Internet 27 Tipps fürs Selbstmarketing via Twitter

Der Mikronachrichtendienst Twitter ist längst nicht mehr nur ein Medienhype, sondern ein erfolgreiches Instrument zur Kommunikation, zum Vernetzen und natürlich auch zum Aufbau einer Eigenmarke im Netz. Die wichtigsten Tipps und Hilfsprogramme zur Nutzung im Überblick.

Twitter-Profile können gezielt eingesetzt werden, um die Karriere zu pushen (zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken)

Über sechs Millionen Menschen haben sich bislang weltweit bei Twitter.com angemeldet, in Deutschland sind es bisher zwar erst rund 40.000. Doch die Zahl wächst exponenziell. Der Mikronachrichtendienst ist längst nicht mehr nur ein Medienhype, sondern ein erfolgreiches Instrument zur Kommunikation, zum Vernetzen und natürlich auch zum Aufbau einer Eigenmarke im Netz.

Folgende Punkte gilt es dabei zu beachten:

Bevor es losgeht: Das Profil

1. Sichern Sie sich zuerst Ihren vollen Namen auf Twitter. Da Twitter bei Suchmaschinen hoch rangiert, ist dies ein wichtiger Baustein für Ihr Personal Branding. Beeilen Sie sich damit. Jeden Accountnamen gibt es nur einmal. Kommt Ihnen ein Namenszwilling zuvor, haben Sie nachhaltig Nachteile. So gesehen ist es auch ein Vorteil, dass in Deutschland bisher erst wenige dort registriert sind.

2. Haben Sie schon einen Markennamen, sollten Sie auch den dort registrieren. Es gibt inzwischen einige dokumentierte Fälle, in denen Spaßvögel unter bestehenden Markennamen Unfug zwitscherten. Zwar können Sie den Account später unter Umständen juristisch wieder einklagen – der Blödsinn in Verbindung mit Ihrer Marke bleibt aber trotzdem im Netz.

3. Bevor Sie mit dem Zwitschern loslegen oder anderen Nutzern folgen, sollten Sie unbedingt Ihr Profil vollständig ausfüllen. Das Wichtigste: Ein gutes Foto von Ihnen, auch Avatar genannt. Da es im Profil immer links oben angezeigt wird, sollten Sie darauf leicht nach rechts (in die Seite hinein) schauen. Das wirkt freundlicher.

Natürlich können Sie auch ein neutrales Logo wählen. Wer sich dort jedoch als Person eine Marke aufbauen will, sollte sich an dieser Stelle nicht hinter Symbolen verstecken. Wählen Sie dabei unbedingt einen kontrastreichen Porträt-Ausschnitt. Der Avatar wird später ebenso in den Profilen der Menschen angezeigt, die Ihnen folgen – da jedoch in 24 mal 24 Pixelgröße. Prüfen Sie also vorher, ob das Bild auch noch in Fingernagelgröße gut aussieht.

Mit offenen Karten spielen

4. Im Profil selbst, geben Sie Ihren Klarnamen, Ihren Standort und einen Link zu Ihrer Webseite an. Falls Sie keine Webseite oder Blog betreiben, verlinken Sie zumindest Ihr Profil in einem Sozialen Netzwerk wie Xing oder Facebook.

Achtung: Es gibt inzwischen einige Nutzer, die an dieser Stelle Bit.ly-Links einfügen. Das ist ein Verkürzungsservice für URLs, der zu jedem Link auch Statistiken liefert, wie oft oder von wem diese geklickt wurden. Ich rate dennoch davon ab: Für Sie mag das ein Vorteil sein – für Ihre Twitter-Follower aber ist völlig unklar, wohin der Link führt. Theoretisch kann er zu einem unseriösen Angebot leiten. Gerade wenn man Sie noch nicht kennt, sollten Sie deshalb lieber mit offenen Karten spielen.

5. Im Profil können Sie zusätzlich eine Kurzbiografie von sich in maximal 160 Zeichen Länge abgeben. Auch diese Chance sollten Sie nutzen – keiner kauft nun mal gerne die Katze im Sack. Umreißen Sie also mit aussagekräftigen Stichwörtern kurz Ihr Spektrum. Gut sind auch ein bis zwei extraordinäre Signalwörter, die neugierig machen.

6. Nachdem Sie Ihr Profil vollständig ausgefüllt haben, sollten Sie sich noch Gedanken über Ihr Hintergrundbild machen. Das Motiv gibt Ihnen nicht nur die Chance, Ihr Profil weiter zu personalisieren, sondern auch mehr Aussagen über sich zu treffen. Wer sich damit nicht auskennt, kann zu Beginn bei Twitbacks.com, Twitterpatterns.com, Twitpaper.com oder Twitterimage.com aus vorgefertigten Bildern wählen und diese teilweise modifizieren.

Besser ist natürlich, Sie greifen direkt zu einem Bildbearbeitungsprogramm und gestalten Ihren eigenen Hintergrund. Dort können Sie zum Beispiel zusätzlichen Text integrieren und – falls Sie mögen – auch Ihre E-Mail-Adresse, Handynummer oder weitere URLs angeben. Ebenso haben Sie die Chance, durch Fotos subtile Aussagen über sich zu machen: Ein Foto, bei dem Sie ein Mikro in der Hand halten und im Rampenlicht stehen, deutet etwa auf einen gefragten Redner hin. Vergessen Sie bei allem aber nicht, dass Sie nur die Randbereiche des Bildes von jeweils rund 300 Pixeln gestalten können: Der Raum dazwischen wird immer von Ihren Tweets verdeckt.

7. Für alle Punkte gilt: Wenn Sie sich eine Marke via Twitter aufbauen wollen, verwenden Sie Nutzernamen, Hintergrundbild und Links stets mit Bedacht sowie möglichst einheitlich zu Ihren übrigen Auftritten im Netz. Schließlich braucht jede junge Marke so etwas wie eine Corporate Identity.

Techniken zum Markenaufbau

8. Beginnen Sie damit anderen Menschen zu folgen. Zuerst sollten Sie über Search.Twitter.com schauen, ob dort vielleicht schon Freunde oder Bekannte von Ihnen mitzwitschern. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Instrumente, die Ihnen helfen, neue Freunde zu finden: Twitslikeme etwa spürt gleichgesinnte Twitterer anhand Ihrer Tweet-Inhalte auf. Ebenso funktioniert Twubble.

Mit TwitterLocal.net finden Sie über Ihre PLZ heraus, wer in Ihrer Nähe ebenfalls twittert. Und Friendorfollow.com hilft einem herauszufinden, wem man folgt, der einem aber nicht zurückfolgt – und umgekehrt. Eine weitere vergleichbare Übersicht liefert Lessfriends.com.

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