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Christoph Sieder Warum Lanxess in Philosophie investiert

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"Auch im Unternehmen gibt es philosophische Fragestellungen"

Die schönsten Redewendungen auf Latein
Kupferstich, auf dem der Philosoph Boethius zu sehen ist Quelle: dpa
Platon Quelle: dpa
Foto von Rhodos Quelle: GNU
Foto eines Zeugnisses Quelle: dpa
Foto Römer Museum Quelle: AP
Foto Trinkbecher Quelle: dpa
Divide et impera -Teile und herrsche.Dieser weise Rat an alle Machthaber kommt nicht aus der Antike und auch nicht von Macchiavelli (obwohl er zu ihm passen würde), sondern ist vermutlich eine Latinisierung eines Ausspruchs des französischen Königs Ludwig XIV.: „Diviser pour régner.“ Quelle: dpa

Merken Sie auch in Ihrem Unternehmen etwas davon?

Durchaus, nehmen Sie nur die Frage: Was bestimmt den Wert der Arbeit? Was definiert den zufriedenen Mitarbeiter? Die Erfahrung der vergangenen Jahre mit etlichen Restrukturierungsmaßnahmen zeigen uns, dass das nicht nur monetäre Fragen sind. Da spielen auch andere Aspekte hinein:  Was sind die bestimmenden Werte in einem Unternehmen? Will es den eigenverantwortlichen, mündigen Mitarbeiter? Welches Maß an Freiheit und Kontrolle ist ihm zumutbar? Lauter Fragen, die auch eine philosophische Dimension haben. Insofern ist es sehr gut für uns, bei der Phil. Cologne dabei zu sein.

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Standort erkennen

    Es fällt auf, dass ökonomische Themen im Programm kaum eine Rolle spielen. Könnten Sie sich vorstellen, dass in Zukunft auch einmal ein deutscher Konzernvorstand bei der Phil. Cologne auftritt?

    Die Phil. Cologne hat in Programmfragen absolute Freiheit, wir haben da als Sponsor nicht hineinzureden. Jetzt kommt es erst einmal darauf an, dass die Veranstaltung erfolgreich aus der Taufe gehoben wird. Das Programm stimmt mich da zuversichtlich. Dass Sarah Wagenknecht mit dem Sozialphilosophen Oskar Negt über Fragen der Arbeitswelt diskutiert, ist ein verheißungsvoller Auftakt.

    Trends



    Was ist für Sie als Sponsor das Erfolgskriterium der Phil. Cologne?

    So ein Engagement messen zu wollen, hat immer etwas von Kaffeesatzleserei. Ein Konzern, der nachhaltig Erfolg haben will, muss sich heute gesellschaftlich engagieren. Wenn wir - neben der Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts in NRW - jetzt die Phil. Cologne unterstützen, dann verstehen wir das als einen Beitrag zur Kultur des Denkens, nicht zuletzt übrigens auch als Bekenntnis zum Standort Köln: Am 3. September wird unsere neue Konzernzentrale in Köln-Deutz offiziell eingeweiht. Und ganz ehrlich: Wenn die Partnerschaften mit der Lit. Cologne und der Phil. Cologne dazu führen, dass die Kölner sagen: Toll, wie Lanxess die unterstützt – dann freuen wir uns.

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