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Ferien Zehn kuriose Fakten über Urlaub

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Sandburg Quelle: dpa

6. Ferien machen dumm: Harris Cooper von der Universität von Missouri in Columbia analysierte in einer Metastudie 1996 insgesamt 39 wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirkung von Sommerferien auf Schüler. Dabei zeigte sich: Sowohl die mathematische Fähigkeiten als auch die Rechtschreibkompetenzen litten unter der langen Pause. Schon nach vier Wochen Auszeit im Sommer waren die Schüler wieder auf dem geistigen Niveau des Frühjahrs angelangt. Mehr noch: Der negative Effekt wurde von Jahrgang zu Jahrgang größer – je älter die Schüler, desto stärker der Rückfall. Tipp: Am besten, Sie lesen am Strand auch ab und zu ein gutes Buch.

7. Hitze steigert die Rachegelüste: Man kann sich irgendwie denken, dass das Aggressionspotential mit steigenden Temperaturen in die Höhe schießt. Davor sind noch nicht mal Profisportler gefeit, wie Richard Larrick von der Fuqua School of Business in einer Studie zeigen konnte. Er analysierte 57.000 Spiele der US-Baseballliga MLB von 1952 bis 2009. Larrick zählte die so genannten Beanballs – Situationen also, in denen der Werfer den Baseball absichtlich auf den Kopf des gegnerischen Spielers zielt. Meist geschieht dies aus Rache oder purer Wut. Und siehe da: Lagen die Außentemperaturen bei etwa 10 Grad, lag die Wahrscheinlichkeit eines Beanballs bei 22 Prozent. Zeigte das Thermometer 30 Grad und mehr, stieg diese Zahl auf immerhin 27 Prozent. "Hitze führt nicht per se zu mehr Aggression", sagt Larrick, "aber es steigert die Rachegelüste".

8. Urlaub fördert Krankheiten: Adrian Vingerhoets, Psychologe der niederländischen Universität Tilburg, befragte vor einigen Jahren 1128 Männer und 765 Frauen. Drei Prozent der Befragten gaben an, im Urlaub regelmäßig Kopfschmerzen zu haben, grippale Infekte oder sogar Depressionen zu bekommen. Vingerhoets nennt dieses Phänomen „Leisure sickness“ (Freizeitkrankheit). Mögliche Ursache: Das Immunsystem fährt in den Ferien herunter – und dadurch werden Urlauber anfällig für Krankheiten.

9. Männer und Frauen erkranken unterschiedlich: Nichts ist ärgerlicher, als im Urlaub krank zu werden. Allerdings weisen Männer und Frauen dabei unterschiedliche Symptome auf. Das zumindest geht aus einer Studie der Universität Zürich hervor. Die Wissenschaftler werteten zwischen 1997 und 2007 die Daten von rund 60.000 Patienten aus, die eine von weltweit 44 Kliniken für Reisekrankheiten aufgesucht hatten. Fazit: Männer litten eher unter Malaria und anderen Fiebererkrankungen, Frauen plagten sich mit Durchfall und Infektionen der Atemwege.

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    10. Zu viel Kultur kann schädlich sein: Haben Sie keine Lust, Ihren Partner im Urlaub in Museen zu begleiten? Dann warnen Sie ihn einfach vor dem "Stendhal-Syndrom". Dahinter verbirgt sich eine Entdeckung der italienischen Ärztin Graziella Magherini. Als Leiterin der psychologischen Abteilung eines Krankenhauses in Florenz bemerkte sie im Jahr 1979, dass auffallend viele ausländische Touristen erkrankten. Magherini führte das auf die Fülle von Kunstwerken in der Stadt und den damit verbundenen Eindrücken zurück. Der Name des Syndroms geht zurück auf die Reiseberichte des gleichnamigen französischen Schriftstellers.

    Na dann: Schönen Urlaub!

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