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Überleben im Büro

Wie gute Laune die Leistung steigert

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Die Büro-Alltags-Bibel - Alle Regeln und Gesetze für den Job (DTV, ISBN 978-3-423-24762-7)

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und wir alle leben und arbeiten nun mal lieber mit Kollegen zusammen, die morgens schon mit einem Lächeln die Bürotür aufschließen, Meetings mit einem kleinen Scherz aufheitern und das Glas lieber halb voll sehen als halb leer.

So ganz uneigennützig ist das nicht. Den meisten dürfte das nicht bewusst sein, aber instinktiv spüren sie womöglich, was einige soziologische Studien längst nachweisen konnten. Dass nämlich Begeisterte hilfsbereiter sind als normal oder gar schlecht gelaunte Kollegen.

In der Wissenschaft ist dies als Feel-good-do-good-Phänomen bekannt. „Je mehr jemand mit seinem Leben zufrieden ist, desto empathischer ist er“, sagt etwa der Sozialwissenschaftler Ruut Veenhoven von der Erasmus-Universität in Rotterdam. Und desto mehr färbt das auf das Umfeld ab. Und nicht einmal nur auf das direkte. Wie kürzlich der Harvard-Soziologe Nicholas Christakis sowie James Fowler von der Universität von Kalifornien in San Diego im British Medical Journal berichteten, kann man seine Mitmenschen ebenso leicht indirekt und über mehrere Kontakte hinweg glücklich machen.

Wahrscheinlichkeit zum Glücklichsein steigt, wenn Nachbar glücklich ist

Eine unglaubliche Feststellung! Wie um alles in der Welt kommen die Forscher bloß darauf? Sagen wir so, es war ein gutes Stück Arbeit. Immerhin werteten die beiden über einen Zeitraum von 20 Jahren die Daten von rund 4700 Erwachsenen zu deren Befindlichkeiten und sozialen Kontakten aus.

Am Ende stellten sie verblüfft fest, dass die Wahrscheinlichkeit glücklich zu sein um 34 Prozent steigt, wenn unser direkter Nachbar ebenfalls glücklich ist – egal, ob im Büro oder in der Wohnsiedlung. „Wir haben herausgefunden, dass der eigene emotionale Status von den Gefühlen von Menschen abhängen kann, die man nicht einmal kennt“, sagt Christakis. Glück und Hochstimmung – ein kollektives Phänomen.

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