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Coronavirus-Impfquote Wie hoch ist die Corona-Impfquote in Deutschland?

Corona-Impfquote in Deutschland Quelle: imago images

Nur langsam kommt das Impfen gegen das Coronavirus voran. Wie hoch ist die aktuelle Coronavirus-Impfquote in Deutschland? Eine Übersicht.

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Seit dem 27. Dezember 2020 wird in Deutschland gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft. Bis zum 14. April 2021 haben bereits 14.058.329 deutsche Bürgerinnen und Bürger eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. 

Wie viele Menschen in jedem Bundesland schon geimpft sind und wie hoch die Impfquote in Deutschland im weltweiten Vergleich ist, erfahren Sie hier in der Übersicht.

Was ist die Impfquote?

Die Impfquote zeigt, wie viele Menschen bereits gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie wird prozentual angegeben und ist für die Evaluation von Impfprogrammen unerlässlich. Sie kann Aufschluss über die Umsetzung von Impfempfehlungen der Impfkommission, bestehende Impflücken, sowie über die Impfakzeptanz der Bundesbürger geben. Impfdaten im Bezug auf bestimmte Zielgruppen zeigen zudem Trends und regionale Unterschiede auf. So können die verschiedenen Behörden den Herausforderungen im Impfschutz mit gezielten Maßnahmen begegnen.

Woher stammen die Daten zur Corona-Impfquote?

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) erfolgt die Erhebung der Daten zur Corona-Impfung in den Impfzentren und mithilfe der mobilen Impfteams. Autorisierte Mitarbeiter in den Impfzentren und Impfteams können im „Digitalen Impfquotenmonitoring“ entsprechende Daten eingeben. Diese werden an die Bundesdruckerei übermittelt, wo im Auftrag des RKI alle nötigen Informationen zwischengespeichert werden. Das Bundesministerium für Gesundheit fasst außerdem alle aktuellen Daten zur Corona-Impfung auf einem Dashbord zusammen.

Wie hoch ist die Corona-Impfquote in Deutschland aktuell?

Das RKI meldet, dass einschließlich bis zum 14. April 2021 bisher 14.058.329 Menschen in Deutschland gegen Corona erstmalig geimpft wurden. 5.186.135 Personen davon haben bereits eine Zweitimpfung erhalten. Somit wurden insgesamt bisher 19.244.464 Impfdosen verabreicht. Die Impfquote in Deutschland für die Gesamtbevölkerung liegt aktuell bei 6,2 Prozent. Dieser Wert bezieht sich auf vollständig geimpfte Personen - also Personen, die bereits ihre Zweitimpfung erhalten haben. Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt aktuell bei 16,9 Prozent.

Die Bundesländer impfen allerdings mit unterschiedlichem Tempo. Die Werte folgender Tabelle zeigen, welches Bundesland derzeit die höchste Impfquote in Deutschland vorweisen kann. 

Aktuelle Tabelle der Coronavirus-Impfquoten der einzelnen Bundesländern

Bundesland Impfquote* (Erstimpfungen)        Impfquote* (vollständig geimpft)
Baden-Württemberg16,2 Prozent6,1 Prozent
Bayern17,1 Prozent6,6 Prozent
Berlin  17,1 Prozent7,5 Prozent
Brandenburg17,0 Prozent5,7 Prozent
Bremen 20,1 Prozent6,4 Prozent
Hamburg16,8 Prozent5,8 Prozent
Hessen 15,2 Prozent6,6 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern15,7 Prozent5,9 Prozent
Niedersachsen 16,2 Prozent6,0 Prozent
Nordrhein-Westfalen17,4 Prozent6,0 Prozent
Rheinland-Pfalz17,2 Prozent5,4 Prozent
Saarland   19,3 Prozent6,4 Prozent
Sachsen 16,5 Prozent7,0 Prozent
Sachsen-Anhalt17,7 Prozent 5,4 Prozent
Schleswig- Holstein  18,5 Prozent5,2 Prozent
Thüringen17,5 Prozent7,5 Prozent
Impfquote Deutschland gesamt 16,9 Prozent6,2 Prozent

Quelle: Robert-Koch-Institut, *Stand: 14. April 2021

Wer wird zuerst gegen Covid-19 geimpft?

Die Reihenfolge der Impfungen in Deutschland ist als Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt. Es ist wichtig, genau festzustellen, welche Bevölkerungsgruppen zuerst eine Impfung gegen Covid-19 benötigen, da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, um allen Bundesbürgern, die eine Impfung wünschen, den Impfstoff in einer kurzen Zeitspanne zu verabreichen. Es gilt, die Schwächsten zuerst zu schützen. Die Bundesregierung stellt auf ihrer Website die komplette Impfreihenfolge zur Verfügung.

  • Höchste Priorität: u.a. Über-80-Jährige, Menschen in Pflegeheimen, Personal auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten
  • Hohe Priorität: u.a. Über-70-Jährige, Menschen mit Trisomie 21, Demenz, einer schweren psychischen Erkrankung oder einer körperlichen Behinderung, Transplantationspatienten, bestimmte Kontaktpersonen
  • Erhöhte Priorität: u.a. Über-60-Jährige, medizinisch vorbelastete Menschen, Polizei, Feuerwehr, Personal in Kitas, Schulen und im Einzelhandel, sowie Mitglieder von Verfassungsorganen

Gibt es schon eine Veränderung durch das Impfen?

Die vom RKI gemeldete 7-Tage-Inzidenz ist bei Menschen ab 80 mittlerweile niedriger, als beim Rest der Bevölkerung. RKI-Präsident Lothar Wieler führt diese Entwicklung auf das Impfen zurück.

Auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) Uwe Janssens teilte der Dpa mit, dass die Impfungen bereits Wirkung zeigen, jedoch nicht so deutlich wie es die niedrigen Todeszahlen nahelegen könnten. „Wir sind bei den Impfungen - vorsichtig gesagt - relativ weit hinten“, so Janssens.  

In welchem Land ist die Impfquote am höchsten?

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland bei den verabreichten Impfungen noch weit zurück. Das Land mit der höchsten Impfquote ist laut Our World Data Israel. Dort liegt die Impfquote aktuell bei 61,1 Prozent. Diese Zahl bezieht sich auf die verabreichten Erstimpfungen. Die Zeitimpfung haben in Israel bereits 57,3 Prozent der Bevölkerung erhalten. 

Dahinter folgt mit einer Impfquote von 47,5 Prozent bei den Erstimpfungen Großbritannien. Deutschland schafft es im Hinblick auf die Erstimpfungen mit einer Impfquote von aktuell 16,9 Prozent weltweit auf den Platz 10. Bei den Zweitimpfungen kommt Deutschland mit derzeit 6,2 Prozent auf den 12. Platz. (Stand: 12. April 2021)

Warum wird in Deutschland so wenig geimpft?

Die Bundesregierung will die Corona-Impfungen zwar beschleunigen, aber noch hat Deutschland mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Unter anderem werden zu wenig Impfdosen von Biontech, Pfizer, AstraZeneca und Moderna geliefert. Zusätzlich erschwert werden die Liefervorgänge durch fehlende Digitalisierung, fehlende technische Schnittstellen und den hohen Datenschutz. Des Weiteren besitzen andere Länder wie Israel bereits digitale Patientenakten. Dort läuft der Prozess schneller ab als in Deutschland, wo Patientenakten meist noch analog geführt werden.

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Wann wird in Deutschland eine Herdenimmunität erreicht sein?

Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger erkranken an Covid-19, da somit die Infektionskette schnell wieder unterbrochen wird. Dann spricht man von Herdenimmunität. Dadurch werden auch Personen geschützt, die noch nicht geimpft wurden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO müssten 60 bis70 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sein, also zwei Impfdosen verabreicht bekommen haben, damit jegliche Infektionskette wieder unterbrochen werden kann. 

Allerdings hängt die Quote, die für die Herdenimmunität benötigt wird, auch mit der Reproduktionszahl des Virus', möglichen Mutationen und der Wirksamkeit beziehungsweise Effektivität des Impfstoffes ab. So kann es passieren, dass die Quote für den Herdenschutz auch weit über 70 Prozent liegen kann. 

Mehr zum Thema: Weil nur eine Handvoll Bundesländer ihre Daten über das „Digitale Impfquotenmonitoring“ melden, muss sich das Robert Koch-Institut die täglichen Impfzahlen aus E-Mails zusammenklauben. Die Folge: Chaos statt Durchblick.

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