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Coronavirus-Impfquote Wie hoch ist die Corona-Impfquote in Deutschland?

Corona-Impfquote in Deutschland Quelle: imago images

Nur langsam kommt das Impfen gegen das Coronavirus voran. Wie hoch ist die aktuelle Coronavirus-Impfquote in Deutschland? Eine Übersicht.

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Seit dem 27. Dezember 2020 wird in Deutschland gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft. Bis zum 28. Februar 2021 haben bereits 4.079.107 Millionen deutsche Bürgerinnen und Bürger eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 

Wie viele Menschen in jedem Bundesland schon geimpft sind und wie hoch die Impfquote in Deutschland im weltweiten Vergleich ist in der Übersicht.

Was ist die Impfquote?

Die Impfquote zeigt, wie viele Menschen bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie wird prozentual angegeben und ist für die Evaluation von Impfprogrammen unerlässlich. Sie kann Aufschluss über die Umsetzung von Impfempfehlungen der Impfkommission, bestehende Impflücken, sowie der Impfakzeptanz der Bundesbürger geben. Impfdaten im Bezug auf bestimmte Zielgruppen zeigen zudem Trends und regionale Unterschiede auf. So können die verschiedenen Behörden den Herausforderungen im Impfschutz entgegenwirken.

Woher stammen die Daten zur Corona-Impfquote?

Laut dem Robert-Koch-Instituts (RKI) erfolgt die Erhebung der Daten zur Corona-Impfung in den Impfzentren und mithilfe der mobilen Impfteams. Autorisierte Mitarbeiter in den Impfzentren und Impfteams können im „Digitalen Impfquotenmonitoring“ entsprechende Daten eingeben. Diese werden an die Bundesdruckerei übermittelt, wo im Auftrag des RKI alle nötigen Informationen zwischengespeichert werden. Das Bundesministerium für Gesundheit fasst außerdem alle aktuellen Daten zur Corona-Impfung auf einem Dashbord zusammen.

Wie hoch ist die Corona-Impfquote in Deutschland?

Das RKI meldet, dass einschließlich bis zum 28. Februar bisher 4.079.107 Menschen gegen Corona erstmalig geimpft wurden. 2.095.255 Personen haben bereits eine Zweitimpfung erhalten. Somit wurden insgesamt bisher 6.174.362 Impfdosen verabreicht und die Impfquote für die Gesamtbevölkerung liegt derzeit bei 2,5 Prozent

Zu beachten sind hierbei zwei unterschiedliche Impfquoten. Bei den Erstimpfungen gibt sie an, wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der bisher nur die erste Impfdose erhalten hat. Diese liegt mit 4,9 Prozent deutlich höher als die Quote für Zweitimpfungen. Die Quote bei den Zweitimpfungen zeigt, wie groß der Anteil der Menschen ist, die bereits zum zweiten Mal geimpft wurden und damit vollständig geimpft sind. 

Allerdings impfen die Bundesländer in unterschiedlichem Tempo. Die Werte folgender Tabelle zeigen, welches Bundesland bisher am meisten Menschen impfen konnte. 

Tabelle der Coronavirus-Impfquoten in den einzelnen Bundesländern

Bundesland Impfquote* (Erstimpfungen) in %           Impfquote* (vollst. geimpft) in %
Baden-Württemberg4,92,5
Bayern5,62,8
Berlin  5,23,3
Brandenburg4,33,0
Bremen 5,53,1
Hamburg5,62,9
Hessen 4,82,2
Mecklenburg-Vorpommern5,03,1
Niedersachsen 4,72,2
Nordrhein-Westfalen5,02,3
Rheinland-Pfalz5,33,4
Saarland   5,42,4
Sachsen 5,42,4
Sachsen-Anhalt4,62,4
Schleswig- Holstein  5,13,1
Thüringen5,72,8
Gesamt 5,12,6

Quelle: Robert-Koch-Institut, *Stand: 02.03.2021

Wer wird zuerst gegen Covid-19 geimpft?

Die Reihenfolge der Impfungen in Deutschland ist als Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Es ist wichtig, genau festzustellen, welche Bevölkerungsgruppen zuerst eine Impfung gegen Covid-19 benötigen, da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, um alle Bundesbürger, die eine Impfung wünschen, den Impfstoff in einer kurzen Zeitspanne zu verabreichen. Es gilt die Schwächsten zuerst zu schützen. Die Bundesregierung stellt auf ihrer Website die komplette Impfreihenfolge zur Verfügung.

  • Höchste Priorität: U.a. Über 80-Jährige, Menschen in Pflegeheimen, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten
  • Hohe Priorität: U.a. Über 70-Jährige, Menschen mit Trisomie 21, Demenz, einer schweren psychischen Erkrankungen oder einer körperlichen Behinderung, Transplantationspatienten, bestimmte Kontaktpersonen
  • Erhöhte Priorität: U.a. Über 60-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei, Feuerwehr, Personal in Kitas, Schulen und im Einzelhandel, sowie Mitglieder von Verfassungsorganen

In welchem Land ist die Impfquote am höchsten?

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei den verabreichten Impfungen noch weit zurück. Das Land mit der höchsten Impfquote ist laut Our World Data Israel. Dort liegt die Impfquote bei 54,1 Prozent je 100 Einwohner. Diese Zahl bezieht sich auf die verabreichten Erstimpfungen. Die zweite Impfung haben in Israel 38,3 Prozent erhalten. 

Weit dahinter auf dem zweiten Platz liegen mit einer Impfquote von 35,2 Prozent ein weiters Land im Nahen Osten: die Vereinigten Arabischen Emirate. Deutschland schafft es im Hinblick auf die Erstimpfungen mit einer Impfquote von 4,9 Prozent weltweit auf den 14. Platz. Bei den Zweitimpfungen kommt Deutschland mit 2,5 Prozent auf den 11. Platz. (Stand: 02. März 2021)

Warum wird in Deutschland so wenig geimpft?

Die Bundesregierung will die Corona-Impfungen zwar beschleunigen, aber noch hat Deutschland mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Unter anderem werden zu wenig Impfdosen von Biontech, Pfizer und Moderna geliefert. Zusätzlich erschwert werden die Liefervorgänge durch fehlende Digitalisierung, fehlende technische Schnittstellen und den hohen Datenschutz. Des Weiteren besitzen andere Länder wie Israel bereits digitale Patientenakten. Dort läuft der Prozess schneller ab als in Deutschland, wo Patientenakten meist noch analog geführt werden.

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Wann wird in Deutschland Herdenimmunität erreicht sein?

Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger erkranken an Covid-19, da somit die Infektionskette schnell wieder unterbrochen wird. Dann spricht man von Herdenimmunität. Dadurch werden auch Personen geschützt, die noch nicht geimpft wurden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO müssten 60-70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sein, also zwei Impfdosen verabreicht bekommen haben, damit jegliche Infektionskette wieder unterbrochen werden kann. 

Allerdings hängt die Quote, die für die Herdenimmunität benötigt wird, auch mit der Reproduktionszahl des Virus', möglichen Mutationen und der Wirksamkeit beziehungsweise Effektivität des Impfstoffes ab. So kann es passieren, dass die Quote für den Herdenschutz auch weit über 70 Prozent liegen kann. 

Mehr zum Thema: Weil nur eine Handvoll Bundesländer ihre Daten über das „Digitale Impfquotenmonitoring“ melden, muss sich das Robert Koch-Institut die täglichen Impfzahlen aus E-Mails zusammenklauben. Die Folge: Chaos statt Durchblick.

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