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Psychologie Die fünf großen Irrtümer über Geld und Arbeit

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Was entscheidet über unser Wohlbefinden?

Was die Deutschen glücklich macht
Rational, kühl, pessimistisch: Die Deutschen gelten allgemein nicht als das Volk mit der größten Lebensfreude. Falsch, sagt die Forsa-Umfrage für das Happiness-Institut von Coca-Cola. Demnach sind die Deutschen wesentlich lebensfroher, als man gemeinhin annimmt. Quelle: dpa
Für den quantitativen Studienteil wurden 2153 in Deutschland lebende Männer und Frauen zwischen 14 und 69 Jahren vom Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt. Für die qualitative Studie wurden insgesamt sechs Gruppendiskussionen (jeweils acht Personen) mit Teenagern, jungen Erwachsenen, Doppelverdienern ohne Kinder, Eltern und Senioren veranstaltet. Insgesamt fördert das Happiness-Institut, zu dessen Experten Professor Hilke Brockmann (Soziologin), Professor Ruut Veenhoven (Sozialpsychologe) und Professor Peter Wippermann (Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste in Essen, Gründer des Trendbüros Hamburg) gehören, ein positives Stimmungsbild zutage. Quelle: dpa
Doch was macht die Deutschen lebensfroh? Die Antwort ist eindeutig und wenig überraschend: 80 Prozent der Deutschen empfinden während ihrer Freizeitbeschäftigungen große Lebensfreude. Was zählt, ist das Hier und Jetzt. 72 Prozent der Befragten empfinden zudem große Lebensfreude, wenn sie innehalten und den Moment genießen. 68 Prozent ergeht es so, wenn sie sich selbst verwirklichen können. Quelle: dpa
Arbeit trägt wesentlich zur Lebensfreude bei. Von den voll Erwerbstätigen empfinden 51 Prozent große Lebensfreude, von den Befragten ohne Job nur 41 Prozent. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Kochen auf Sterne-Niveau, Kicken im Verein oder Volleyball im Park – jeder zweite Deutsche (50 Prozent) verwirklicht sich im Hobby. Quelle: dpa
Wer selbst entscheiden kann, wie er sein Leben gestaltet, ist zufriedener. Die wichtigste Strategie dafür: selbst über seine Zeit bestimmen. Das sagen 64 Prozent der Deutschen. Quelle: dpa
Lieben und geliebt werden: 54 Prozent der Menschen in einer Beziehung sind sehr lebensfroh. Unter den Singles liegt die Quote bei 44 Prozent. Für 76 Prozent der Eltern kleiner Kinder trägt der Nachwuchs sehr zur Lebensfreude bei. Quelle: dpa

Als jüngere Menschen besaßen sie 1,7 der aufgelisteten Dinge und dachten 3,1 würden sie glücklich machen. 16 Jahre später wurden sie wieder befragt und besaßen 4,4 Dinge und meinten 5,6 würden sie glücklich machen. So verschieben sich unsere Maßstäbe ohne dass wir es merken.

Ausweg:

Psychologisch gesehen macht das Gefühl, genug Geld zu haben, glücklicher als der Besitz selbst, und zwar drei Mal so sehr. Unsere Bewertung von Tatsachen, nicht die Tatsachen selbst entscheiden über unser Wohlbefinden.

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    4. Der Motivationsirrtum

    In der Stressstudie 2013 der Techniker Krankenkasse konnte nachgewiesen werden, dass nur jeder vierte „Spaßarbeiter“, aber jeder zweite „Broterwerbarbeiter“ sich als erschöpft empfindet. Nur sieben Prozent derjenigen, die mit Spaß arbeiten, sind depressiv, im Vergleich zu 23 Prozent der Broterwerbsarbeiter. Die typisch deutsche Motivation macht also nicht nur nicht glücklich, sondern sogar krank.

    Ausweg:

    Finden Sie ein neues Interesse an dem, was Sie tun und wofür Sie es tun.

    5. Der Prioritätsirrtum

    Bruce Headey, Ruud Muffels und Gert G. Wagner haben für das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Daten aus Australien, Großbritannien und Deutschland zum Thema Lebenszufriedenheit ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass soziales Engagement und Beziehungsziele langfristig zufriedener machen als materielle und Karriereziele. Kurzum: Wir schuften uns kaputt für Ziele, die uns nicht einmal glücklich machen.

    Trends



    Ausweg:

    Raus aus der Schufterei, rein ins Vergnügen an der Arbeit. Raus aus dem Überfluss, hin zum selbst gewählten Maßhalten. Raus aus dem Defizitdenken, rein in die Wertschätzung. Raus aus Haben, auf zum Sein. Ein Extratrick:

    Machen Sie eine finanzielle Bestandsaufnahme der Dankbarkeit

    Notieren Sie einmal (nicht nur im Kopf überschlagen!) wie viel Geld Sie schon in Ihrem Leben hatten (Taschengeld, Studentenjob, erstes Gehalt, Prämien, Krankenkassenerstattungen, Lottogewinne, Kindergeld …) und was Sie alles kostenlos bekommen haben (Schule, Strom, Wasser, Urlaub im elterlichen Haushalt, ärztliche Konsultationen, Geschenke, Massagen vom Arbeitgeber …) und sehen Sie, wie gut es Ihnen geht.

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