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Wettbewerb Best Office 2010 Die schönsten Büros des Jahres

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Solon 2 Quelle: Werner Huthmacher für WirtschaftsWoche

Die Mitarbeiter aus Verwaltung und Vertrieb, Kommunikation, Finanzen und Controlling haben so bei ihrer Arbeit immer vor Augen, womit Solon heute Geld verdient und wo die Zukunft liegen wird.

Aus viel Glas, Tannenholz, lichtdurchlässigen Polycarbonatplatten und Cortenstahl – der Wind und Wetter und damit auch bewusst dem Rost ausgesetzt ist, aber darunter nicht korrodiert – entstand ein dynamisch-wellenförmig geschwungener Bau, der von außen Einblicke in die verglaste Produktionshalle erlaubt.

Das Hauptquartier von Solon erfüllt die Erwartungen an einen Anbieter von Technik für erneuerbare Energien: so wenig Ressourcenverbrauch wie möglich, Sorge um das Wohlbefinden der Mitarbeiter und soziales Engagement. Für Ersteres stehen eine High-Tech-Außenhülle aus nachhaltigen Baustoffen, ein Energiekonzept, das nur ein Viertel des üblichen Energieverbrauchs erfordert, und ein Dach, das neben Solarmodulen mit grünen Wiesen und Bäumen bestückt ist.

Im firmeneigenen Restaurant kochen und servieren Jugendliche, die über das Berliner Sozialprojekt Werkhof Zehlendorf auf diesem Wege eine Ausbildungschance erhalten. Die Toiletten werden mit Regenwasser gespült, und am Eingang stehen emissionsfreie Elektro-Roller sowie Elektroautos, die an solaren Ladestationen per Steckdose aufgeladen werden.

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    Energiekosten sparen

    Überall bei Solon sind Mitarbeiter mit kofferartig gestalteten, mobilen Speichereinheiten unterwegs, die per Lithium-Ionen-Akku über Nacht an Aufladestationen den kompletten Energiebedarf für einen Arbeitsplatz auftanken. Mehrere Tage lang können die Angestellten dank der E-Tanks energieautark arbeiten, wo sie wollen, ohne wieder aufladen zu müssen.

    „Damit sparen wir nicht nur Energiekosten, weil wir die günstigeren Nachtstromtarife nutzen können. Wir haben mit den mobilen Speichereinheiten auch die Freiheit bekommen, unseren Arbeitsplatz in einem der fünf lichtdurchfluteten Innenhöfe oder auf der Wiese oben auf dem Dach aufzuschlagen“, sagt Michael Wittner, Leiter des Produktmanagements.

    Das zentrale Gestaltungselement des dreistöckigen Verwaltungsgebäudes sind die fünf Innenhöfe. Sie sorgen für vielfältige Sichtverbindungen zwischen den Abteilungen, aber auch dafür, dass trotz der großzügigen Büroflächen bei den Mitarbeitern nicht das Gefühl aufkommt, unter ständiger Beobachtung der anderen zu stehen.

    Bemerkenswertes Lichtmanagement

    „Wir haben bewusst viel Raum, Luft und Licht, vor allem aber zahlreiche ungewöhnliche Arbeitssituationen geschaffen, weil sie uns dabei unterstützen, ungewöhnliche Ideen zu entwickeln“, sagt Solon-Vorstand Stefan Säuberlich. Eigens für Solon entworfene und von Handwerkern gestaltete Alkoven, Bubblechairs und Sofas, die zum Liegen einladen, verleihen dem Bürohaus eine fast private Wohnzimmeratmosphäre. „Genauso würde ich mich auch zu Hause einrichten“, lobt sein Kollege Wittner.

    Die Berliner Innenarchitektin Sandra Pauquet sorgte gemeinsam mit der Pariser Stylistin Isabelle Baudry durch geschickte Stoff-, Lampen- und Mobiliarauswahl für dekorative Überraschungen, für Wohl-fühlecken und Rückzugsgebiete.

    Auf einem Flohmarkt in Paris trieb Baudry zum Beispiel gleich 20 Paar antike Clubsessel aus braunem Leder auf, die überall im Haus zum Zweiergespräch einladen. „Dass die Sessel schon gebraucht waren, macht ihren Charme aus. Bei Solon war diese Individualität erwünscht, in anderen Unternehmen hätten wir nicht so viel Gestaltungsfreiheit eingeräumt bekommen“, sagt Pauquet.

    Bemerkenswert ist auch das Lichtmanagement. Die Innenhöfe und die zu weiten Teilen aus Glas bestehenden Außenfassaden bringen so viel Tageslicht in das Gebäude, dass die künstliche Beleuchtung statt der gesetzlich vorgeschriebenen 500 Lux auf 300 Lux reduziert werden konnte. Zudem entwickelte Solon gemeinsam mit dem Leuchtenhersteller Se’lux und dem Büromöbelspezialisten Kinnarps Samas eine energiesparende Bürotischlampe, die mit neun Watt auskommt.

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