WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Wettbewerb Best Office 2010 Die schönsten Büros des Jahres

Seite 4/4

Voestalpine 2

„Voestalpine ist es gelungen, die interne Kommunikation der Mitarbeiter untereinander spürbar zu beschleunigen und gleichzeitig die Privatheit und Individualität jedes Einzelnen zu respektieren“, lobt Arbeitswissenschaftler Bruder das Siegerprojekt in der Kategorie International.

„Wir wollten ein Gebäude bauen, das zu unserer Organisation wie ein maßgeschneiderter Anzug passt“, sagt Manager Allerstorfer. „Und dazu gehörte auch, auf das Bedürfnis nach Rückzugsmöglichkeiten der Mitarbeiter einzugehen.“

Der Bürokomplex sollte die Marke und Organisation, aber auch den Wandel von der Grundstoff- hin zur High-Tech-Industrie symbolisieren. Die Konsequenz: Das Innenleben der neuen Verkaufs- und Finanzzentrale ist von zahllosen Treffpunkten, gemeinsam zu nutzenden Küchenzeilen und offenen Kommunikationszonen geprägt.

„Am Anfang fragten die Mitarbeiter mich, ob wir es wirklich ernst damit meinen, dass sie auch fürs gemeinsame Kaffeetrinken bezahlt werden und wir den Kaffee auch noch spendieren wollen“, erinnert sich Vorstand Düsing. „Aber wir waren und sind von dem Wert informeller Kommunikation überzeugt.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Für einige Mitarbeiter sei der Wandel hin zu den offeneren Bürostrukturen anfangs erklärungsbedürftig gewesen. „Heute fühlen sich die meisten jedoch pudelwohl“, sagt der Finanzvorstand, der von sich behauptet, heute innerhalb eines Tages mehr Mitarbeitern über den Weg zu laufen als im alten Gebäude in einer ganzen Woche.

    „Logistisch und sicherheitstechnisch war das langgestreckte, sehr erdnah gebaute Gebäude allerdings eine Herausforderung“, erinnert sich Karl Friedl, Geschäftsführer der Unternehmensberatung M.O.O.CON aus Wien, der die Voestalpine Stahl bei der Koordination des Büroprojekts begleitete. „Wissenschaftler der amerikanischen Elitehochschule MIT haben festgestellt, dass Menschen die persönliche Kommunikation mit Kollegen nur dann in Erwägung ziehen, wenn der Fußweg zu ihnen unter 200 Meter liegt. Alles darüber wird per E-Mail oder Telefon erledigt.“

    Für Facility-Manager Allerstorfer war deshalb klar: Abteilungen, die häufig miteinander kommunizieren, muss man auch über mehrere Geschosse hinweg unter- und übereinander ansiedeln. Berater Friedl: „Statt 200 Meter zu laufen, geht man im Zweifel lieber ein oder zwei Treppen hoch – zumindest wenn sie attraktiv gestaltet sind.“

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%