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Übersicht High am Arbeitsplatz: Welche Aufputschmittel wie wirken

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Koffein

Die tägliche Drogendosis gehört bei Süchtlern dazu, wie eine Mahlzeit. Quelle: Foto: abozpixel / Don Espresso

Unser täglich Stoff

Die Substanz

Das Alkaloid Koffein steckt in Kaffeebohnen, Kolanüssen und Guaranasamen, Tee- und Mateblättern. Neben Kaffee enthalten Energydrinks wie „Red Bull“ und Cola-Getränke den Stoff.

Die Wirkung

Wer schon einmal Kaffee getrunken hat, weiß: Koffein macht wach. Es beschleunigt den Herzschlag und erhöht die geistige Leistungsfähigkeit. In höheren Dosen (acht Tassen Kaffee) erzeugt es sogar Euphorie.          

Die Risiken

Koffein entzieht dem Körper Flüssigkeit. Wer sehr viel konsumiert, wird nervös und zittrig und sollte mit Schweißausbrüchen, Herzrhythmus-, Schlaf- und Wahrnehmungsstörungen rechnen. Regelmäßiger Konsum kann abhängig machen.

Der Entzug

Entzugssymptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Nervosität. Auch Bewegungs- und Konzentrationsstörungen können sich einstellen.

Methamphetamin

Die Gefahr aus dem Untergrund

Die Substanz

Methamphetamin ist illegal und wird meist in Untergrundlaboren hergestellt und entweder als Pulver geschnupft oder als Pille geschluckt. In Deutschland war es lange sogar als Medikament (Pervitin) zugelassen; in den USA ist das Pulver unter dem Namen „Crystal“ eine verbreitete illegale Droge.

Die Wirkung

Methamphetamin wirkt stärker und schneller als Amphetamin. Es setzt Noradrenalin frei, gleichzeitig wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet. Auf den „Rush“ folgt ein stundenlanges „High“: Das Selbstwertgefühl, das sexuelle Verlangen und die Risikobereitschaft steigen, Puls und Atmung werden schneller, das Schmerzempfinden lässt nach. Weitere Folgen: Extreme Euphorie und Rededrang (Laberflash).

Die Risiken

Methamphetamin macht schneller süchtig als Amphetamin und wirkt stark auszehrend. Bei regelmäßigem Konsum sind Aggressionen und Depressionen üblich; Unruhe, tagelange Schlaf- und Kreislaufstörungen, Psychosen und Paranoia sind nicht selten. Gewichtsverlust, Hautentzündungen („Speedpickel“), Zahnausfall, sogar Hirnblutungen und Schlaganfälle sind möglich. Methamphetamin verändert die Persönlichkeit und lässt das Gesicht schneller altern.

Der Entzug

Knapp neun von zehn Abhängigen, die sich gegen ihre Methamphetamin-Sucht therapieren lassen, erleben einen Rückfall. Während des Entzugs fühlen sie sich zunächst frustiert und antriebslos. Dann beginnt das schmerzhafte Craving: Das unkontrollierte Verlangen nach Stoff. In dieser Phase steigt die Suizidgefahr.

Nikotin

Nervengift vom Tabakfeld

Die Substanz

In den Blättern der Tabakpflanze stecken über 3000 Inhaltsstoffe. Der Hauptwirkstoff ist das Nervengift Nikotin, das der Tabakpflanze dabei hilft, Schad-Insekten abzuwehren. Meistens wird Tabak geraucht, seltener geschnupft oder gekaut.

Die Wirkung

Knapp sieben Sekunden nach dem ersten Zug an einer Zigarette erreichen die Nikotinmoleküle das Gehirn. Sie stimulieren und reduzieren das Hungergefühl. In höheren Dosen entspannt Nikotin die Muskeln und beruhigt.

Die Risiken

Wer zum ersten Mal raucht, dem kann davon schlecht und schwindelig werden. Bei regelmäßigem Konsum steigen Blutdruck und Herzfrequenz. Langzeitrisiken: Nikotin hat ein hohes Suchtpotenzial. Die Begleitstoffe, die im Tabak enthalten sind, erhöhen das Risiko für Herz- und Lungenerkrankungen und schädigen innere Organe.

Der Entzug

Entzugserscheinungen nach lang anhaltendem Konsum sind Depressionen, Angst, Schlaflosigkeit und Gewichtszunahme.

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