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Typologie Mit welchen Mitarbeiter-Typen junge Chefs rechnen müssen

Auf welche Mitarbeiter sich junge Chefs einstellen müssen und wie sie am besten mit ihnen umgehen sollten.

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Der Bewahrer

Zeigefinger Quelle: Foto: Kristina Kittlaus / aboutpixel.de

Lieblingssatz: „Was früher gut war, kann heute nicht schlecht sein.“

Typisch: Neue Technologien sind für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. E-Mails beantwortet er erst nach mehreren Stunden, SMS gar nicht. Er ist zwar zuverlässig und ehrlich, da ihn aber die moderne Arbeitswelt überfordert, neigt er zu Melancholie und Stressklagen.

So führen Sie ihn: Hier ist Geduld gefragt. Diesem Kollegen müssen Sie zeigen, dass Neues nicht automatisch schlecht ist und dass man auch im Alter noch dazulernen kann (und muss). Das kann zäh werden – halten Sie dennoch durch! Ihr Job wird sonst bestimmt nicht leichter. Zudem stören Kollegen mit Sonderrechten auf Dauer das Betriebsklima. Lassen Sie also bei aller Geduld nie einen Zweifel an Ihren Ansprüchen aufkommen.

Der Junggebliebene

Lieblingssatz: „Man ist so alt wie man sich fühlt.“

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Standort erkennen

    Typisch: Kurz nach Ihrem Dienstantritt tauscht er die alten Jeans gegen einen schicken Designeranzug, zeigt im Büro sein neues iPhone und erzählt Ihnen stolz, dass er seiner Frau vor Kurzem ein Geschenk bei Ebay ersteigert hat.

    So führen Sie ihn: Achtung, dieser Typ hat Angst. Und zwar davor, von Ihnen bald als Alteisen aussortiert zu werden. Womöglich steckt hinter der flexiblen Oberfläche tatsächlich die Unbeweglichkeit eines Bewahrers (siehe oben). Vielleicht weiß er aber auch einfach nicht, wie er mit Ihnen umgehen soll. Deshalb: Nehmen Sie ihm die Unsicherheit und zeigen Sie ihm deutlich, dass Sie auf ihn zählen und mit seinem Engagement rechnen – und Sie erhalten einen loyalen Kollegen.

    Der Neidische

    Lieblingssatz: „Undank ist der Welten Lohn.“

    Typisch: Wenn es nach ihm ginge, wäre er schon längst Chef Ihrer Abteilung. Das Schicksal hat es aber anders gewollt. Zudem klaffen bei ihm Selbstbild und Fremdwahrnehmung weit auseinander. Daher kann er sich besonders schwer damit abfinden, dass ihm jemand Jüngeres vor die Nase gesetzt wurde. Diesen Frust kompensiert er entweder mit Besserwisserei oder Blockade.

    So führen Sie ihn: Dieser Typ ist gefährlich. Sein schwelender Neid kann ihn zu Intrigen verleiten, mindestens aber führt seine Stimmung zu atmosphärischen Störungen im Team. Hilft alles nichts: Hier müssen Sie über Ihren Schatten springen. Ziehen Sie ihn ins Vertrauen. Geben Sie ihm das Gefühl, ein wichtiges Bindeglied zu Ihrer Macht und den Mitarbeitern zu sein und vermeiden Sie alles, was seinen Neid noch verstärken könnte. Aber: Behalten Sie ihn im Auge. Manche werden so zu wichtigen Vertrauten, andere nutzen Ihr Vertrauen nun erst recht gegen Sie. Falls letztes zutrifft, gibt es nur eine Lösung: Feuern Sie den Querulanten!

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