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Millennium-Serie wird fortgesetzt Was sich der Heyne-Verlag von „Verschwörung“ verspricht

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250.000 Exemplare für Deutschland

Für  die meisten der beteiligten internationalen Verlage geht es nun vor allem um eine der wichtigsten, weil potenziell verkaufsträchtigsten Neuerscheinungen des Jahres. Der Heyne-Verlag beispielsweise hat die Startauflage mit 250.000 Exemplaren sehr hoch angesetzt.

Dagegen haben der traditionsreiche schwedische Verlag Norstedts und Lagercrantz deutlich mehr Grund zur Nervosität. Einerseits haben sie immensen Aufwand betrieben vor der Veröffentlichung.

Wie der deutsche Buchmarkt tickt

Mehr als 20 Interviews mit Lagercrantz sollen internationale Journalisten bereits geführt haben, alle versehen mit einer Sperrfrist, die pünktlich zum Erscheinen ausläuft. Ist das Buch dann draußen, startet Lagercrantz zu einer ausgedehnten mehrwöchigen Werbetour mit Lesungen in Europa und den USA. Auch in Deutschland wird er auftreten, an drei Terminen ab dem 20. September in Hamburg, Berlin und Köln.

Schwieriger Streit ums Erbe

Doch völlig offen ist, was passiert, wenn „der Ring aus Stahl“ um das Buch sich löst – wie werden die Leser mit dem neuen Roman ihres alten Helden umgehen? Werden sie es lesen wollen? Kaufen sie es? Wird es ein Erfolg? Wie handelt die Presse es ab?

Norstedts-Verlag und Autor Lagercrantz wissen, dass sie in der schwedischen Öffentlichkeit einen immens schweren Stand haben, seit den Streitigkeiten um Larssons Erbe.

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Seine Lebensgefährtin, heißt es, sei von den Verwandten nur nach langem hin und her und viel zu gering abgefunden worden; immerhin das gemeinsame Apartment habe sie behalten dürfen.

Zwar bemühen sich Vater und Bruder Larsson darum, sich als würdige Erben zu erweisen. So soll der Erlös aus dem Verkauf des vierten Bandes an die von Larsson mitgegründete antifaschistische Zeitschrift „Expo“ fließen. Dennoch scheinen die Sympathien in der schwedischen Öffentlichkeit klar verteilt zu sein.

Lagercrantz jedenfalls sagte im schwedischen Fernsehen, er mache sich Sorgen über einen möglichen Misserfolg des Buches: „Es könnte sein, dass ich nur noch eine dunkle Brille aufsetzen will und eine Gesichtsoperation machen lasse – und dann verschwinde.“

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