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Corona-Impfquoten im Vergleich 2022 Wie hoch ist die Impfquote aktuell in Deutschland und weltweit?

Corona-Impfquote in Deutschland Quelle: imago images

Wie hoch ist die aktuelle Coronavirus-Impfquote in Deutschland und welches Land ist weltweit führend? Eine Übersicht.

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Seit dem 27. Dezember 2020 wird in Deutschland gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft. Bis einschließlich 16. Mai 2022 haben 63,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mindestens die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Wie hoch die Impfquote der einzelnen Bundesländer ausfällt, wo Deutschland im internationalen Vergleich steht, erfahren Sie hier in der aktuellen Übersicht.

Corona-Impfquote 2022: Bundesländer, Deutschland und weltweit im aktuellen Vergleich

Was ist die Impfquote?

Die Impfquote zeigt, wie viele Menschen bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie wird gemessen an der deutschen Bevölkerung prozentual angegeben und ist für die Evaluation von Impfprogrammen unerlässlich. Sie kann Aufschluss über die Umsetzung von Impfempfehlungen der Impfkommission, bestehende Impflücken, sowie über die Impfakzeptanz der Bundesbürger geben. Impfdaten im Bezug auf bestimmte Zielgruppen zeigen zudem Trends und regionale Unterschiede auf. So können die verschiedenen Behörden den Herausforderungen im Impfschutz mit gezielten Maßnahmen begegnen.

Woher stammen die Daten zur Corona-Impfquote?

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) erfolgt die Erhebung der Daten zur Corona-Impfung in den Impfzentren und mithilfe der mobilen Impfteams. Autorisierte Mitarbeiter in den Impfzentren und Impfteams können im „Digitalen Impfquotenmonitoring“ entsprechende Daten eingeben. Diese werden an die Bundesdruckerei übermittelt, wo im Auftrag des RKI alle nötigen Informationen zwischengespeichert werden. Anders als zu Beginn der Impfkampagne können Impfungen gegen das Corona-Virus auch in Arztpraxen verabreicht werden. So beinhalten die Daten des RKI auch die Meldezahlen aus den niedergelassenen Arztpraxen. Hinzu kommen Daten der kassenärztlichen Vereinigungen. Das Bundesministerium für Gesundheit fasst alle aktuellen Daten zur Corona-Impfung auf einem Dashboard zusammen.

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    Wie hoch ist die Corona-Impfquote in Deutschland aktuell?

    Das RKI meldet, dass bis einschließlich 17. Mai 2022 bisher 63,1 Millionen Menschen in Deutschland gegen Corona mindestens zweimal geimpft wurden. Deren Quote liegt gemessen an der Gesamtbevölkerung aktuell bei 75,8 Prozent. Dieser Wert bezieht sich auf vollständig geimpfte Personen –also Personen, die bereits ihre Zweitimpfung erhalten haben. Das RKI erfasst die zweifach Geimpften seit einiger Zeit unter dem Begriff Grundimmunisierte. Nach eigenen Angaben geht das RKI jedoch davon aus, dass die erhobenen Daten bis zu fünf Prozent abweichen könnten. Das RKI rechnet diesbezüglich mit einer Untererfassung der Daten, etwa durch ausgebliebene Meldungen. Daher gibt es auch immer wieder kleinere Optimierungen in den Datengrundlagen.

    Wie viele Menschen in Deutschland haben bisher eine Auffrischungsimpfung erhalten?

    Da es inzwischen nicht nur möglich ist, eine Auffrischungsimpfung gegen das Corona-Virus zu erhalten, sondern auch eine weitere Booster-Impfung flächendeckend in Anspruch genommen werden kann, weist das RKI nunmehr auch die Anzahl der vierfach geimpften gesondert aus. Aktuell liegt die Quote der Personen, die eine Auffrischungsimpfung und damit drei Impfungen erhalten haben, bundesweit bei 59,5 Prozent der Deutschen. Das sind 49,5 Millionen Menschen. Eine zweite Auffrischungsimpfung haben unterdessen 5,6 Prozent der Bevölkerung und somit 4,6 Millionen erhalten. 

    Wie hoch ist die Impfquote in den Bundesländern aktuell?

    Die Bundesländer impfen allerdings mit unterschiedlichem Tempo. Die Werte folgender Tabelle zeigen, welches Bundesland derzeit die höchste Impfquote in Deutschland vorweisen kann. 

    Aktuelle Tabelle der Coronavirus-Impfquoten der einzelnen Bundesländer - gemessen in Prozent der Gesamtbevölkerung


    Bundesland

    Impfquote in %

    (Zweifach geimpft, grundimmunisiert)

    Impfquote in %

    (Dreifach geimpft, eine Auffrischungsimpfung)

    Impfquote in %

    (Vierfach geimpft, zwei Auffrischungsimpfungen)

    Baden-Württemberg

    73,8

    57,7

    3,8

    Bayern

    74,7

    56,7

    3,6

    Berlin

    78,3

    61,0

    5,1

    Brandenburg

    68,6

    52,6

    3,6

    Bremen

    87,1

    64,7

    8,8

    Hamburg

    83,8

    61,4

    6,6

    Hessen

    74,5

    57,1

    5,2

    Mecklenburg-Vorpommern

    74,3

    57,7

    5,3

    Niedersachsen

    77,2

    64,4

    8,0

    Nordrhein-Westfalen

    79,0

    62,3

    8,2

    Rheinland-Pfalz

    75,0

    59,7

    6,1

    Saarland

    81,7

    66,7

    6,6

    Sachsen

    64,5

    48,8

    2,0

    Sachsen-Anhalt

    73,3

    55,3

    3,3

    Schleswig-Holstein

    79,7

    72,9

    7,8

    Thüringen

    69,3

    52,2

    2,6

    Impfquote Deutschland gesamt

    75,8

    59,5

    5,6

    Stand: 17. Mai 2022

    Wer wird zuerst gegen Covid-19 geimpft?

    Seit Mitte des 2021 ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft. Somit wurde es der Bundesregierung ermöglicht, die Impfpriorisierung am 07. Juni 2021 aufzuheben.

    Zuvor wurde die Reihenfolge der Impfungen in Deutschland als Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Damit wurde festgestellt, welche Bevölkerungsgruppen zuerst eine Impfung gegen Covid-19 benötigen, da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stand, um allen Bundesbürgern, die sich eine Impfung gewünscht hatten, den Impfstoff in einer kurzen Zeitspanne zu verabreichen.  

    In welchem Land ist die Impfquote am höchsten und wo liegt Deutschland im Vergleich?

    Die höchste Impfquote liegt laut Our World Data aktuell in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor. Dort liegt die Impfquote der Grundimmunisierten aktuell bei 96,9 Prozent.

    Dahinter folgt mit einer Impfquote von 91,4 Prozent Singapur (Stand: 17. Mai 2022). Deutschland schafft es laut dieser Tabelle im Hinblick auf die Grundimmunisierten mit einer Impfquote von aktuell 76,9 Prozent weltweit als zwölftes Land in das Ranking.

    Warum wurde in Deutschland zu Beginn der Impfkampagne so wenig geimpft?

    Die Bundesregierung wollte die Corona-Impfungen zwar beschleunigen, aber seit dem Start der Impfkampagne hatte Deutschland mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Unter anderem wurden anfangs zu wenig Impfdosen von Biontech, Pfizer, AstraZeneca und Moderna geliefert. Zusätzlich erschwert wurden die Liefervorgänge durch fehlende Digitalisierung, fehlende technische Schnittstellen und den hohen Datenschutz. Des Weiteren besitzen andere Länder wie Israel bereits digitale Patientenakten. Dort läuft der Prozess grundsätzlich schneller ab als in Deutschland, wo Patientenakten oft ausschließlich analog geführt werden.

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    Wann wird in Deutschland eine Herdenimmunität erreicht sein?

    Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger erkranken an Covid-19, da somit die Infektionskette schnell wieder unterbrochen wird. Dann spricht man von Herdenimmunität. Dadurch werden auch Personen geschützt, die noch nicht geimpft wurden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO müssten 70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sein, also zwei Impfdosen verabreicht bekommen haben. 

    Allerdings hängt die Quote, die für die Herdenimmunität benötigt wird, auch mit der Reproduktionszahl des Virus, möglichen Mutationen und der Wirksamkeit beziehungsweise Effektivität des Impfstoffes ab. So kann es passieren, dass die Quote für den Herdenschutz auch weit über 80 Prozent liegen kann.

    Dem Schweizer Online-Magazin „Republik“ sagte der Charité-Virologe Christian Drosten bereits Anfang Juni 2021: „Das war von Anfang an ein Missverständnis, wenn man das so aufgefasst hat, dass Herdenimmunität bedeutet: 70 Prozent werden immun – egal jetzt, ob durch Impfung oder Infektion -, und die restlichen 30 Prozent werden ab dann keinen Kontakt mehr mit dem Virus haben.“ Doch das ist ein Fehlschluss. „Auch dann wird es noch Infektionen geben. Aber es ist davon auszugehen, dass bei einer Immunität von weit über 80 Prozent schwere Verläufe und Todesfälle zum großen Teil verhindert werden“, erklärte eine RKI-Sprecherin. Unter anderem RKI-Chef Lothar Wieler mahnte: Wer sich gegen eine Impfung entscheide, der werde sich früher oder später anstecken.

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