Studie Jeder vierte Lehrling bricht Ausbildung ab

Eine neue Untersuchung zeigt, dass die Zahl der Azubis, die ihre Lehre vorzeitig abbrechen, dramatisch steigt. Im Osten Deutschlands sind die Quoten besonders hoch.

Die besten Bundesländer für Schüler und Azubis
Passanten gehen am Dienstag (28.08.12) in Bremen an der Fassade des Empfangsgebaeudes des Bremer Hauptbahnhofes vorbei. Quelle: dapd
Ein Brunnen vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München Quelle: dpa
Die St. Johann-Basilika in der Altstadt von Saarbrücken Quelle: dpa/dpaweb
Abendhimmel hinter der Baustelle der Elbphilharmonie am Hafen von Hamburg. Quelle: dpa
Die Rücklichter fahrender Autos werden am Mittwochabend (21.03.2012) auf der Karl-Marx-Allee in Berlin dank einer Langzeitbelichtung zu roten und gelben Linien. Quelle: dpa
Birds sit on a statue in the park of Sanssouci Palace Quelle: dapd
Gäste am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde Quelle: dpa/dpaweb
Stadtzentrum von Dresden vor der Frauenkirche (v. l.), dem Ständehaus, der Hofkirche und dem Schloss Quelle: dpa
Touristen besichtigen das Hundertwasserhaus "Grüne Zitadelle" in Magdeburg. Quelle: dpa
Die Wartburg bei Eisenach Quelle: dpa

Fast jede vierte Lehre in Deutschland wird einem Zeitungsbericht zufolge abgebrochen. Wie die „Welt“ unter Berufung auf eine Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB) für den Berufsbildungsbericht 2013 meldet, stieg die Abbrecherquote im Jahr 2011 auf 24,4 Prozent. Das ist der höchste Stand seit dem Wirtschaftsboom nach der Wiedervereinigung.

Was ist ein befristeter Arbeitsvertrag?

Insgesamt 149.760 Ausbildungsverträge seien 2011 vorzeitig aufgelöst worden, jeder dritte davon noch in der Probezeit. Dabei stellt die Untersuchung große Unterschiede zwischen den Berufsgruppen fest. Besonders hoch ist die Zahl der Azubis, die ihre Lehre nicht abschließen, demnach bei Kellnern und Umzugshelfern: Hier bricht jeder zweite ab. Dagegen liege die Quote der Abbrecher unter Verwaltungsfachangestellten, Elektronikern und Bankkaufleuten weit unter zehn Prozent.

Unter den Ländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die höchsten Abbrecherquoten. Jeder dritte Ausbildungsvertrag werde dort vorzeitig aufgelöst. Am unteren Ende der Rangskala lägen Baden-Württemberg und Bayern mit Quoten von knapp 20 Prozent. Auch der Schulabschluss spielt eine Rolle. So liegt die Abbrecherquote umso höher, je niedriger der erreichte Schulabschluss ist. Wer sein Abitur gemacht hat, steigt seltener aus: hier liegt die Quote bei nur 13,6 Prozent. Zum Vergleich: Von den Ausbildungsverträgen, die mit Azubis ohne Hauptschulabschluss geschlossen wurden, wurden 2011 38,6 Prozent vorzeitig wieder aufgelöst. Wer den Vertrag auflöst und aus welchem Grund wurde in der Statistik nicht erhoben.

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