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Doppelrolle

Frauen, sucht Euch jüngere Männer!

Wenn das Kind erst da ist, bleibt meist die Frau zu Hause. Denn der Mann bringt am Ende des Monats mehr Gehalt nach Hause. Wie kann Frau diesen Nachteil ausmerzen? Ganz einfach: Frauen, sucht euch jüngere Männer!

Tina Turner und ihr 16 Jahre jüngerer Ehemann Quelle: REUTERS

Mitte Juli heiratete Tina Turner zum zweiten Mal. Der Auserwählte der bald 74-Jährigen: Musikmanager Erwin Bach, Turners Lebensgefährte seit mehr als 25 Jahren  – und 16 Jahre jünger als die Soul-Oma. Sängerin Jennifer Lopez (44) ist mit Casper Smart liiert ­– der Tänzer ist  gerade mal 26. Und Madonna war längst ein Weltstar, als ihre letzten beiden Liebhaber noch nicht einmal geboren waren: Jesus Luz zählte zarte 24 Lenze, als die Beziehung mit der damals 51-Jährigen startete, sein Nachfolger Brahim Zaibat, seit 2011 Madonnas Lebensabschnittsgefährte, ist fast 30 Jahre jünger als die Popdiva.

Erfolgreiche, ältere Frau und  junger Mann: Eine Kombination, die im Show-Business schon fast zum guten Ton gehört, könnte sich auch für ambitionierte Nachwuchsmanagerinnen lohnen. Auch wenn dann nicht Bizeps, Sixpack und jugendliche Potenz im Vordergrund stehen – sondern finanzielles Kalkül.

Wer mehr verdient, gewinnt

Denn die Rechnung ist ganz einfach:

Im Durchschnitt sind Männer drei bis vier Jahre älter als ihre Partnerinnen. Werden dann Kinder geboren, hat der Mann in aller Regel bis zu vier Jahre mehr Berufserfahrung und somit vier Jahre mehr Zeit, sein Gehalt in die Höhe zu treiben.

Ganz klar, dass sich die jungen Eltern dann für das Gehalt des Mannes entscheiden. Und nur die wenigsten Paare sehen den zeitweisen Verzicht auf das Gehalt des Mannes als Investition in das Vater-Kind-Verhältnis.

Sind die Partner gleich alt, wenn ein Kind geboren wird, sieht das Ganze schon anders aus. Dann hatten beide gleich viel Zeit, sich ihrer Karriere zu widmen und die gleiche Chance, auf Karriere- und Gehaltsleiter nach oben zu klettern. Denn Fakt ist: Viele Frauen verdienen in den ersten Jahren gleich viel wie ihre männlichen Kollegen, in manchen Berufen gar mehr. Die Entgeltschere öffnet sich erst, wenn gut qualifizierte Frauen nach einer längeren Familienzeit wieder in den Beruf zurückkehren oder nur in Teilzeit wieder einsteigen.

In Arbeit
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Ist die Frau älter als der Mann, ist die Frau klar im Vorteil, wenn es um die Aufgabenverteilung nach der Geburt eines Kindes geht. Dann ist sie es, die schon länger an ihrer Karriere arbeiten konnte und mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Geld verdient. Dann muss er zuhause bleiben, Windeln wechseln, die Nächte durchwachen und beim Kinderarzt auf den Termin warten.

Also Augen auf bei der Partnerwahl! Wer als Frau Familie und Beruf vereinbaren will, sollte sich bei den jüngeren Jahrgängen umschauen. Vielleicht klappt es ja dann mit der Karriere.

Braucht Deutschland eine neue Kultur der Vereinbarkeit? Die Herausgeberinnen des Onlinemagazins LOB für berufstätige Mütter und Väter (www.lob-magazin.de) Nicole Beste-Fopma und Dr. Lydia Hilberer stellen in ihrer neuen Kolumne alternative Konzepte für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor. 

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