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Gen Y-Typologie Generation Bausparvertrag: Wirklich so spießig und faul?

Exklusiv

Unentschlossen, spießig, faul – über die Generation Y kursieren so einige Vorurteile. Welche davon stimmen und welche nicht, zeigt eine neue Typologie.

Laut der Unternehmensberatung Consulting Cum Laude ist die Generation Y vielfältiger als gedacht. Quelle: dpa

Wahrscheinlich sieht sich keine Generation mit so vielen Vorurteilen konfrontiert wie die Generation Y, also diejenigen, die zwischen 1990 und 2010 zu den Teenagern zählen. Etwa: „Wollen keine Verantwortung übernehmen“ – sagen die Manager. Oder „Fragen als erstes nach der Work-Life-Balance statt den Aufgaben“ – sagen die Personaler. Oder auch „Kommunizieren nur über Facebook und Whatsapp und nicht von Angesicht zu Angesicht“ – sagen die Kollegen. Doch stimmt das tatsächlich? Strömt da gerade wirklich eine Generation von Spießern in die Unternehmen, die keine Lust auf Arbeiten haben und nicht anständig in der realen Welt kommunizieren können? Die Unternehmensberatung Consulting Cum Laude, hat sechs Typologien zu den verschiedenen Vertretern der Gen Y erstellt. Das Ergebnis: Diese Generation ist vielfältiger als gedacht. Vom Karrierebewussten Manager, über den Unternehmer bis zum Unentschlossenen ist alles dabei.

Vorbilder der Studenten: Vater, Mutter und Angela Merkel
Was den Studenten persönlich besonders wichtig ist73 Prozent der Befragten gaben an, dass Familie für sie an erster Stelle steht - gefolgt von Freunden und einem hohen Lebensstandard. Freizeit und Sport halten 17 Prozent für besonders wichtig. Der berufliche Erfolg hat nur bei 15 Prozent einen hohen Stellenwert. Damit blieben soziale Faktoren weiterhin deutlich wichtiger als Karriere und Geld. Quelle: Fotolia
Studentendemo Quelle: dpa/dpaweb
Foto junger Mann zeigt Daumen hoch Quelle: Fotolia
Foto Eltern im Kreis, Ansicht von unten Quelle: Fotolia
Foto von Angela Merkel Quelle: AP
Junger Mann mit fragendem Gesicht Quelle: Fotolia
Handschlag zwischen Chef und seinem neuen Angestellten Quelle: Fotolia

1. Die Bausparer 

Partner und Kinder, ein gutes Gehalt, das eigene Häuschen – das treibt die Gruppe der Bausparer an. Ihre eigenen Eltern würden sie wohl Spießer nennen, schließlich sind die zu einer Zeit groß geworden, in der alles Konventionelle und Bürgerliche abgelehnt wurde. Doch das ist den Bausparern egal. Sie wollen Sicherheit, mögen langfristige Pläne, aber auch Entwicklungsmöglichkeiten. Um dieses Ziel zu erreichen, sind sie bereit einiges zu leisten. Aber verlangen dafür auch Eingeständnisse ihres Arbeitgebers: Work-Life-Balance, flexible Arbeitsstrukturen und vor allem Transparenz sind essentiell. Die Bausparer wissen, dass sie zu den Leistungsträgern des Unternehmens gehören und scheuen sich auch nicht, Freiheiten gezielt einzufordern. Mit 30 Prozent bilden sie die größte Gruppe innerhalb der Gen Y.  

2. Die Sinnsuchenden

Sie wünschen sich Zufriedenheit, wollen dem Leben gelassen entgegen sehen. Die große Karriere streben sie nicht an, vor allem nicht in einem Konzern: viel zu unpersönlich, viel zu durchorganisiert. Die Sinnsuchenden haben keine großen beruflichen Visionen und Ziele, doch auch ihnen ist ein gewisses Auskommen wichtig: Sie suchen den Mittelweg. Das gleiche gilt für den Beruf: Karriere bedeutet für sie, weder über- noch unterfordert zu sein. Ihnen ist finanzielle und berufliche Sicherheit wichtig, aber vor allem wollen sie genügend Zeit für Freizeit und Familie. Mit 25 Prozent bilden die Sinnsuchenden die zweitgrößte Gruppe der Generation Y.

3. Die Wetteifernden

Ihr Antrieb ist die Konkurrenz. Ist jemand anderes schneller, ehrgeiziger oder klüger, versucht der Wetteifernde seinen Konkurrenten zu übertreffen. Deadlines sind seine Motivation, Leistungsdruck spornt ihn zur Hochtouren an. Doch er hat auch eine andere Seite: Der Wetteifernde braucht viel Aufmerksamkeit und Anerkennung. Von seinen Kollegen und Vorgesetzen, aber auch aus seinem privaten Umfeld. Deshalb wird ihm im Laufe seiner Karriere eine gute Work-Life-Balance immer wichtiger, er will nicht sein Leben lang so viel schuften wie zu Beginn. Doch am Anfang ist das okay, schließlich will er ein gutes Einkommen haben. Finanzielle Sicherheit ist dem Wetteifernen nämlich genauso wichtig, wie der beste zu sein. Laut Studie gehören rund 18 Prozent zu dieser Gruppe.

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