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Zeit- und Leistungsdruck Wie Pausen uns mehr Power geben

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Tipps für den Alltag

Wer in einer akuten Stresssituation steckt, sieht oft erst in weiter Ferne die nächste Gelegenheit für ausreichende Erholung. Ganz gleich ob Ihnen Ihr Körper bereits erste Warnsignale sendet oder Sie vorbeugend entgegensteuern möchten: Der Alltag bietet dafür zahlreiche Gelegenheiten. Denn bereits durch ein paar einfache aber gezielte Verhaltensänderungen können wir zu unserem natürlichen Rhythmus zurückkehren und so unsere Leistung steigern, ohne dabei gestresst zu sein.

Widmen Sie sich einer Beschäftigung, die Sie dabei unterstützt, den Kopf frei zu bekommen, verspannte Körperpartien zu lockern und für eine positive Stimmung sorgt. Das kann ein entspannter Spaziergang an der frischen Luft sein oder etwa eine Radtour - je nach Geschmack.

Grundsätzlich gilt, dass sportlich aktive Menschen belastbarer sind und mit Stress besser umgehen können. Es lohnt sich also, ein paar Mal in der Woche kurze Sporteinheiten einzuschieben. Diese bieten sogar gleich mehrere positive Effekte: Neben der schon erwähnten erhöhten Belastbarkeit steigert Sport das Selbstbewusstsein, kurbelt den Stoffwechsel an, sorgt für besseren Schlaf und schütz vor degenerativen Erkrankungen. Auch der oftmals trüben Stimmung wirkt eine Extraportion Bewegung nicht nur in hektischen Phasen erfolgreich entgegen.

So bringen Sie mehr Bewegung in Ihren Büroalltag
Jemand läuft eine Treppe hinunter Quelle: yuu - Fotolia
Ein Treppenhaus Quelle: f2comma8
Füße Quelle: oatharts - Fotolia
Leute halten ein Meeting im Stehen ab Quelle: Robert Kneschke - Fotolia.com
Telefon und Mülleimer wegstellenEin Tipp: Platzieren Sie oft benötigte Arbeitsgeräte nicht direkt auf Ihrem Schreibtisch oder daneben, sondern so weit entfernt, dass Sie immer wieder aufstehen und ein paar Schritte gehen müssen, um sie zu erreichen. Kurze Gespräche mit Kollegen, Post lesen oder telefonieren: grundsätzlich im Stehen. Quelle: dpa
Gymnastik im BüroWer stundenlang in einer Sitzhaltung verharrt, schadet seiner Wirbelsäule, seiner Muskulatur und seinem Kreislauf. Denn stundenlanges Sitzen ist ungesund. Deshalb hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) "Auf und nieder - immer wieder!" veröffentlicht. Eine Anleitung für "mehr Gesundheit im Büro durch Sitz-Steh-Dynamik". Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Einige Tipps für "dynamisches Sitzen": Lassen Sie das Becken vor- und zurückwippen. Verlagern Sie ihr Gewicht mal mehr auf die rechte und mal mehr auf die linke Gesäßhälfte. Schieben Sie ihren Brustkorb vor und zurück oder zur Seite. Strecken Sie hin und wieder den Nacken, indem Sie den Kopf nach hinten schieben. Stützen Sie sich in der vorderen Sitzhaltung auf dem Arbeitstisch ab. Lehnen Sie sich entspannt in der hinteren Sitzhaltung gegen die Rückenlehne. Und ganz wichtig: stehen Sie immer wieder auf. Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

Einmal am Tag sollte eine längere Pause eingeplant werden - vorzugsweise zur Mittagszeit. Dann braucht unser Körper Energie, die wir ihm bei einem ruhigen Mittagessen liefern. Ein anschließender Spaziergang an der frischen Luft hilft außerdem dabei den Stoffwechsel anzukurbeln und den Kopf frei zubekommen, bevor es wieder an den Schreibtisch geht.

Wichtig ist, dass Sie die Pause aus der Arbeit oder dem aktuellen Thema holt, das den Stress auslöst.

Pausen für Körper und Seele

Auszeiten im Alltag sind also nicht nur gut für unseren Körper sondern bringen auch unser Gehirn wieder in Schwung. Sie sorgen für mehr Aufnahmefähigkeit und ebenen den Weg für die anschließende Power-Phase. Zudem unterstützt eine entsprechende Pausenkultur pro aktiv beim gezielten Stressabbau. Schenken wir dem Basic Rest Activity Cycle nachdem unser Organismus funktioniert mehr Aufmerksamkeit, verhelfen wir Körper und Geist dabei unsere Leistungsfähigkeit den gesamten Tag über auf einem konstant hohen Leistungsniveau zubleiben – so hat das Mittagstief keine Chance und Sie entkommen (endlich) dem Dauerstress!

Arbeiten trotz Mittagstief

Doch Stress kann auch anders: Neben dem negativen Stress kennt unser Organismus nämlich auch die positive Variante, die uns zum Antrieb verhilft. Dieser so genannte positive Stress gibt uns in kritischen Situationen die Kraft und Konzentration, schwierige Aufgaben zu meistern. Diesen Energie-Kredit gibt es jedoch lediglich, wenn wir erkennen, dass auf diese Belastungsphase Ruhe und Erholung folgen müssen. Alle Systeme des Körpers können so wieder Energie schöpfen denn auf Power folgt Pause.

Probieren Sie es aus! Schauen Sie in Ihrem Alltag doch einfach einmal gezielt hin, auf das was Ihnen fehlt: Ist es Bewegung oder geistige Entspannung? Kommen Sie durch Ihren Arbeitsalltag nicht in Berührung mit der Natur und sehnen sich nach Ruhe oder fehlen Ihnen soziale Kontakte? Passen Sie Ihre Pausen an Ihre individuellen Bedürfnisse an, um Entspannung und Wohlbefinden zu erzielen. Wichtig ist bei allem immer auf den eigenen Körper zu hören und Warnsignale wahrzunehmen, denn in den meisten Fällen merken wir von ganz allein, was wir brauchen und was uns gut tut.

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