WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Wechselfieber Deutschland auf Jobsuche

Seite 2/2

Wofür Fach- und Führungskräfte den Job wechseln würden Quelle: Robert Half, 2011

Gerade für Arbeitgeber, die derzeit über Fachkräftemangel oder den demografischen Wandel klagen, sind das deutliche Warnsignale. Nicht nur, weil unzufriedene Mitarbeiter weniger leisten, als sie könnten. Auch der Sprung von der inneren Kündigung bis zur tatsächlichen ist kein großer mehr.

Sicher, nicht jeder, der mit der Kündigung gedanklich liebäugelt, setzt sie am Ende auch in die Tat um. Doch zeigen Studien immer wieder: Wer erst einmal so richtig demotiviert am Schreibtisch hockt, wechselt im Schnitt binnen eines Jahres den Arbeitgeber.

Kündigungsgrund: Langeweile

Die Gründe für die Kündigungswelle von unten sind fast immer dieselben: mieser Chef, ätzende Kollegen und eintönige Routinen – kurzum: Langeweile im Job (siehe auch Grafik).

Bei einer Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half unter mehr als 2400 Fachkräften sagte beispielsweise jeder zweite deutsche Arbeitnehmer, dass er für die Chance auf mehr Abwechslung sofort bei einem neuen Arbeitgeber anheuern würde.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum derzeit so viele ihren bisherigen Job aufgeben wollen: Der Arbeitsmarkt erlaubt es. Machten in den vergangenen Jahren Konjunkturkrisen, Unternehmenspleiten und Entlassungswellen Jobwechsel eher zu einem riskanten Roulettespiel, stehen die Chancen heute gut, sich nicht nur finanziell zu verbessern, sondern auch auf der Karriereleiter einen großen Schritt weiterzukommen.

    Vor dem Wechsel sichergehen

    Der Schritt will trotzdem gut überlegt und geplant sein. Die WirtschaftsWoche hat deshalb die zwölf brennendsten Fragen, die sich Wechselwillige immer wieder stellen (sollten), an sechs Karriereexperten weitergereicht und von ihnen beantworten lassen.

    Zu ihnen gehören die Düsseldorfer Outplacement-Beraterin Heike Cohausz; der Frankfurter Fachanwalt für Arbeitsrecht Peter Groll; die Karriereberaterin und Bestellerautorin Svenja Hofert; der Geschäftsführer der Delta-Personalberatung Stefan Koop; Tiemo Kracht, Geschäftsführer bei Kienbaum, sowie Marcus Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung Hanover Matrix.

    Ob es bei dem Jobwechsel um einen Aufstieg, Umstieg oder gar Schritt zur Seite geht – in einem Punkt sind sich die Experten einig: Frust ist ein schlechter Ratgeber und Flucht nie eine kluge Lösung. Dafür sollten die Betroffenen die Gelegenheit nutzen, sich neu zu orientieren und genau zu hinterfragen, ob das Gras nebenan wirklich grüner ist und sie der neue Job ihrem Karriereziel tatsächlich näher bringt.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%