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Per Nachnahme bezahlen Per Nachnahme bestellen: Das sind die Vor- und Nachteile

Quelle: imago images

Die Deutschen bestellen immer mehr online, anstatt in die Läden zu gehen. Doch was bedeutet es, wenn Sie per Nachnahme bestellen und wo liegen dabei die Vor- und Nachteile? Ein Überblick.

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Gerade wegen Corona und in der Vorweihnachtszeit bestellen die Menschen in Deutschland immer mehr zu sich nach Hause, anstatt in Läden nach Weihnachtsgeschenken zu suchen. Dabei bezahlen die meisten online per Lastschrift, Paypal oder Kreditkarte. Doch durch die Zahlungsweise „per Nachnahme bezahlen“ gibt es auch die Möglichkeit bei dem Paketzusteller direkt zu bezahlen. Wir zeigen was dabei zu beachten ist und welche Vor- und Nachteile sich durch das Bezahlen an der Haustür ergeben.

Was bedeutet per Nachnahme bestellen?

Grundsätzlich läuft die Bestellung so normal, wie Sie es von diversen Versandhäusern kennen. Als Kunde können Sie von zu Hause bei Online-Versandhäusern wie Otto oder Amazon oder einem Katalog die gewünschten Artikel auswählen, bestellen und anschließend liefern lassen und erhalten das Produkt am gewünschten Liefertag. Wenn Sie auf die Bestelldetails stoßen und dabei die Frage nach der gewünschten Zahlungsweise auftaucht können sie zumeist zwischen der Zahlung per Rechnung, per Vorkasse in einem bestimmten Zeitraum, Paypal oder Sofortüberweisung auswählen. Oft haben Sie auch die Wahl bei dem Paketzusteller selbst zu bezahlen und bestellen somit per Nachnahme.

Die Vorteile beim Bezahlen per Nachnahme

Der größte Vorteil vor allem im Vergleich zur Zahlung per Lastschrift oder Rechnung ist, dass die Ware beim Bezahlen per Nachnahme sofort losgeschickt wird. Der Verkäufer oder Händler muss in diesem Fall nicht darauf warten, dass die Bezahlung bei ihm eingeht, sondern kann Ihnen das gewünschte Produkt sofort zukommen lassen. Auch bei Zahlung per Vorkasse kann es nämlich vorkommen, dass es ein bis zwei Bearbeitungstage dauert, bis das Geld beim Empfänger einging und die bestellte Ware zu Ihnen versendet wird.

Zusätzlich können Sie auch per Nachnahme bestellen, wenn sie einen negativen Schufa-Eintrag vorzuweisen haben. Denn durch einen negativen Eintrag im Schufa-Register ist es meistens nicht mehr möglich bei einem Versandhaus oder Onlineshop auf Rechnung, also nach dem Erhalt des Produktes zu bezahlen.

Aber auch ohne einen negativen Schufa-Eintrag stellt das Bezahlen per Nachnahme eine interessante Alternative für Personen dar, die weder über Online-Banking, noch eine Kreditkarte oder Paypal verfügen.

Nachteile beim Bezahlen per Nachnahme

Bei der Bezahlung per Nachnahme müssen Sie bei dem Paketboten, der Ihnen das Produkt aushändigt, den Rechnungsbetrag direkt bezahlen. Zu dem eigentlichen Kaufpreis für die Ware wird allerdings noch eine Nachnahmegebühr berechnet. So kostet der Versand bei Zahlung per Nachnahme für Bestellungen im Inland mindestens fünf Euro mehr als ein normaler Versand. Dabei ist es egal, wie hoch der Kaufpreis des bestellten Pakets war. 

Wird die Ware aus dem Ausland bestellt, so können noch weitere Zuschläge hinzu kommen.

Wer darf eine Nachnahme-Lieferung annehmen?

Die Sendung per Nachnahme ist eine Postsendung mit Zusatzleistung, weshalb nur die als Empfänger angegebene Person das Paket entgegen nehmen darf. Allerdings können Sie als Empfänger auch Familienmitgliedern, Nachbarn oder Mitbewohnern eine Vollmacht erteilen, die es erlaubt auch eine andere Person zur Annahme der Lieferung zu berechtigen. 

Die Vollmacht sollte folgende Daten erhalten:

  • Name und Anschrift des Empfängers und der bevollmächtigten Person
  • Lieferungsnummer und Nachnahmebetrag
  • Gültigkeitsdauer der Vollmacht
  • Widerrufsmöglichkeit
  • Unterschrift

Was passiert wenn der Empfänger nicht zu Hause ist?

Bei der Bestellung per Nachnahme ist es grundsätzlich wichtig, dass an der Lieferadresse auch jemand anzutreffen ist, der nicht nur das Paket in Empfang nehmen, sondern auch die entsprechende Summe begleichen kann. Sollte für den Paketboten dennoch niemand anzutreffen sein, wird im Briefkasten des Empfängers eine schriftliche Benachrichtigung hinterlegt. 

Das Versandunternehmen informiert damit den Kunden über einen zweiten Zustellungsversuch an einem anderen Tag oder zu einer anderen Uhrzeit oder gibt an, in welcher Filiale das Paket zur Abholung bereit liegt. Dann hat der Kunde meistens sieben Tage Zeit, das Paket abzuholen und in der entsprechenden Filiale per Nachnahme zu bezahlen. Wird es nicht abgeholt erfolgt der Rückversand zum Händler.

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