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Soziale Netzwerke Rede mit uns!

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Das Phänomen hat sich prompt der Konzern T-Systems Multimedia, eine Tochter der Deutschen Telekom, zunutze gemacht. Mit einer kurzen Rundmail forderte die Personalabteilung ihre Mitarbeiter auf, sich doch bitte – „in welcher Weise auch immer“ – auf Kununu zum Unternehmen zu äußern. 109 Mitarbeiter folgten dem Aufruf, die Bewertungen fielen überragend gut aus.

Gespalten ist die Meinung der Personalwerber hingegen beim Thema Blogs. Einige Unternehmen wie Daimler oder Bertelsmann veröffentlichen bereits länger Blogs von Vertretern aus diversen Fachbereichen. Kommentieren kann hier jeder, eine Filterung findet nicht statt.

So bewertet etwa ein Leser die Gründung eines Homosexuellen-Stammtisches bei Daimler als „unnormal“ und fügt noch hinzu, dass Homosexualität nicht in die Öffentlichkeit gehöre. Bislang ohne jede Reaktion des Unternehmens.

Deutsche Bahn mit Vorbehalten gegenüber Blogs

Weitaus weniger lax sieht man Blogs beim Twitter-Vorreiter Deutsche Bahn: „Die Gefahr, dass dabei Betriebsgeheimnisse nach außen dringen oder der Ruf des Unternehmens leidet, ist uns zu hoch“, sagt Robindro Ullah. Das Unternehmen führt zwar einen Blog, der ist aber nur für registrierte Benutzer einsehbar.

Tatsächlich bietet das Engagement in den sozialen Medien auch keine Garantie dafür, dass sich das Firmenimage verbessert. Ausgerechnet der dafür vielgelobte Preisträger Bertelsmann verschlechterte sich im jährlich erscheinenden Arbeitgeberranking der WirtschaftsWoche innerhalb der vergangenen vier Jahre von Platz 24 auf Platz 39. Ähnlich erging es Daimler: Auch das gut verlinkte Daimler-Blog konnte nicht verhindern, dass der Konzern von Rang 3 auf Rang 9 abrutschte. Und obwohl sich selbst Kai für seine Allianz mächtig ins Zeug legt, ist der Versicherer inzwischen gar aus der Rangliste der Top-50-Arbeitgeber herausgefallen.

Das beliebteste Unternehmen beim Nachwuchs ist dieses Jahr Porsche. Der Stuttgarter Autokonzern betreibt weder einen Twitter-Account noch existiert eine auf Jobkandidaten zugeschnittene Facebook-Seite. Noch.

Das könnte sich aber bald ändern: Den Account mit dem Namen Porsche hat sich das Unternehmen erst kürzlich gesichert.

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