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Generationenkonflikt Heikle Mischung am Arbeitsplatz

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Ferdinand Piëch, Vorsitzender des Volkswagen-Aufsichtsrats, gehört zu der Generation der Veteranen Quelle: Illustration: Birgit Lang

Die Veteranen - Jahrgänge 1928–1945 - Prägende Ereignisse: Zweiter Weltkrieg, deutscher Gewinn der Fußball-WM 1954, Contergan-Skandal

Charakter Wenn von der Besinnung auf alte Tugenden die Rede ist, dann sind ihre Werte gemeint. Das Heranwachsen kurz vor, im oder nach dem Zweiten Weltkrieg hat bei VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Co. Spuren hinterlassen. Von ihren Eltern lernten sie: Aufwärts geht es nur mit harter Arbeit, Disziplin und Sparsamkeit. Durch existenzielle Nöte lernte diese Generation schon in der Kindheit, dass jeder nur im Kollektiv vorankommt – und zwar dann, wenn der Einzelne seine Bedürfnisse hinten anstellt. 

Verhalten als Angestellte Sie wurden geprägt von der verarbeitenden Industrie, in der ein Vorgesetzter Anweisungen gab. Ungehorsam passt da nicht rein. Meinungsverschiedenheiten tragen sie – wenn überhaupt – im Verborgenen aus. Das Arbeitsethos der Generation Y halten sie für wenig effizient. Dementsprechend schwer fällt es ihnen, von einem Jüngeren Befehle zu erhalten. Ab und an brauchen sie die Bestätigung, dass ihre Erfahrung weiter gebraucht wird. 

Verhalten als Führungskräfte Als sie auf den Arbeitsmarkt drängten, war der Top-down-Ansatz der richtige – den haben sie beibehalten. Sie geben klare Anweisungen und handeln hart, aber fair. Machen sie einen Fehler, fällt ihnen die Entschuldigung allerdings schwer. Schlimmstenfalls vertreten sie das Modell Sonnenkönig: Dann treffen sie alle Entscheidungen allein.

Das optimale Büro der Veteranen: Kaum einer will im Großraumbüro arbeiten

Arbeitsstil Sie suchen jemanden, der die Firmenkasse verwaltet? Veteranen sind dafür genau richtig. Sie sind ehrlich, verlässlich, sorgfältig und loyal. Daher kommen sie Anweisungen sofort nach – wenn sie der Chef erteilt. Veränderungen sind ihnen allerdings nicht geheuer, wenn nicht gar zuwider. 

Optimales Büro Ihr Arbeitsplatz gehört für sie zur beruflichen Identität – daher brauchen sie ihr Reich. Konferenzräume sollen davon klar abgetrennt sein, kaum einer will im Großraumbüro arbeiten.

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