Autobauer punkten VW und BMW haben den besten Ruf

Eine aktuelle Studie zeigt, welche Unternehmen in Deutschland beliebt sind. Aber auch, wer an seinem Ruf dringend arbeiten muss.

Ein Fingerzeig auf eine Plakatwand mit dem Schriftzug

Es war ein Kampf zwischen zwei Menschen, die einmal so etwas wie Freunde waren. Und ganz Deutschland schaut dabei zu. Vor ein paar Wochen sagte Ferdinand Piëch, damals noch Vorsitzender des Aufsichtsrates beim Autobauer VW, in einem Interview, dass er auf Distanz zum Konzern-Chef Martin Winterkorn stehe. Damit wollte er Winterkorn schaden, doch am Ende war es Piëch, der zurücktreten musste. Der Machtkampf beschäftigte die Republik wochenlang, gut sah dabei fast niemand aus. Und doch – dem Ansehen des Unternehmens scheint das nicht geschadet zu haben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest der aktuelle Reputationsmonitor, den das Wirtschaftsforschungsinstitut Dr. Döblin zweimal pro Jahr herausgibt. Für die repräsentative Studie wurden über 1000 Bundesbürger nach dem Ruf der 30 Dax-Konzerne befragt.

Die wertvollsten Markennamen der Welt

Die Befragten mussten insgesamt sechs Fragen zu den Unternehmen beantworten. Zum Beispiel wie sympathisch sie den Konzern empfinden oder ob sie denken, dass es sich bei dem Unternehmen um einen guten Arbeitgeber handelt. Aber auch die finanzielle Situation und die Verbundenheit zum Standort Deutschland wurden abgefragt.

Insgesamt wurde der Automobilkonzern VW zum Unternehmen mit dem besten Ruf gekürt. VW ist den Befragten nicht nur am sympathischsten, sondern gilt auch als besonders verbunden mit dem Standort Deutschland. Und VW ist nicht der einzige Autobauer, der mit einem guten Ruf aufwarten darf. Auch die Konkurrenz aus München genießt ein hohes Ansehen. BMW steht auf dem zweiten Platz des Ranking. Das Unternehmen gilt demnach als besonders guter Arbeitgeber und finanziell gut aufgestellt. Daimler hingegen befindet sich nur auf dem sechsten Platz – das liegt vor allem an den deutlich schwächeren Sympathiewerten, die die Stuttgarter bekamen. Außerdem wird Daimler keine große Verbundenheit mit dem Standort Deutschland attestiert.

Überraschung auf Rang sieben

Auf Platz drei und vier des Reputationsmonitors folgen der Sportartikelhersteller Adidas und die Deutsche Telekom, gefolgt von Siemens und Daimler. Auf dem siebten Rang befindet sich die Lufthansa - eine kleine Überraschung. Steht das Unternehmen doch aktuell wegen ihres neuen Tarifsystems in der Kritik. Künftig soll es bei der Lufthansa ein ähnliches Drei-Klassen-System wie bei der Billig-Tochter Germanwings geben. Wer umbuchen oder einen Koffer mitnehmen möchte, muss vermutlich bald mehr bezahlen. Und doch konnte das Unternehmen seinen Ruf  im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Gerade bei den Sympathiewerten schnitt das Unternehmen gut ab, was vermutlich mit dem Krisenmanagement des Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr nach dem German-Wings-Absturz zu tun hat. Die finanzielle Situation der Fluglinie wird allerdings als nicht besonders gut eingeschätzt.

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Auf Platz acht folgt das Pharmaunternehmen Bayer. Der Konzern hat einen guten Ruf als Arbeitgeber und wird als finanziell solide eingeschätzt. Probleme hat Bayer allerdings bei den Sympathiewerten. Dort schnitt es eher unterdurchschnittlich ab. Keine große Überraschung, hat es die Pharmabranche in Deutschland traditionell schwer.

Die nächsten beiden Plätze werden vom Konsumgüterhersteller Henkel und die Deutsche Post belegt. Schwerer haben es die Deutsche Bank und der Versicherungskonzern Allianz – beide Unternehmen verpassten den Einzug in die Top Ten der beliebtesten Dax-Konzerne. 

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