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Zeitmanagement 45 Wege aus der Aufschieberitis

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Jede Menge Dinge zu erledigen - gutes Zeitmanagement hilft Quelle: Foto: aboutpixel.de / Rainer Sturm

7. Setzen Sie Prio-ritäten. Entschei-den Sie, was wirklich wichtig und dringend ist und was noch Zeit hat oder delegiert werden kann. Die Eisenhower-Methode eignet sich dafür besodners gut. Aber auch die ABC-Technik.

8. Zerlegen Sie große Aufgaben in kleine. Es ist wie mit dem physikalischen Gesetz der Trägheit: Ist ein schwerer Körper erst in Bewegung, wird es leichter ihn in Fahrt zu halten. „Auch die längste Reise beginnt mit einem einzelnen Schritt“, lautet ein chinesisches Sprichwort. Also beginnen Sie mit kleinen Schritten.

9. Bleiben Sie organisiert. Aufgaben zu zerlegen, sich einen Überblick zu verschaffen – vielleicht sogar mitilfe von ToDo-Listen oder Mindmaps – ist eine Sache. Konservieren Sie diesen Zustand aber auch. Sonst oszillieren Sie nur zwischen Chaos – Liste/Map – Chaos.

10. Hören Sie auf, zu zweifeln. Jeder kennt die Phrase Wenn ich doch nur …, dann …! Solche Wenn-dann-Phasen tauchen immer wieder auf. Meistens dann, wenn man mit sich und seiner Situation unzufrieden ist. Aber diese Zweifel sind heikel. Ihr Unheil beginnt mit der Überzeugung, vor einem stünde ein unüberwindbarer Berg. Dann sehen wir nur noch den Berg und nicht mehr den Gipfel, verharren oder kehren gar um. Fatal! Ein Gipfelsturm gelingt auch in Etappen. Überlegen Sie sich also, wo Sie stehen und was als nächstes getan werden müsste. Dann gehen sie los, Basiscamp für Basiscamp.

11. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Behalten Sie lieber das große Ganze im Auge. Aus der Forschung weiß man, dass Menschen Aufgaben motivierter erledigen, wenn Sie die höheren Ziele dahinter erkennen.

12. Seien Sie realistisch. Aufschieber neigen zur Alles-oder-Nichts-Haltung. Dahinter steckt die Angst nicht mehr akzeptiert zu werden, wenn etwas nicht vollkommen ist. Auch 80 Prozent sind aber oft gut genug. Was kann den schlimmstenfalls passieren, wenn Sie Ihr (!) Ideal nicht erreichen? Na und?!

13. Übertreiben Sie nicht. Bei allem Ehrgeiz, seiner Aufschieberitis Herr zu werden – zu viele Punkte auf Ihrer Liste und Sie legen die Liste selbst beiseite oder schieben sie vor sich her. Also schreiben Sie kurze (und dafür lieber mehr) Listen, die in kurzen Zeitintervallen zu schaffen sind.

14. Hören Sie auf, perfekt zu sein. Perfektionismus hält auf. Er führt zu einem Tunnelblick, bei dem sich die Betroffenen auf zahllose Details konzentrieren, die für das große Ganze aber nur geringe Bedeutung haben. Dabei verrennen sie sich dann und kommen schließlich nicht mehr vom Fleck. Mängel dagegen können den Horizont erweitern. Denken Sie nur: Ohne Fehler hätte Christoph Kolumbus nie Amerika entdeckt!

15. Setzen Sie sich Limits. Sie kennen vielleicht das Parkinson’sche Gesetz. Es geht auf den britischen Historiker und Publizist Cyril Northcote Parkinson zurück. Danach dehnt sich Arbeit in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht etwa wie viel Zeit man tatsächlich dafür bräuchte. Denken Sie an Meetings: Stundenlang werden die Themen diskutiert, alle können mitreden, auch wenn nicht jeder davon Ahnung hat. Aber fünf Minuten vor Schluss werden trotzdem die entscheidenden Beschlüsse gefasst. Warum nicht gleich so? Ganz einfach: Setzen Sie Limits!

16. Belohnen Sie sich für Teilerfolge. Um Prokrastination in den Griff zu bekommen, ist Selbstdisziplin nötig, manchmal auch Druck. Deshalb ist Belohnung am Ende wichtig, um sich bei Laune zu halten. Was alle Erfolgreichen letztlich eint: Sie halten die Lücke zwischen Absicht und Ausführung sehr klein. Und den Spaßfaktor groß.

17. Loben Sie sich. Fehlen positive Rückmeldungen, tendieren Menschen dazu, aufzugeben. Umgekehrt wirkt Wertschätzung enorm positiv, wie etwa Albert Bandura, Psychologie-Professor an der Stanford-Universität, nachwies: Gelobte sind motivierter, stecken sich höhere Ziele, fühlen sich diesen stärker verpflichtet, teilweise unterstellen sie sich sogar bessere Fähigkeiten, was wiederum ihre Leistungskraft verbessert.

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