Ungezwungener Freitag

Der Job-Dresscode für den Sommer

Lin Freitag
Lin Freitag Stellvertretende Ressortleiterin Erfolg

Kommt der Sommer, folgen die Fragen: Was ziehen Büroarbeiter an, wenn das Thermometer 30 Grad zeigt? So können Sie sich bei Hitze kleiden, ohne ihre Selbstachtung einzubüßen.

So vermeiden Sie Pannen beim Sommer-Outfit
Füße in Flipflops Quelle: dpa
Nackte Füße in Schuhen Quelle: Fotolia
Frau im Minirock Quelle: dpa
Stringtanga lugt aus einer Jeans hervor Quelle: dpa
Durchsichtige Oberteile Quelle: Fotolia
Tattoos im Blickfeld Quelle: dpa
Üppiger Ausschnitt Quelle: dpa
Kurze Männerhosen Quelle: dpa
Kurzärmelige Hemden Quelle: Fotolia
Bauchfrei Quelle: dpa
Schweißflecken Quelle: Fotolia

Steigen die Temperaturen, leidet der Stil. Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Welt auf mehr als 25 Grad erhitzen, schlurfen orthopädische Sandalen über die Büroflure, zu kurze Röcke zwängen sich auf Schreibtischstühle, Kurzarmhemden beugen sich über Tischkanten. Ganz zu schweigen von den zahlreichen luftigen Zweiteilern, die dann fröhlich umherwehen. Natürlich: Hitze stellt auch für die modischsten aller Menschen eine Herausforderung dar. In deutschen Büros jedoch gehen steigende Temperaturen häufig mit dem völligen Verlust der Selbstachtung einher. Das muss nicht sein. Dank der voranschreitenden Verfreizeitlichung ist es in den vergangenen Jahren sogar leichter geworden, Hitze und Büro miteinander zu verbinden.

Das bedeuten die verschiedenen Business-Dresscodes

Frauen müssen sich zum Beispiel nicht mehr in hautfarbene Strumpfhosen zwängen – das ist schon mal sehr erfreulich. Vor allem, weil die Bezeichnung hautfarben nie mehr als ein Euphemismus war – treffen die handelsüblichen Töne „Make-up“, „Champagner“ oder „Elfenbein“ doch niemals die tatsächliche Farbe des Beins. Im Gegenzug sollte der Rock zumindest knapp über das Knie reichen – so viel Stoff muss sein. Des Weiteren sind Frauen heute relativ frei in ihrer Kleiderwahl. Bunte Sommerkleider von Dolce & Gabbana? Ja! Weitschwingende Hosenröcke? Unbedingt! Sandalen? Kommt auf den Fuß an.

Nur das kleine Wörtchen „zu“ limitiert die Damen noch im Berufsalltag – zu tief ausgeschnitten, zu eng, zu mädchenhaft, zu grell, zu durchsichtig.

Männer hingegen sind da mehr Regeln unterworfen. Kurze Hosen sind außerhalb von Start-ups immer noch tabu. Und das aus gutem Grund. Kompetenz in kurzen Hosen – das können nur die Wenigsten. Dafür kann der Blazer bei steigenden Temperaturen immer häufiger im Kleiderschrank hängen bleiben. Oder zumindest durch ein weniger förmliches Modell aus dünnem Canvas-Stoff ersetzt werden. Dafür sollte das Hemd aber bitte auf jeden Fall lange Ärmel besitzen.

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Zur Not lassen sich diese ja hochkrempeln. Weiter unten gilt: Sandalen sind ebenfalls verboten, Socken jedoch überflüssig. Ein weicher Lederslipper verträgt sich tatsächlich bestens mit nacktem Fuß. Vor allem, wenn die Hose nur knapp bis zu den Fesseln reicht. Das sorgt für zusätzliche Luftzirkulation und damit auch für Abkühlung. Unbedingt zu meiden sind auch müffel-anfällige Polyesterstoffe. Das gilt ebenfalls für die meisten Leinenstoffe, obwohl das Material von seinen Verfechtern immer als so herrlich luftig verteidigt wird. Das mag textiltechnologisch sogar stimmen. Doch haftet dem Stoff, vor allem in hellen Tönen, auch immer etwas filouhaftes an. Außerdem kommt die helle Leine äußerst selten blickdicht daher. Im Büro sollte das eher selten das Mittel der Wahl sein. Doch selbst wenn Ihre Kollegen sich unbedingt dafür entscheiden möchten, trösten Sie sich: Der Herbst kommt bestimmt. Und mit sinkenden Temperaturen gewinnt auch der gute Geschmack wieder dazu.

Geht gut: Culottes, Loafer, Blazer und Hose aus leichtem Baumwollstoff, Viskose

Geht gar nicht: Nackte Zehen, helles Leinen, Polyester, Trekkingsandalen, Kurzarmhemden

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