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Benefits Die Extras von der Firma werden zur neuen Währung

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Unternehmen wissen um die Begehrtheit der Benefits

So sehen es Unternehmen

Kienbaum hat die andere Seite beleuchtet: Welche Benefits schätzen Unternehmen als sinnvoll und attraktiv ein, war die Leitfrage einer Umfrage unter 32 unterschiedlich großen Unternehmen im vergangenen Jahr.

Grundsätzlich erwarteten 91 Prozent, dass die Bedeutung von Benefits in ihrer jeweiligen Branche in Zukunft zunehmen werde. In den Ergebnissen zeigen sich Überschneidungen mit den arbeitnehmerseitigen Ergebnissen von Kununu – aber auch Abweichungen. So ist der hundefreundliche Arbeitsplatz aus Unternehmenssicht ein eher unwichtiges Extra.

Als Must-Have stufen 90 Prozent der Unternehmen die Möglichkeit zum Homeoffice ein, 84 Prozent die betriebliche Altersvorsorge. Letztere liegt bei Kununu weiter hinter dem Homeoffice und ist zudem vor allem für die Arbeitnehmer ab 40 Jahren ein Thema. Ebenfalls 84 Prozent der Unternehmen sehen den Betriebsarzt als unverzichtbares Benefit für die Mitarbeiter und 69 Prozent barrierefreies Arbeiten. Dieser Punkt spielt bei Arbeitnehmerseite keine Rolle, weil Barrierefreiheit entweder nicht gebraucht oder als selbstverständlich angesehen wird.

Firmenwagen halten die meisten Unternehmen für Must-Haves für Führungskräfte – 94 Prozent stellen dafür auch die nötigen Parkplätze bereit. 50 Prozent gewähren Firmentickets für den öffentlichen Nahverkehr. Die höchste Planungsrate hat derzeit das Firmenfahrrad: 25 Prozent der befragten Unternehmen haben sie bereits ein Programm und 31 Prozent planen, es bald zu haben.

Unternehmen haben mehrheitlich verstanden, dass sie Mitarbeitern mit Kindern mehr Angebote machen sollten. Neben Homeoffice bieten 53 Prozent eine flexible Unterstützung bei der Kinderbetreuung beziehungsweise Kita (38 Prozent).

Vom Extra zum Gehaltsbestandteil?

Klar ist den Unternehmen auch, dass sie ihre Attraktivität vor allem über das geeignete Paket an Benefits steigern können. Für 88 Prozent ist das ein Motiv, die Leistungen anzubieten. Laut Kununu ist es für 64 Prozent der Bewerber wichtig, dass sie aus einem breiten Angebot wählen können, was für sie passt. Für 72 Prozent der Unternehmen dient das Anbieten von Benefits dazu, das Vergütungspaket zu ergänzen.

Was damit gemeint sein kann, zeigt sich an einer anderen Tatsache: Gefragt danach, ob Bewerber wohl zugunsten attraktiver Benefits auf Gehalt verzichten würden, antworten zwei Drittel der befragten Unternehmen mit „Ja“. Sie schätzen dabei, dass Mitarbeiter auf durchschnittlich 10,16 Prozent ihres Jahresgehalts verzichten würden.

Aufseiten der Bewerber ist die Stimmung in dieser Richtung sogar positiv. Kununu fragte die Umfrageteilnehmer ebenfalls nach ihrer Verzichtsbereitschaft – und siehe da, die waren sogar bereit, auf durchschnittlich 11,3 Prozent Gehalt zu verzichten, wenn sie dafür ihre Top-6-Benefits bekämen. Besonders verzichtsbereit waren die jungen Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 29 Jahren mit 13,4 Prozent.

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