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Karrieretipps vom Apple-Chef - mal anders Steve Jobs: Bleiben Sie hungrig und verrückt

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Meine biologische Mutter war eine junge, unverheiratete College-Absolventin, und sie beschloss, mich zur Adoption freizugeben. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, ich sollte von Leuten adoptiert werden, die einen College-Abschluss besaßen, und sie hatte alles in die Wege geleitet, damit ich bei meiner Geburt von einem Rechtsanwalt und seiner Frau adoptiert würde. Aber als ich auf die Welt kam, beschlossen diese Leute, dass sie doch lieber ein Mädchen wollten. So kam es, dass meine Eltern, die auf einer Warteliste standen, mitten in der Nacht einen Anruf erhielten: „Wir haben einen neugeborenen Jungen, wollen Sie ihn?“ Die Antwort war: „Natürlich.“ Meine biologische Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie ein College absolviert und mein Vater nicht einmal einen Highschool-Abschluss hatte. Sie weigerte sich, die Adoptionspapiere zu unterzeichnen. Erst Monate später, als meine Eltern versprochen hatten, dass ich später ein College besuchen würde, gab sie nach. >>> Bildergalerie: Die besten Apple-Produkte neu!!! 17 Jahre später besuchte ich tatsächlich ein College. Aber das war fast so teuer wie Stanford, und meine Ausbildung verschlang die ganzen Ersparnisse meiner aus der Arbeiterschicht stammenden Eltern. Nach sechs Monaten sah ich keinen Sinn mehr darin. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben machen wollte und sah nicht, wie mir das Studium helfen sollte. Also beschloss ich abzubrechen und darauf zu vertrauen, dass ich meinen Weg finden würde. Für mich war dies ein Furcht erregender Schritt, aber im Rückblick eine meiner besten Entscheidungen. ... Denn viel von dem, was mir, getrieben von Neugier und Intuition, auf meinem Weg begegnete, erwies sich später als unbezahlbar. Am Reed College wurde damals die wahrscheinlich beste Einführung in die Kunst der Kalligrafie angeboten. Da ich die normalen Lehrgänge nicht mehr besuchen musste, beschloss ich, diese Kunst zu lernen. Es war eine Beschäftigung mit schönen und künstlerisch subtilen Dingen, und ich war fasziniert. Nichts von alledem versprach irgendeinen praktischen Nutzen für mein späteres Leben. Aber zehn Jahre später, als wir am ersten Macintosh-Computer arbeiteten, erinnerte ich mich an alles, und wir bauten es in den Mac ein. Der Mac war der erste Computer mit schönen Schriftsätzen. Wäre ich nicht zufällig auf diesen Lehrgang gestoßen, hätte der Mac nie seine zahlreichen proportionalen Schriften bekommen. In der Vorausschau konnte ich das natürlich noch nicht erfassen. Aber im Rückblick wird es sehr sehr klar. ... Sie können nur darauf vertrauen, dass die Dinge irgendwann einen Zusammenhang ergeben. Sie müssen auf irgendetwas vertrauen – auf Ihren Bauch, Ihr Schicksal, das Leben oder was immer. Diese Einstellung hat mich nie enttäuscht, und sie war der bestimmende Faktor in meinem Leben. >>> Die neuesten Handys neu!!!

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