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Fit am Schreibtisch Das perfekte Workout fürs Büro

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Sport am Arbeitsplatz

Fitness-Coach Veronika Chmiel empfiehlt Einsteigern Folgendes: Zum einen sollte man eine Grundfitness mitbringen und kein starkes Übergewicht haben. Zum anderen ist es empfehlenswert, sich das Training anfangs von Profis zeigen zu lassen. "Das beugt Fehlern bei der Ausführung vor, und das Fitness-Level kann individuell ermittelt werden." Bereits nach ein paar Übungseinheiten im Studio könne HIT problemlos alleine in den Alltag integriert werden.

Doch was sagen Chefs und Kollegen dazu, wenn der Schreibtisch plötzlich zum Workout-Platz wird? Laut aktueller Statistik der AOK hat sich in den Unternehmen die Notwendigkeit, für Bewegung am Arbeitsplatz zu sorgen, in den vergangenen Jahren fast verdoppelt. Demnach arbeiteten 2004 bundesweit 4800 Unternehmen mit der Krankenkasse an Projekten der Betrieblichen Gesundheitsförderung, 2012 waren es bereits 8200. "Immer mehr Betriebe investieren in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Dieses Engagement senkt wiederum Krankenstände und Fluktuation, steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und führt zu mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit", sagt Michael Bernatek vom AOK-Bundesverband. Bewegungsangebote für Mitarbeiter sind dabei ein fester Bestandteil des Projekts.

HIT-Training mit Apps & Co.

Generell gehören in vielen Firmen Fitnessräume und sogar Duschen inzwischen zum festen Inventar. Aber auch wenn der Sport im eigenen Haus noch nicht so etabliert ist: So gut wie jedes Büro verfügt über einen Aufenthaltsraum, der für Sport in den Pausen genutzt werden kann. Und da gilt es dann, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und Vorreiter zu sein. "Man muss sich nur trauen, und die Kollegen ziehen dann vielleicht sogar nach", so Fitness-Trainerin Chmiel. Umdenken lohnt sich, denn es liege auf der Hand: "In der Raucherecke stehen, oder lieber ein paar Minuten was für seine Fitness tun? Was ist wohl positiver?"

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Und das Umdenken lohnt sich: Mit den neuesten Resultaten aus Wissenschaft und Praxis ist die bisherige Faustregel "Laufen ohne zu Schnaufen" überholt.

Denn die Muskulatur wird durch intensives Training maximal beansprucht. Das Ergebnis: maximaler Energiebedarf pro Zeiteinheit. Eines darf dennoch nicht fehlen: volle Konzentration.

"Wer halbherzig auf dem Crosser trainiert und dabei Zeitung liest, erziel daher kaum einen Effekt", sagt Chmiel. "Wenn man mit dem Kopf arbeitet, kann man ja auch nicht nebenbei Zeitung lesen. So ist es auch bei körperlicher Arbeit." Zudem profitiere man durch HIT vom so genannten Nachbrenneffekt: "Der Körper ist nach dem Training ausgebrannt und geht an seine Reserven, sprich an seine Fettzellen. Auf diese Weise lernt er, auf direktem Weg an seine Fettpolster zu gehen."

HIT ist also gut, um mit wenig Aufwand fit und schlank zu bleiben. Wer jedoch zum Beispiel Marathon läuft oder viel Fahrrad fährt, sollte variieren: "Eine Leistungsverbesserung erzielt man dann am besten mit einer Kombination aus HIT und einem moderaten, langem Ausdauertraining, etwa an den Wochenenden", so Wahl. Die Wissenschaft zeige, dass sich für eine sehr effektive Leistungssteigerung ein polarisiertes Training empfiehlt. "Das heißt, entweder sehr lang und locker trainieren oder es eben richtig krachen lassen."

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