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Management Raus aus der Perfektionismusfalle

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"Niemand schafft es, immer 100 Prozent zu geben. Und 80 Prozent bringen in vielen Fällen mehr als das absolute Optimum", sagt die Buchautorin Simone Janson ("Die 110%-Lüge", Redline Verlag). Grund sei vor allem die negative Wirkung des selbst auferlegten Vollkommenheitsstresses.

Wer die Latte von vorneherein zu hoch legt, erzeugt Überforderungsgefühle, verliert die Motivation und absolviert irgendwann nur noch ein Pflichtprogramm. „Wenn wir uns hingegen machbare Herausforderungen suchen, indem wir nur 80 Prozent anstreben, gehen wir optimistisch an die Sache heran: Wir denken vorwärtsgerichtet“, sagt Janson. Auf diese Weise arbeiten die Betroffenen im Endeffekt oft besser und schaffen mehr.

Fehlerkorrektur

Der App-Entwickler und iPad-Trainer Jekel bekennt sogar freimütig: "Früher habe ich mich auf meine Workshops akribisch vorbereitet. Doch das war nicht effizient. "Heute würde er seine Teilnehmer zuerst fragen, welche Wünsche die haben – und diese dann "aus der Lameng" beantworten. Natürlich habe er ein profundes Basiswissen. Aber selbst wenn er mal keine Antwort wüsste, liefere er sie eben per Mail nach. Seitdem sei er nicht nur "viel entspannter", sagt Jekel, "ich bekomme sogar besseres Feedback von den Kunden".

Ein Mangel ist ja an sich nichts Schlimmes, sondern zutiefst menschlich: nobody is perfect. Und manchmal kann etwas Imperfektion sogar zum Glücksfall geraten: Ohne (Navigations-) Fehler hätte Christoph Kolumbus beispielsweise nie Amerika entdeckt. Schlimm werden solche Missgeschicke erst, wenn sie sich wiederholen und die Betroffenen nichts daraus lernen.

Über den ehemaligen IBM-Chef Thomas Watson kursiert dazu eine schöne Anekdote: Als einer seiner Mitarbeiter einen schweren Fehler beging, kostete der das Unternehmen rund 600 000 Dollar. Daraufhin fragte ein Journalist Watson, ob er den Mitarbeiter nicht feuern wolle, was der verneinte. Stattdessen sagte Watson seelenruhig: "Ich habe gerade 600 000 Dollar in die Ausbildung dieses Mitarbeiters investiert. Warum sollte jemand anderes diese Erfahrung gratis bekommen?" 

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