Internationale Umfrage Deutsche und Chinesen sind die fleißigsten

Die Deutschen finden sich selbst ziemlich arbeitsam. Aber auch Befragte aus sieben anderen Ländern sind dieser Ansicht, wie eine Umfrage zeigt.

Die faulsten Städte Deutschlands
GelsenkirchenDie faulste Stadt Deutschlands soll Gelsenkirchen sein. Sie habe nicht rechtzeitig auf Veränderungen reagiert und wurde damit zu einem typischen Beispiel für den Teufelskreis der Faulheit, schreibt der Investmentpunk Gerald Hörhan auf seiner Internetseite. Fast jede Stadt habe in ihrer Geschichte mit Problemen wie einem sterbenden Industriezweig oder einem abwandernden Konzern zu kämpfen. Quelle: dpa
Herne Auch auf Platz zwei der faulsten Städte befindet sich eine Stadt aus dem Ruhrpott. Das inoffizielle Ranking hat auf Basis von volkswirtschaftlichen Daten des Institutes der deutschen Wirtschaft die 50 größten Städte bewertet. Quelle: dpa
Duisburg... Folgende Daten bilden die Grundlage für das Faulheits-Ranking: Bruttoinlandsprodukt (BIP), verfügbares Einkommen und Arbeitsunfähigkeitstage je Einwohner, oder etwa die Zahl der privaten Schuldner und die der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss. Auf Platz drei ordnet sich erneut eine nordrhein-westfälische Stadt ein. Quelle: dpa
Halle (Saale)Als erste ostdeutsche Stadt ordnet sich Halle auf Platz 4 ein - Leipzig, Chemnitz und Dresden folgen auf den Plätzen 12, 25 und 37. Quelle: dpa/dpaweb
BerlinDie Bundeshauptstadt rangiert ziemlich weit vorne unter den faulsten Städten Deutschlands. Auf seiner Internetseite schreibt der "Investmentpunk", dass das Ausmaß der Faulheit in einer Stadt davon abhänge, wie Politik gemacht werde. "Berlin hat die meisten Arbeitslosen, was vor allem an der schlechten Bildung und der mangelnden Leistungsbereitschaft liegt. Zwar boomt die Wirtschaft in Berlin, doch Arbeitgeber finden kaum qualifiziertes und motiviertes Personal, weshalb bei freien Jobs Zuwanderer aus anderen Städten zum Zug kommen. Berlin lebt überproportional von Transferleistungen und macht es sich damit auf Kosten anderer Städte bequem," analysiert er. Quelle: dpa
Hamm... und wieder zurück an den Rand des Ruhrgebiets. Platz sechs geht an Hamm, der Stadt mit dem größten Oberlandesgericht Deutschlands. Quelle: dpa
OberhausenIn der nordrhein-westfälischen Stadt schleppt jeder Einwohner einen Kassenkredit in Höhe von fast 6900 Euro mit sich herum- damit ist die Stadt die am höchsten mit Kassenkrediten verschuldete Kommune Deutschlands. In dem inoffiziellen Ranking liegt sie mit Platz sieben noch unter den Top Ten. Jetzt machen wir einen großen Sprung zu den Städten, die im Ranking zu den fleißigsten Städten zählen. Quelle: dpa
Karlsruhe Die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs verbinden die meisten eigentlich nur mit dem Bundesverfassungsgericht und vielleicht noch mit dem örtlichen Fußballverein, viel mehr kommt da meist nicht. Dabei gibt es mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auch noch eine ziemlich gute Universität. Quelle: dpa
HamburgDie Hansestadt ist insbesondere als Handels- und Verkehrszentrum wichtig - und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten Deutschlands. Der Hafen ist von internationaler Bedeutung. Im Ranking beschert das ihr Platz 45. Quelle: dpa
MainzDie Stadt in Rheinland-Pfalz holt sich mit Platz 46 gerade noch so eine Spitzenplatzierung. Quelle: dpa
StuttgartAuf Platz 47 der fleißigsten Städte liegt die baden-württembergische Hauptstadt, die sonst eher mit "Stuttgart 21" auf sich aufmerksam macht. Aber immerhin gibt es hier auch die erste schwarz-grüne Koalition. Quelle: dpa
FrankfurtDer bronzefarbene Bulle steht für den Aufwärtstrend an den Börsen. Laut dem Ranking zeichnet sich die Finanzstadt vor allem dadurch aus, dass sie auf "Weltniveau" arbeite und dabei besonders international sei. Quelle: dpa
Münster Die beiden Städten, die sich durch besonderen Fleiß auszeichnen, sind gleichzeitig auch gekennzeichnet durch einen eher rückständigen und katholischen Raum - das bringt die Pluspunkte. Quelle: dpa
MünchenWenn nicht gerade das alljährliche Oktoberfest gefeiert wird, dann gilt die bayrische Landeshauptstadt als besonders fleißig. Sie hat gewonnen, weil sie insbesondere in Bildung und Forschung investiert hat. München ist also Deutschlands fleißigste Stadt. Quelle: dpa

Eigenlob zählt nicht gerade zu den sympathischsten Charaktereigenschaften. Aber wenn die anderen derselben Ansicht sind, ist es offensichtlich angebracht. Die Deutschen werden von sich selbst und anderen Nationen nach einer internationalen Umfrage  der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Personalberatung Monster.de für produktiv gehalten (das heißt arbeitsam, innovativ, kreativ) und darin nur von den Chinesen übertroffen.

Über 8.000 Teilnehmer in Kanada, Frankreich, Deutschland, Indien, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und den USA wurden gebeten, den Fleiß anderer Nationen zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen folgende Rangliste:

1. China

2. Deutschland

3. USA

4. Kanada

5. Vereinigtes Königreich

6. Indien

7. Niederlande

8. Frankreich

Von den deutschen Teilnehmern denken 88 Prozent, dass die heimischen Arbeitnehmer am fleißigsten sind. Auf dem zweiten Platz findet sich China mit 78 Prozent, gefolgt von den Niederlanden und Kanada mit jeweils 60 Prozent. Frankreich befindet sich mit nur 37 Prozent am Ende des Rankings.

Die Umfrage befasst sich auch mit der Frage, wie sehr die Teilnehmer an die Wettbewerbsfähigkeit ihres eigenen Landes glauben. Die Frage lautete: „Wie würden Sie, angesichts der wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die sich daraus ergebende Haltung hinsichtlich der Belastbarkeit/der Wettbewerbsfähigkeit in Ihrem Land bewerten?“ 26 Prozent gaben an, dass Deutschland „wettbewerbsfähiger als je zuvor sein“ werde. 28 Prozent glauben, dass es „etwas weniger wettbewerbsfähig“ sein werde. 17 Prozent vermuten, dass Deutschland sich erholen, aber „nicht mehr so wettbewerbsfähig“ sein werde. 19 Prozent sind sich nicht sicher und nur drei Prozent glauben, dass sich Deutschland nie erholen werde.

Jüngere Deutsche sind besonders optimistisch

34 Prozent aller Teilnehmer unter 35 Jahren glauben, dass sich Deutschland wieder erholen und trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten wettbewerbsfähiger denn je sein wird. Von den Über 35-Jährigen glauben das nur 24 Prozent. Diese erfahreneren Arbeitnehmer gehen eher davon aus, dass Deutschland sich zwar erholen kann, aber nicht mehr so wettbewerbsfähig wie vorher sein wird.

Franzosen haben kein Vertrauen

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

Die internationalen Ergebnisse zeigen, dass Kanadier (43 Prozent) am ehesten an das wirtschaftliche Comeback ihres Landes glauben, gefolgt von Indien (40 Prozent). Deutschland rangiert hier auf dem vierten Platz (26 Prozent) nach den USA (35 Prozent). Am wenigsten zuversichtlich sind die Franzosen (7 Prozent).

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%