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Berufsalltag Wie man verlorenes Vertrauen zurückgewinnt

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Und doch reichen Verständnis, Zerknirschung und Reue nicht aus. Die Verständigungsbrücke muss noch von der anderen Seite gebaut werden. Und das ist oftmals die weit größere Herausforderung.

Der Vertrauensbruch ist ja auch deshalb so verstörend, weil er Ihr Gegenüber stark verunsichert. Umso hilfreicher ist es, wenn wir eine Erklärung dafür bekommen, was es mit dem Vertrauensbruch auf sich hat. Was sind die Hintergründe? Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Wenn wir das alles einordnen können, dann wird die Welt wieder eingerenkt. Wir können uns einen Reim auf die Sache machen und unsere Schlussfolgerungen ziehen, damit uns das Ganze nicht noch einmal passiert.

Allerdings ist die Sache leichter gesagt als getan. Wie machen Sie jemandem begreiflich, dass Sie ihn getäuscht und seine Leichtgläubigkeit ausgenutzt haben? Sie müssen das Unerklärliche erklären. Die Aufgabe lautet deshalb: Mache dem anderen dein Verhalten irgendwie plausibel – und distanziere dich gleichzeitig davon. Die Geschichte, nicht zuletzt die Literaturgeschichte ist voll von Geständnissen, die es dem anderen ermöglichen, ein realistisches Verständnis der sozialen Welt zu entwickeln, in der er sich bewegt. Und gelingt es Ihnen, dass Ihr Gegenüber es nachvollziehen kann, warum Sie so gehandelt haben, sind Sie ein großes Stück vorangekommen.

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