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Karrierefaktor Spaß Warum Freude an der Arbeit so wichtig ist

Wenn uns etwas Spaß macht oder zumindest interessiert, lernen wir schneller und arbeiten besser. Doch nicht jede Aufgabe löst Begeisterungsstürme aus. Wie Sie Ihr Gehirn überlisten.

Was wirklich hinter Lernmythen steckt
Bloß nicht mit den Fingern rechnen Quelle: Fotolia
Eine Lehrerin schreibt mit Kreide an die Tafel Quelle: dpa
Schüler mit dem Smartphone auf dem Schulhof Quelle: dpa
Fehler helfen beim LernenWer sich beim Lernen häufig verhaspelt und die Lösung raten muss, lernt trotzdem was. Eine kanadische Studie hat gezeigt, dass die Gedächtnisleistung sogar von den Fehlern profitiert. Dies gilt allerdings nur, wenn die Raterei nicht völlig ins Kraut schießt, sondern nur knapp an der richtigen Lösung vorbei ist. Wer häufig fast richtige Vermutungen anstellt, dem helfen diese wie kleine Brücken beim Erinnern an die korrekte Information. Diesen Vorteil konnten die Forscher sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Probanden feststellen. Wer sich selbst herantastet, profitiert davon also mehr, als wenn ihm die richtige Antwort vorgesagt wird. Quelle: Fotolia
Texte wiederholt zu lesen, heißt viel zu lernen Quelle: dpa
Gelerntes erzählen, hilft es sich zu merken Quelle: AP
Hochbegabte sind LernüberfliegerWer einen ungewöhnlich hohen IQ hat, ist in der Schule noch lange kein Überflieger. Weil viele Hochbegabte in der Schule unterfordert sind, markieren sie den Klassenclown und bekommen entsprechend schlechte Noten. Quelle: Fotolia

Als Kinder lernen wir gerne und ständig. Je älter wir werden, desto stärker nimmt die Freude am Lernen ab - jedenfalls, wenn wir etwas unbedingt tun müssen und keinen Sinn darin sehen. Die Lateinvokabeln in der Schule zu pauken, macht keinen Spaß - und ist mühsam. Für ein paar Sätze Italienisch für den heißersehnten Urlaub im Süden können wir uns einfacher motivieren.

Das belegt jetzt auch eine Studie von Psychologen der Michigan State Universität. Darin konnten sie beweisen, dass Menschen Aufgaben deutlich besser und schneller lösen, wenn sie davon ausgehen, dass sie wichtig sind.

Lernen in Prozenten

In einem Experiment sollten sich Studenten an Silbenrätseln versuchen. Einer Gruppe wurde vorgegaukelt, dass das Rätseln ihnen von persönlichem Nutzen sein und außerdem Spaß machen würde. Der anderen Gruppe gab man schlicht den Auftrag, die Rätsel zu lösen.

Wenig verwunderlich: Die Gruppe, die sich einen privaten Nutzen versprach und einen vergnüglichen Zeitvertreib erwartet hatte, löste die Rätsel schneller - und fühlte sich dadurch weniger angestrengt als die Vergleichsgruppe.

Das Fazit der Forscher: Wer Spaß an etwas hat, sich dafür interessiert und einen Nutzen daraus zieht, der arbeitet effizienter und schneller. Das Problem ist bloß, dass sich der Fließbandarbeiter oder der Lateinschüler wahrscheinlich schwerer damit tun, Spaß an ihrer Aufgabe zu entwickeln als andere. In diesem Fall kann es sich auszahlen, das eigene Gehirn auszutricksen.

So erkennen und schließen Sie Ihre Wissenslücken

Studien verschiedener Forscher belegen nämlich, dass Menschen bessere Arbeit leisten, wenn sie nicht alleine sind und ein Kollege dasselbe tut. Mehr noch: Es reicht schon, sich den Arbeitskollegen nur bildlich vorzustellen.

In Arbeit
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So haben beispielsweise Wissenschaftler der Stanford-Universität herausgefunden, dass uch das Interesse an einer Aufgabe wächst, wenn im Team oder besser noch gegeneinander gearbeitet wird. Außerdem wird die Aufgabe dann als weniger anstrengend empfunden.

Der Mensch misst sich gerne mit anderen. Wer seine Arbeit nicht mag, kann daraus für sich im Stillen einen Wettbewerb machen: Schneller sein als der Kollege, weniger Fehler machen, mehr Spaß haben. Egal ob am Fließband, im Bürostuhl oder auf der Schulbank.

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