilfslieferungen lösen lässt. Es muss auch darum gehen, ein funktionsfähiges Rechtssystem zu schaffen, in dem Menschenrechtsverletzungen gesühnt werden. Und deshalb bin ich sehr stolz, dass inzwischen 135 Staaten das Protokoll gegen sexuelle Gewalt in Konflikten unterzeichnet haben. Letztlich gebe ich die Hoffnung nicht auf. Wenn wir das tun würden, dann wäre alles verloren.

In Arbeit
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Angesichts solch gravierender Themen könnte Ihnen Ihre neue Karriere als Regisseurin doch eigentlich egal sein.

Nein, dazu bedeutet sie mir viel zu viel. Sie bedeutet mir so viel, dass ich mich beim Ausfüllen von Visa-Anträgen nicht mal traue, bei meinem Beruf „Regisseur“ einzutragen. Ich bin da viel zu schüchtern. Bei Reisen in Krisengebiete kann ich ganz ruhig bleiben. Aber jetzt, wo mein neuer Film herauskommt, bin ich völlig unsicher: Habe ich einen guten Job gemacht oder nicht?

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